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Langlaufmeisterschaften in Engelberg: Bringt der Geburtstag Ueli Schnider Glück?

Ueli Schnider feiert am Freitag seinen 29. Geburtstag und rechnet sich an den Schweizer Langlaufmeisterschaften in Engelberg Medaillenchancen im Sprint aus. Der Fokus des Entlebuchers liegt jedoch auf dem Königsrennen über 50 km vom Samstag.
Roland Bösch
Macht sich der Entlebucher Ueli Schnider morgen Freitag mit einer Sprintmedaille das Geburtstagsgeschenk gleich selber? (Bild: Peter Schneider/Keystone, Seefeld/AUT, 27. Februar 2019)

Macht sich der Entlebucher Ueli Schnider morgen Freitag mit einer Sprintmedaille das Geburtstagsgeschenk gleich selber? (Bild: Peter Schneider/Keystone, Seefeld/AUT, 27. Februar 2019)

Der Entlebucher Ueli Schnider feiert morgen Freitag seinen 29. Geburtstag. Das grösste Geschenk könnte sich der Entlebucher an den Schweizer Meisterschaften auf der Gerschnialp oberhalb von Engelberg gleich selber machen. «Selbstverständlich hätte ich gegen eine Goldmedaille im Sprint nichts einzuwenden. Mein Fokus liegt aber auf dem 50-km-Rennen vom Samstag», lässt sich Ueli Schnider in die Karten blicken.

Der B-Kader-Athlet aus Flühli steigt mit berechtigten Ambitionen ins Königsrennen über 50 km. Als vor zwei Jahren in Val Müstair letztmals der Titel in der klassischen Technik vergeben wurde, ging Schnider vor Toni Livers hauchdünn als Sieger hervor. Auch sonst fühlt sich der Athlet des Skiclubs Grenzwachtkorps wohl: «Nach dem letzten Continentalcup-Wochenende habe ich einige Skitouren unternommen und damit viel Energie für das Wochenende in Engelberg getankt», erklärt Ueli Schnider.

Engelberg ist herausgefordert

Der Profilangläufer blickt auf einen zufriedenstellende zweite Saisonhälfte zurück. Nachdem er Anfang Winter von gesundheitlichen Problemen geplagt wurde, schaffte Schnider im letzten Moment die Qualifikation für die WM in Seefeld, wo er mit Rang 23 über 15 km in der klassischen Technik überzeugen konnte. «Die Stimmung in Seefeld war toll und in keiner Weise mit den Olympischen Spielen in Südkorea letzten Winter zu vergleichen», zeigt sich Schnider begeistert und erwähnt auch den einmaligen Support seines Fanklubs.

Bezüglich Stimmung und Kulisse gibt es für den Entlebucher aber noch etwas Eindrücklicheres. Es ist das 50-km-Rennen am Holmenkollen. Bereits zum dritten Mal ging Schnider Mitte März in Oslo an den Start dieses legendären Rennens und verpasste die Top 20 mit Rang 23 knapp. «Die Begeisterung und Stimmung in Norwegen ist unbeschreiblich», erklärt Schnider und meint mit einem Augenzwinkern: «Die Fans in Engelberg sind die kommenden Tage gefordert.»

Schnider erwartet ein schnelles Rennen

Die fünf Kilometer lange Wettkampfschlaufe in Engelberg kennt Ueli Schnider bestens. Im Vorfeld des ersten Teils der nationalen Meisterschaften Anfang Februar lud sein Trainer Peter von Allmen zur WM-Vorbereitung nach Engelberg ein. «Aufgrund der frühen Startzeit erwarte ich auch bei frühlingshaften Temperaturen ein schnelles Rennen. Die Strecke mit steilen Aufstiegen und anspruchsvollen Abfahrten zehnmal zu laufen ist eine echte Herausforderung», weiss Schnider. Dem im Allgäu wohnhaften Luzerner kommen derart schwierige Strecken entgegen. Er hofft, dass sich trotz der anspruchsvollen Strecke viele Regionalläufer an den Start wagen. Das 50-km-Rennen ist bewusst nicht als FIS-Rennen ausgeschrieben und kann ohne entsprechende Lizenz absolviert werden.

Cologna bestreitet den Königslauf

Auf der Gerschnialp oberhalb Engelberg ist alles angerichtet für das dreitätige Langlauffest. Das OK von Nordic Engelberg unter der Leitung von Roger Bütler konnte beim ersten Teil der Schweizer Meisterschaften Anfang Februar bereits Erfahrungen sammeln. Dabei hinterliessen die zahlreichen Helfenden bei Sonnenschein wie auch bei dichtem Schneefall einen guten Eindruck. «Wir geben alles, um erneut faire Titelkämpfe zu ermöglichen», erklärt Bütler.

Holt Nadine Fähnrich den vierten Sprinttitel?

Erfreut ist man im Klosterdorf über das hochkarätige Teilnehmerfeld, angeführt vom vierfachen Olympiasieger und Weltmeister Dario Colgona. Der 33-jährige Münstertaler greift am Samstag beim 50-km-Rennen ins Wettkampfgeschehen ein, wo er den Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen versucht. Am Sonntag tritt der Bündner auch beim Teamsprint an. Neben Cologna reisen beinahe das ganze Nationalteam sowie die Athleten der weiteren Swiss-Ski-Kader ins Obwaldnerland. Bei den Frauen hat Nathalie von Siebenthal den dritten Titel im Königsrennen über 30 km im Visier. Die 23-jährige Eigenthalerin Nadine Fähndrich, die alle drei Rennen bestreiten wird, kämpft bereits morgen Freitag um den vierten Sprinttitel in Folge. (rb)

Das Programm

Freitag: ab 10.00 Sprint klassisch: 13.45 Rangverkündigung.

Samstag: ab 8.30 Langdistanz (50 km Männer/30 km Frauen) klassisch; 19.00 Rangverkündigung Hotel Bellevue-Terminus.

Sonntag: ab 9.00 Teamsprint freie Technik; 13.15 Rangverkündigung.

Anreise: mit der Standsteilbahn von der Talstation der Titlis-Bahnen auf die Gerschnialp. Von dort erreicht man das Wettkampfgelände zu Fuss in 10 Minuten oder man benutzt den Shuttlebus bis zum Gasthaus Gerschnialp.

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