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BREITENSPORT: Bund fördert Erwachsenensport für Personen über 60

Mit dem Programm «Erwachsenensport Schweiz» fördert der Bund mit Partnern die sportlichen Aktivitäten der Bevölkerung. Das Angebot, auch für Menschen über 60, ist breit gefächert – und wird rege benutzt.
Urs Niedermann
Eine Ü60-Gruppe wärmt sich vor dem Gang auf die Langlaufloipe auf. (Bild: PD)

Eine Ü60-Gruppe wärmt sich vor dem Gang auf die Langlaufloipe auf. (Bild: PD)

Urs Niedermann

sport@luzernerzeitung.ch

Die demografische Entwicklung in der Schweiz ist bekannt: Es gibt immer mehr ältere Menschen, und es gibt immer mehr, die auch nach der Pensionierung noch körperlich fit sind. Damit steigt die Nachfrage nach sportlichen Angeboten im Alter. Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren, Jogging, Fitnesstraining sind dabei gemäss Studien von «Sport Schweiz» die sechs beliebtesten Sportarten. Sie alle gehören zu den insgesamt 43 Fachdisziplinen, die im Erwachsenensport angeboten werden. Die Ziel­gruppe von Erwachsenensport Schweiz (ESA) – einem Sportförderprogramm des Bundes, das auf den Breiten- und Freizeitsport ausgerichtet ist – hat eine Spannweite von 18 bis 100 Jahren. Entsprechend breit ausgerichtet ist das Programm.

Das Hauptbetätigungsfeld der Erwachsenensport-Leiter liegt aber bei den über 60-Jährigen und damit bei Organisationen, die auch für diese Altersgruppe entsprechende Aktivitäten bieten. Pro Senectute, die Dienstleistungsorganisation für Altersfragen, ist mit dem grössten sportlichen Angebot hier führend. Aber auch die Turnverbände bieten Gelegenheit zu sportlicher Tätigkeit über das Jugendalter hinaus, ebenso wie Ski-, Tennis-, Leichtathletik-, Schwimm- und weitere Verbände, die alle zu den Partnerorganisationen gehören, die Erwachsenensport-Leiter in ihren Vereinen einsetzen.

Vom Wandern bis zum Sportschiessen

«Wir haben ein breites Sportverständnis», sagt Cornel Fuchs, der Zuständige für das Partnermanagement im esa. «Tendenziell gehören die traditionellen Sportarten zu unserem Programm, aber auch Sportarten mit breiter gesundheitlicher Wirkung haben hier Platz.» Die Beispiele Wandern und Sportschiessen fänden sich dabei an den Endpunkten einer entsprechenden Grafik wieder: Hier Schiessen als traditionelle Sportart mit begrenzter gesundheitlicher Wirkung, dort Wandern als Disziplin im nicht traditionellen Sportverständnis, aber mit breiter gesundheitlicher Wirkung.

Im Kanton Luzern ist der Erwachsenensport gut verankert. Fit- und Lauftreffs oder Turngruppen beispielsweise florieren in vielen Gemeinden. Geleitet wird das Angebot derzeit von rund 530 ESA-Leiterinnen und -Leitern. Den grössten Zulauf hat Pro Senectute. Die Stiftung führt kantonsweit zehn Sportarten mit insgesamt rund 330 Leiterinnen und Leitern und zählt aktuell auf eine Kundschaft von 6500 Personen. Der eigentliche Renner ist dabei die Fitgymnastik, wo über 130 Trainingsgruppen aktiv sind. Aber auch Bewegungsangebote in Heimen, Wasserfitness, Tanzsport, Wandern oder Nordic Walking gehören zu den Aktivitäten mit besonderer Anziehungskraft bei älteren Menschen, die in offenen Gruppen oder als Kursteilnehmer vom Angebot profitieren.

Jugend + Sport erhält deutlich mehr Mittel

Als grösster ESA-Partner erhält Pro Senectute Schweiz vom Bund jährlich rund 230'000 Franken, die ausschliesslich in die Aus- und Weiterbildung der Leitenden fliessen. Mit Subventionen von insgesamt 600'000 Franken ­(siehe Kasten) ist der Erwach­senensport allerdings ein vergleichsweise kleiner Empfänger von Bundesgeldern: Für Jugend + Sport zum Beispiel stellt der Bund 100 Millionen Franken zur Verfügung (im Gegensatz zum Erwachsenensport werden bei J + S auch Beiträge an die Jugendausbildung ausbezahlt). «Der Bund sieht den Erwachsenensport primär als Mittel, Menschen im fortgeschrittenen Alter zum Sport zu bringen», sagt Fuchs. «Das Bewusstsein für die Bewegung müsse bei den Jungen und Jüngsten eingepflanzt werden, entsprechende Anstrengungen seien im frühen Stadium zu machen.»

Auf Bundesebene ist die Wichtigkeit des Erwachsenensports erkannt. Im aktuellen Aktionsplan Sportförderung des Bundes von 2016 ist das Ziel des «Lebenslangen Sporttreibens» festgehalten. Konkrete weitere Massnahmen zur Förderung ­werden darum wegen des «beschränkten finanziellen Handlungsspielraums» auf die Jahre ab 2024 aufgeschoben.

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