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BURGDORF: Das Emmental rüstet sich für Besucheransturm

Die Stadt Burgdorf, mit gut 15 000 Einwohnern grösste Ortschaft im Emmental, erwartet Ende August einen gewaltigen Besucheransturm: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest lockt vom 30. August bis 1. September rund eine Viertelmillion Fans in eines der Ursprungsgebiete des Schwingsports.
Hans Trachsel, sda
Letzte Aufbauarbeiten der Armee in der Schwingarena. (Bild: Keystone)

Letzte Aufbauarbeiten der Armee in der Schwingarena. (Bild: Keystone)

Das Organisationskomitee des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) unter der Leitung von SVP-Nationalrat Andreas Aebi hat in den letzten Monaten mit einer Schar von gegen 4000 Helferinnen und Helfern alles vorgekehrt, um dem Ansturm gewachsen zu sein.

Die Besuchertribüne als Herzstück auf dem 70 Hektar grossen Festgelände fasst gut 52 000 Menschen und ist damit die grösste Arena der Schweiz.

1998, als das ESAF letztmals im Verbandsgebiet der Berner Schwinger stattfand, standen im alten Wankdorfstadion etwa 38 000 Plätze zur Verfügung.

Der Schwingerboom der letzten Jahre hat sich auch im Budget niedergeschlagen: Es liegt bei 25 Millionen Franken oder 4 Mio. mehr als bei der letzten Austragung in Frauenfeld vor drei Jahren.

Berner wollen es wissen

Mit Kilian Wenger tritt in Burgdorf der amtierende Schwingerkönig an, um seinen Titel zu verteidigen. Auch anderen Bernern wird ein Sieg zugetraut: etwa Matthias Sempach oder Christian Stucki.

Dagegen halten will der König von 2001, der Toggenburger Arnold Forrer. Chancen auf den Titel haben auch die Nordwestschweizer Bruno Gisler und Christoph Bieri sowie die nach einer Baisse wieder erstarkenden Innerschweizer.

Bild: Keystone
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Aufbau der Tribüne. Die nachfolgenden Bilder stammen von Anfang August. (Bild: Keystone)
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29 Bilder

Die Schwingarena in Burgdorf

Hornusser und Steinstösser

Neben den Schwingern treten am «Eidgenössischen» auch die Hornusser und Steinstösser in Aktion.

Bei den Steinstössern gibt es drei Kategorien: 20 Kilo, 40 Kilo und den Unspunnenstein, ein ungefüger Brocken von 83,5 Kilo. Ein streng bewachter Ersatzstein muss herhalten, weil der ursprüngliche Stein von jurassischen Separatisten als Symbol des verhassten alten Bern gestohlen wurde. Die Wettkämpfer kümmert dies wenig; sie kommen auch mit dem Ersatzstein zurecht.

Auch für die Hornusser ist das «Eidgenössische» ein grosses Ereignis. Diese Gelegenheit biete sich den Aktiven nur etwa alle 30 Jahre, wie Jürg Lysser, Redaktor eines Hornusser-Fachblatts, auf Anfrage sagte.

Tradition und Kommerz

Eröffnet wird das «Eidgenössische» am Freitagnachmittag mit einem farbenprächtigen Umzug durch Burgdorf. 1200 Personen und 500 Tiere sind beteiligt. Gezeigt werden ein Alpaufzug, Brauchtum, Gewerbe sowie die Tourismusregion Emmental.

So richtig in Gang kommt das ESAF am Samstagmorgen mit dem Beginn der Schwingwettkämpfe. Am Samstagabend ist Halbzeit, ehe es dann am Sonntag von Gang zu Gang dem Höhepunkt entgegengeht. Der Schlussgang der beiden Punktehöchsten ist für 16.30 Uhr vorgesehen.

Bei aller Urchigkeit: Es geht in Burgdorf auch materiell um viel. Der Gabentempel mit einem Gesamtwert von gegen 800 000 Franken ist dabei für die besten Schwinger nicht die Haupteinnahmequelle.

Das Magazin des Fachblatts «Schlussgang» stellte kürzlich unter dem Titel «Wer wird Millionär?» explizit die Millionenfrage und zitierte einen Spitzenschwinger, der glaubt, dass für den König von Burgdorf «bei guter Vermarktung offenbar eine Million drinliegt».

Der Wert der Schwingercracks als Werbebotschafter hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt. Der dreifache König Jörg Abderhalden war eine Art Trendsetter und entzweite sich darob mit seinem Onkel Ernst Schläpfer, der als Obmann des Schwingerverbands 2011 zurücktrat und seither mit scharfen Worten die um sich greifende Kommerzialisierung geisselt.

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