Bundesanwaltschaft will Teil des Blatter-Verfahrens einstellen

Die Bundesanwaltschaft der Schweiz will einen Teil des 2015 eröffneten Verfahrens gegen den ehemaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter einstellen.

Drucken
Teilen

(dpa) Dabei geht es um den Vorwurf, Blatter habe 2005 einen für den Fussball-Weltverband unvorteilhaften Vertrag mit der Karibischen Fussball-Union (CFU) abgeschlossen. Der damalige CFU-Präsident Jack Warner, der auch Vize-Präsident der FIFA war und mittlerweile lebenslang gesperrt ist, soll demnach TV-Rechte an Weltmeisterschaften für Dumping-Preise erhalten und für Millionensummen weiterverkauft haben.

«Wir bestätigen Ihnen, dass die Bundesanwaltschaft den Parteien mitgeteilt hat, dass sie die Strafuntersuchung im Teil-Sachverhalts- und Vorwurfsbereich betreffend das Vertragsverhältnis mit der CFU als vollständig sowie abschlussreif erachte und beabsichtige, das Verfahren betreffend diesen Sachverhaltskomplex einzustellen (Art. 318 StPO)», teilte die Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Samstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Ein weiterer Strang des Verfahrens gegen den 84 Jahre alten Blatter beschäftigt sich mit einer dubiosen Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an den damaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini im Jahr 2011. Dieser Teil des Verfahrens ist von der Absichtserklärung nicht betroffen.