Brunner und Diaz bleiben ein Thema

Nach wie vor hat Nationaltrainer Sean Simpson zwei WM-Lizenzen offen. Kommen die NHL-Stars Damien Brunner (Detroit) und Rafael Diaz (Montréal) doch noch nach Stockholm?

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Damien Brunner (links) und Rafael Diaz, fotografiert im letzten Herbst in der Bossard-Arena. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Damien Brunner (links) und Rafael Diaz, fotografiert im letzten Herbst in der Bossard-Arena. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Sean Simpson mag die Frage nicht. Und doch wird sie ihm immer wieder gestellt. Kommen Damien Brunner oder Rafael Diaz doch noch zur WM? Weil Thibaut Monnet (Topskorer ZSC Lions) und Dario Bürgler (Topskorer Davos) nach wie vor nicht eingesetzt worden sind, bleiben zwei Lizenzen offen – und die zwei NHL-Stars könnten fürs Viertelfinale in Stockholm sein. Spätestens in der Nacht auf Sonntag fällt die Entscheidung in den Serien Anaheim gegen Detroit (2:2) und Ottawa gegen Montréal (3:1). Sollte Montreal das nächste Spiel am Donnerstag verlieren, könnte Rafael Diaz sogar schon für die zwei letzten Gruppenspiele gegen Norwegen (am Sonntag) und Weissrussland (am Dienstag) eingesetzt werden.

Sean Simpson sagt, es gebe keine Absprachen mit Brunner und Diaz. «Wir konzentrieren uns hier auf die WM und sie haben in den Playoffs genug zu tun. Aber solange wir Lizenzen offen haben, bleiben unsere NHL-Spieler ein Thema.» Weil nach wie vor alle Spieler fit sind, gibt es keinen Grund, eine der beiden freien Lizenzen fürs nächste Spiel gegen Dänemark (am Samstag) einzulösen.

Im Laufe eines Turniers Spieler in die Mannschaft einzufügen ist immer ein Risiko. Einerseits für die Chemie und andererseits auch spielerisch: Die Schweizer zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass jeder genau weiss, was er zu tun hat. Auch bei einem noch so guten neuen Spieler bleibt das Risiko, dass er das eingespielte taktische Konzept durcheinander bringt.

Immerhin ist die Diskussion um mögliche NHL-Verstärkungen für die Schweizer jetzt ein Luxusproblem: Es läuft so gut, dass keine Notwendigkeit für Verstärkungen aus der NHL besteht.

Klaus Zaugg, Stockholm