Fabio Celestini bestimmt Christian Schwegler zum neuen FCL-Captain

Wenn die Luzerner heute Freitag ins Trainingslager nach Südspanien fliegen, ist ein neuer Captain an Board: Routinier Christian Schwegler.

Daniel Wyrsch
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Christian Schwegler (hinten) im Zweikampf mit Flora-Tallinn-Stürmer Wlasiy Sinjawskiy.

Christian Schwegler (hinten) im Zweikampf mit Flora-Tallinn-Stürmer Wlasiy Sinjawskiy.

Martin Meienberger
Freshfocus 

Christian Schwegler hat am Mittwoch im Testspiel in Kriens gegen Flora Tallinn (1:2) sein Comeback gegeben. Fast vier Monate war der gebürtige Ettiswiler wegen eines Innenbandanrisses verletzt, jetzt spielt er wieder engagiert mit. Doch der 35-Jährige fällt nicht nur auf, weil er zurück auf der angestammten Position als rechter Verteidiger ist, sondern da ist noch etwas an seinem linken Arm: Die blaue Captainbinde auf dem weissen Luzern-Trikot sticht dem Betrachter ins Auge.

Weil Pascal Schürpf immer noch von seiner Rippenverletzung aus dem letzten Ligaspiel Mitte Dezember gegen den FC Basel (2:1-Heimsieg dank einem Schürpf-Doppelpack) zurückgehalten wird, fehlte gegen die Esten aus der Hauptstadt Tallinn der Captain aus der Vorrunde.

Fanliebling Schürpf bleibt unter Celestini bedeutend

Eine Nachfrage beim FC Luzern brachte dann aber die überraschende Neuigkeit an den Tag, dass Fabio Celestini den Spielführer getauscht hat. Der Nachfolger des einen Tag nach dem Sieg über den FCB freigestellten Thomas Häberli setzt auf Christian Schwegler statt auf den 30-jährigen Pascal Schürpf. Fabio Celestini erklärt: 

«Für mich ist Christian Schwegler mit seiner Erfahrung und Leidenschaft der logische Captain dieser Mannschaft – und er war bereit, dieses Amt zu übernehmen.»
Christian Schwegler trägt am Mittwoch, 8. Januar 2020, die blaue FCL-Captainbinde im Testspiel gegen Flora Tallinn in Kriens.

Christian Schwegler trägt am Mittwoch, 8. Januar 2020, die blaue FCL-Captainbinde im Testspiel gegen Flora Tallinn in Kriens. 

Martin Meienberger
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Der neue Coach Celestini möchte allerdings nicht den Eindruck erwecken, mit dieser Neuausrichtung den bisherigen Amtsträger degradiert zu haben. Celestini stellt fest: «Nach sehr guten Gesprächen mit Pascal Schürpf, der für mich ein enorm wichtiger Spieler unserer Mannschaft ist, und dem gesamten Mannschaftsrat wurde dieser Entscheid so von mir getroffen.»

Spielerrat mit Schwegler, Lucas, Müller, Schürpf und Zibung

Gestützt werden diese Worte dadurch, dass Schürpf im Spielerrat bleibt. Dort sind neben ihm und David Zibung auch Schwegler und die neuen Ersatz-Captains Lucas Alves und Marius Müller.

FCL-Sportchef Remo Meyer, der heute vor einer Woche Celestini vorgestellt hat, sagt über die Rochade des Captains: «Es ist normal, dass ein neuer Trainer auch bei der Wahl des Captains oder des Mannschaftsrates Veränderungen vornehmen möchte, so tat das auch Fabio.»

Schon Anfang Saison hatte es beim FCL einen Captainwechsel gegeben. Damals hatte Christian Schneuwly die Armbinde freiwillig abgegeben, wie erst später bekannt wurde. Der 31-Jährige war verärgert, weil er weniger spielen sollte und sein Vertrag nicht vorzeitig verlängert wurde. Schneuwly wechselte schliesslich zu Lausanne.

Luzern kehrt ins Hotel am Strand von Banus zurück

Heute Freitag fliegt der FCL von Zürich nach Malaga. In Marbella findet das Trainingscamp zum achten Mal statt. Das Team kehrt zurück ins Gran Hotel Guadalpin Banus, wo Luzern bereits früher logiert hatte. Erstmals trainiert der FCL in La Dama de Noche. Die erste Einheit ist heute um 15.30 Uhr angesetzt. Morgen Samstag (15.00) findet das erste Testspiel gegen die Puskàs Akadémia (Liga 1 Ungarn) statt. Das Trainingslager dauert bis zum 18. Januar.