BSV BERN - HC KRIENS-LUZERN: Krienser verlieren in Bern

Der HC Kriens-Luzern verliert auch sein Finalrundenspiel beim BSV Bern klar und deutlich mit 27:36 (12:18). In der zweiten Hälfte konnte der HCK zwar das Geschehen etwas ausgeglichener gestalten – wirklich eine Chance, den Gegner noch zu gefährden, verschaffte sich der HCK aber leider nie.

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Die Krienser waren den Bernern deutlich unterlegen. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Die Krienser waren den Bernern deutlich unterlegen. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Was den HCK auf dem Weg in die Finalrunde auszeichnete, waren «60 Minuten Teamgeist und Emotionen». Dieses Saisonmotto aber existierte zuletzt nur noch auf dem Papier. Im Team scheinen die Batterien tatsächlich leer zu sein. Dabei ist es weniger die körperliche Müdigkeit als vielmehr jene im Kopf. Denn dort müsste jetzt der Funken gezündet werden, um allenfalls noch von einer günstigen Entwicklung in der Meisterschaft profitieren und weiterhin Europacup- Ambitionen hegen zu dürfen.

Davon aber war der HCK auch in der wenig stimmungsvollen Dorfturnhalle in Gümligen weit, sehr weit weg. Von der ersten Minute an bewiesen die Berner, dass sie mit deutlich mehr Wille zu Werke gingen. Wille insbesondere auch, sich mit der eigenen Personalsituation auseinanderzusetzen. Denn die ist beim BSV Bern ebenso angespannt wie beim HC Kriens.

Während die Berner trotzdem überzeugt auf dem Platz agierten, waren auf Krienser Seite die Zweifel fast in jedem Spielzug spürbar. Nicht «was ist möglich», sondern «was ist nötig» war die Grundhaltung.
So distanzierten die Berner ihren zaudernden Kontrahenden aus der Zentralschweiz fast im Minutentakt.

Und als dann die Krienser Mitte der ersten Hälfte auch noch schwache Minuten einzogen (vom 9:12 zum 9:15 zwischen Minute 20 und 25), war die Suppe natürlich so gut wie gegessen. Denn die «Zitrone» HCK war bereits so ausgepresst, dass man kaum mehr realistischerweise auf eine gewaltige Reaktion hoffen konnte.

Da passt es ins Bild, dass Michi Schlegel nach einer unglücklichen Abwehraktion gegen Cvetkovic und einem gestenreichen Lamento des Berner Coaches Peter Bachmann mit einer roten Karte vom Platz musste.
Symbolisch für einen missglückten Auftritt in Bern..


BSV Bern-Muri - HC Kriens-Luzern 36:27 (18:12)

Mooshalle Gümligen, 250 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Spielverlauf: 3:1, 5:3, 9:5, 12:9, 15:9, 18:12; 20:15, 23:16, 26:19, 30:23, 33:24, 36:27

BSV Bern-Muri: Ebinger/Heimann; Cvetkovic (8), Kaufmann (4), Larsen, Leiser (2), Milosevic (3), Räz (2), Schwander (12), Staudemann (19, Striffeler, Vonlanthen (1), Weiss (3), Bovej.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/von Weissenfluh (1 Penalty); Bislimi (1), Hofstetter (2), Nyffenegger (4), Podvrsic (5), Schlegel, Stankovic (5/3), Steiger (1), Willisch (1), Yalciner (5), Zimmermann (1).

Bemerkungen: Strafen: BSV Bern 7, Kriens 4x2 Minuten plus rote Karte gegen Schlegel (unglückliche Abwehraktion wurde - zu - hart geahndet).
Kriens ohne Schmid, BSV Bern ohne Echaud und Baumgartner. Yalciner verschiesst Siebenmeter.