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BOXEN: Tefik Bajramis kurzer Arbeitstag

Tefik Bajrami wird seinem Kampfnamen Hurricane gerecht. Der Luzerner (39) fegt den Georgier Grigol Abuladze (32) in der ersten Runde förmlich aus dem Ring.
Grigol Abuladze (links) wird vom Ringrichter das zweite Mal angezählt, Tefik Bajrami (hinten) steht kurz vor seinem grössten Erfolg. (Bild: Philipp Schmidli)

Grigol Abuladze (links) wird vom Ringrichter das zweite Mal angezählt, Tefik Bajrami (hinten) steht kurz vor seinem grössten Erfolg. (Bild: Philipp Schmidli)

Tefik Hurricane Bajrami gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Tefik Hurricane Bajrami gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Tefik Hurricane Bajrami (rechts) gewinnt gegen Grigol Abuladze in der ersten Runde durch technischen K.O. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Michele Bachmann (links) setzt einen Kick gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Michele Bachmann (links) setzt einen Kick gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Dieser Kick von Michele Bachmann (rechts) trifft gegen Verena Hofmanns Schulter. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Dieser Kick von Michele Bachmann (rechts) trifft gegen Verena Hofmanns Schulter. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Michele Bachmann (links) greift an gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Michele Bachmann (links) greift an gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Michele Bachmann (rechts) jubelt nach dem Sieg gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Michele Bachmann (rechts) jubelt nach dem Sieg gegen Verena Hofmann. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der Kampf in der Kategrie bis 63 Kilogramm fand zwischen Kevin Zvizdic und Wangdem Namshi statt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Der Kampf in der Kategrie bis 63 Kilogramm fand zwischen Kevin Zvizdic und Wangdem Namshi statt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Im Kampf in der Kategorie bis 72 Kilogramm massen sich Philippe Stöckli (grün) und Maziar Hosseinpour (weiss). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)Im Kampf in der Kategorie bis 72 Kilogramm massen sich Philippe Stöckli (grün) und Maziar Hosseinpour (weiss). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Luzerner Fightnight

Urs Leupi

Samstagabend im Luzerner Stadtteil Littau: Die zweite Luzerner Fight Night ist Geschichte. Es ist 30 Minuten nach Mitternacht. Der Saal im Zentrum St. Michael ist fast menschenleer. Die Mitarbeiter des Meetingveranstalters sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt, stellen geräuschvoll Bänke und Stühle zusammen, auf denen am Abend zuvor noch 600 Kampfsportfans gesessen, gestanden und zuletzt frenetisch gefeiert hatten.

Einzig im Boxring herrscht noch emsiges Treiben. Tefik Bajrami ist umringt von einer Traube Fans, nimmt Gratulationen entgegen, steht geduldig Red und Antwort – und lässt sich mit allen in Siegerpose ablichten. Immer und immer wieder. Seine blauen Boxhandschuhe hat der 39-Jährige noch nicht ausgezogen. Schliesslich haben sie dem 39-Jährigen aus dem Kosovo rund 60 Minuten zuvor zum grössten Erfolg in seiner Karriere verholfen.

K. o. nach zwei Niederschlägen

Der Europa-Meisterschaftskampf im Cruisergewicht (86 bis 91 kg) nach Version World Boxing Union (WBU) war der Höhepunkt der zweiten Fight Night – und dauerte kurze 2:30 Minuten. So lange brauchte nämlich Tefik «Hurri­cane» Bajrami, um den 32-jährigen Grigol Abuladze zweimal auf die Bretter zu schicken. Zuerst mit einer Links-rechts-Kombination, dann mit einem schmerzhaften Körpertreffer. Aus, Ende, der Boxer aus Georgien wollte und konnte sich keinen weiteren Schlägen des Luzerners stellen. Das Verdikt des Ringrichters: technischer K. o. Und «Hurricane» machte damit seinem Kampfnamen alle Ehre. Er steht in der linken vorderen Ringecke auf die Seile und lässt sich frenetisch feiern.

Die Kampftaktik mit einem schnellen Ende hatte sich eigentlich Grigol Abu­ladze zurechtgelegt. Der optisch offensichtlich nicht austrainierte Georgier suchte seinen Erfolg mit wilden Schwingern, die fast ausnahmslos das Ziel, den Kopf von Tefik Bajrami, verfehlten. Der Schweiz-Kosovare war aus Videoaufnahmen gewarnt vor dieser wilden Schlagtaktik. Dennoch zeigte er sich nach Kampfende erstaunt, dass er diesen Fight so früh durch K. o. beenden konnte: «Ich musste höllisch aufpassen, um nicht in einen solchen Schwinger zu laufen.» Und er habe gewusst, dass es mit den Nehmerqualitäten von Abu­ladze nicht zum Besten stehe. «Deshalb suchte ich nach dem ersten Niederschlag die schnelle Entscheidung.»

Familienunternehmen Bajrami

Tefik Bajrami zeigte sich stolz, mit 39 Jahren noch nicht zum «alten Eisen» zu gehören. Und er richtete seinen Blick nur Minuten nach seinem grössten Triumph wieder nach vorne. «Jetzt will ich einen WM-Kampf. Das ist mein grösster Traum.» Ob er von der WBU berücksichtigt wird, lässt sich im Moment schwer abschätzen. Die Kampfstatistik, um einen WM-Kampf zu erhalten, erfüllt der 39-Jährige: 11 Kämpfe, bei 10 Siegen und einer Niederlage.

Sollte es so weit kommen, ist das Familienunternehmen Bajrami wieder gefordert. Denn es ist anzunehmen, dass dieser Fight wieder in Luzern stattfinden wird. Mit Tefik als Hauptdarsteller, seiner Ehefrau Angelika, die vor dem Kampf die Landeshymnen der Schweiz und des Kosovo zum Besten gibt, und mit Xhavit, dem ehemaligen K1-Kämpfer, der seinem Bruder in technisch zur Seite steht. Nur dann dürfte der Arbeitstag von «Hurricance» Bajrami länger als nur 2:30 Minuten dauern ...

Luzerner Fight Night

Littau-Luzern, Zentrum St. Michael. Boxen. Bis 90,7 kg. Europameisterschaft nach Version WBU: Tefik Bajrami (Luzern) s. Grigol Abuladze (Georgien) durch technischen K. o. in der 1. Runde. – Bis 70 kg: Ronny Gabel s. Peter Orlik nach Punkten.

Thaiboxen K1. Männer. Bis 60 kg: Nabiyom Esfai s. Faton Bela nach Punkten. – Bis 63 kg: Wanddem Namshi s. Kevin Zvizdic nach Punkten. – Bis 65 kg: Amate Tesfai s. Simon Stählin nach Punkten. – Bis 72 kg (ISKA-EM): Philippe Stöckli s. Maziar Hosseinpour nach Punkten. – Bis 80 kg: Daniel Fröhlich s. Thom Thammawong nach Punkten. – 82,5 kg: Beni Osmanovski s. Abdel Moulay durch technischen K. o. (2. Runde). – Bis 100 kg: Branko Kojic s. Stefan Kripko durch technischen K. o. (1. Runde).

Frauen. Bis 55 kg. Schweizer ISKA-Meisterschaft: Michele Bachmann s. Verena Hofmann nach Abbruch in der 5. Runde (offener Cut über dem rechten Auge).

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