Der frühere Leichtathletik-Star Bruno Galliker ist mit 89 Jahren verstorben

An den Folgen eines Selbstunfalls ist er am vergangenen Mittwochnachmittag in seinem 90. Lebensjahr in Zürich gestorben.

Stephan Zopfi
Drucken
Teilen
Bruno Galliker.

Bruno Galliker.

Archivbild Luzerner Zeitung

Nach seiner erfolgreichen Karriere als 400-m-Hürdenläufer war Bruno Galliker, der am 29.Dezember 1931 in Emmenbrücke geboren wurde, eine der bekanntesten Stimmen beim Schweizer Radio. Wegen seines Sachverstandes bei Reportagen von internationalen Sportveranstaltungen und wegen seiner stets zuvorkommenden und bescheidenen Art war der ehemalige Medaillengewinner an Europameisterschaften als Journalist hoch geschätzt.

Aktiv bis ins hohe Alter

Bis 1957 startete Galliker für den BTV Luzern, wechselte nach seinem Umzug nach Zürich in die Leichtathletikabteilung des TV Unterstrass und holte an den Europameisterschaften 1958 in Stockholm mit neuem Schweizer Rekord in 51,8 Sekunden die Bronzemedaille. Zwei Jahre später belegte er wieder mit Schweizer Rekord an den Olympischen Spielen in Rom in 51,0 Sekunden den sechsten Rang. Dank dieser Leistung wurde er zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt. 1962 sicherte er sich in Belgrad mit der 4x400-m-Staffel zusammen mit Marius Theiler, Hansruedi Bruder und Jean-Louis Descloux in neuem Schweizer Rekord von 3:07.00 wieder eine EM-Bronzemedaille. Dazu kamen insgesamt acht Schweizer-Meister-Titel.

Nach seiner Lehre als Bankkaufmann kam Bruno Galliker erst mit 23 Jahren zur Leichtathletik, blieb diesem Sport aber bis in die letzten Tage als interessierter Beobachter treu. Der 10-fache Grossvater und mehrfache Urgrossvater war auch im hohen Alter noch aktiv, zu Fuss und auf dem Rad unterwegs.