BSV BERN - KRIENS-LUZERN 30:29: Niederlage Nummer 4 für Kriens-Luzern

Fehlende Cleverness, zu viel Leichtsinn - und der Heimbonus für den Gastgeber: Die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern haben beim BSV Bern Niederlage Nummer 4 eingefahren.

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HCK-Spieler Benjamin Steiger. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

HCK-Spieler Benjamin Steiger. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

Die 29:30-Niederlage in der Gümliger Mooshalle müssen die Zentralschweizer auf die eigene Kappe nehmen. 
Zuviele Fehler in der heissen Schlussphase erlaubte es dem BSV Bern-Muri davonzuziehen. Das Aufbäumen der Krienser zeigte zwar, das die Innerschweizer mit dem arrivierten A-Club inzwischen auf Augenhöhe kämpfen.

Dass der Erfolg ausblieb, hatte aber gleich mehrere Gründe:  Zu viele Fehler, ein zu guter Antoine Ebinger im Tor der Berner und in den letzten 20 Sekunden ein Ref-Paar Bär/Zimmermann, das den Heimbonus (mit Blick auf die jüngste Vergangenheit des HCK) wie gewohnt grosszügig auslegte ...

Um es klarzustellen: Ein Punktgewinn des HC Kriens-Luzern an diesem Abend wäre glücklich gewesen. Glück kann man sich erkämpfen – man muss es sich irgendwo aber auch verdienen. Dafür aber war beim HCK an diesem Abend fast zu viel Schatten. Zumindest in der entscheidenden Spielphase...

Denn nach einer insgesamt guten ersten Spielhälfte hatte der HCK nach dem Seitenwechsel lange Zeit Mühe, vernünftige Aktionen aufs Parkett zu bringen. Der HCK-Fanclub mochte noch so laut (und vorbildlich!) sein – wer in einer hektischen Schlussphase während fast 8 Minuten nur Fehler und Ballverluste zu beklagen statt Tore zu bejubeln hat, der darf sich am Schluss nicht über fehlenden Ertrag beklagen. 24:22 führte der HCK nach 45 Minuten - ein Punktgewinn schien zumindest nicht abwegig. Doch das reizte Berns Keeper Antoine Ebinger – und schien den Leichtsinn in die HCK-Reihen schleichen zu lassen. Gleich fünf Mal in Folge verstolperte, vertändelte und vermasselte der HCK seine Angriffe. Ein Team wie der BSV Bern lässt sich da nicht zweimal bitten. In 4 Minuten hatten die Berner auf- und überholt, der HCK vermochte noch einmal (zum 25:25) auszugleichen - mehr aber lag nicht drin. Denn danach zog Bern auf 28:25 weg – auch deshalb, weil die Berner mit Ebinger einen jetzt wirklich starken Rückhalt zwischen den Pfosten hatten, an dem die Krienser zu verzweifeln schienen.

Mit dem Mute der Verzweiflung rannte Kriens danach an – und hätte Bern noch fast erwischt. 4 Minuten vor Schluss lag Bern mit 30:26 vorne - dann lancierte Kriens seine Aufholjagd. Zu spät, wie man jetzt weiss. Zu spät aber auch in den Augen der beiden Refs, die in der Schlussphase das passive Spiel der cleveren Berner mildwohltätig auslegten und so das «logische» Ergebnis bewahrten.

Benedikt Anderes/HC Kriens-Luzern

BSV Bern-Muri - HC Kriens-Luzern 30:29 (16:16)

Mooshalle Gümligen. Bär/Zimmermann. 600 Zuschauer.

Torfolge: 4:3, 7:5, 9:9, 12:10, 13:13, 16:15, 15:16; 17:17, 17:19, 19:19, 20:20, 22:22, 22:24, 24:24, 25:25, 28:25, 29:26, 30:27, 30:29.

BSV Bern-Muri: Ebinger/Heiniger; Larsen, Cvetkovic (5), Räz, Milosevic (4), Staudenmann (2), Weiss, Striffeler, Vonlanthen (2), Schwander (4/2), Leiser (9), Baumgartner (4/2).

HC Kriens-Luzern: Hodel/Schelbert (31.-51.)/Portmann (2 Penalties).  Nyffenegger (6), Hofstetter, Steiger, Yalciner (9/3), Zimmermann (1), Willisch, Podvrsic (2), Stankovic 6/1), Mitrovic, Bislimi (2).

Bemerkungen: Kriens ohne Schlegel und  Schmid, Bern ohne Echaud und Kaufmann (verletzt). 35. Yalciner verschiesst Penalty (17:19); 45. 
Schelbert hält Penalty Schwander (22:22).