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Omer Dzonlagic: «Die Aarauer sind angeschlagen»

Der SC Kriens spielt am Samstag (18.30) in der Challenge League daheim gegen den FC Aarau.
Turi Bucher
Der Krienser Omer Dzonlagic (am Ball) im Laufduell mit Cabral (GC). Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 20. 9. 2019)

Der Krienser Omer Dzonlagic (am Ball) im Laufduell mit Cabral (GC). Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 20. 9. 2019)

Sieg in Schaffhausen (2:0), Niederlage in Nyon gegen Stade Lausanne-Ouchy (1:2) – das war die vergangene Challenge-League-Woche des SC Kriens. Ist der SCK nun ein Team im Mittelfeld der Tabelle oder geht es für die Krienser auch in dieser zweiten Saison in der zweithöchsten Liga der Schweiz wieder darum, den Abstieg zu verhindern? Omer Dzonlagic (24), offensiver Aus­senläufer auf der linken SCK-Seite, sagt: «Das gesetzte Ziel lautet: In der Liga bleiben. Einen konkreten Tabellenplatz haben wir uns nicht als Ziel gesetzt. Aber wir haben den Ehrgeiz, einen Schritt nach vorne zu tun, uns im Vergleich mit der letzten Saison zu verbessern.» Dzonlagic erwähnt die zahlreichen Unentschieden des vergangenen Jahres, «mit diesen Punkten kamen wir nicht richtig vom Fleck. Seit diesem Sommer haben wir nun schon vier Mal gewonnen.»

Trotzdem: Von Krienser Konstanz kann nicht die Rede sein. Denn den vier Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber. Die unglückliche 1:2-Niederlage im TV-Heimspiel gegen die Grasshoppers hat Dzonlagic immer noch nicht richtig verdaut. «Wir waren gegen eine Mannschaft, die aus der Super League kam, so nahe am Sieg.» Andererseits... «verlieren wir dann wieder gegen den Aufsteiger Lausanne-Ouchy. Wir konnten nicht mehr denselben Biss wie beispielsweise gegen GC abrufen. Ausserdem hatten wir Absenzen zu beklagen.»

Das verletzungsbedingte Fehlen der Mittelfeldzentrale Kukeli/Sadrijaj könnte mit ein Grund für die Niederlage in Nyon gegen SLO gewesen sein, so Dzonglagic weiter, «ebenso, dass wir mehrere Wochen Spiele auf Kunstrasen gespielt haben und seit einiger Zeit erstmals wieder auf Naturrasen».

Verwirrung um ein falsch angeschriebenes Bild

Omer Dzonlagic wurde in diesem Sommer vom SC Kriens als Spieler definitiv vom FC Thun übernommen, vertraglich bis Sommer 2021 verpflichtet. Für Verwirrung sorgte allenthalben ein Medienbild in diesem Sommer, auf dem die neuen Thun-Spieler, unter anderen der Ex-Kriens-Stürmer Saleh Chihadeh, aber laut Bildunterschrift eben auch Dzonlagic zu sehen waren. Trainierte Dzonlagic im Sommer also doch wieder mit dem Super-League-Team des FC Thun? Nein, das Bild war falsch beschriftet, es war lediglich ein Spieler, der mit Dzonlagic eine gewisse Ähnlichkeit aufweist.

Der gebürtige Meiringer, dessen Eltern anfangs der 1990er-Jahre aus Bosnien in die Schweiz kamen, hat diese Saison für den SC Kriens schon zwei Tore erzielt und drei letzte Pässe zu Torerfolgen gegeben (bei insgesamt 11 Kriens-Treffern). Bis zu den B-Junioren hatte er beim FC Schönbühl gespielt, danach bis zum Aufstieg in die 1. Liga beim FC Bern. Während eines Testspiels gegen Thun wurde er von den Berner Oberländern entdeckt. Dzon­lagic wohnt in Kriens zusammen mit SCK-Spieler Albin Sadrijaj in einer Wohngemeinschaft.

Der schussstarke, auch mit dem Ball sehr schnelle Dzonlagic wurde am letzten Samstag gegen SLO in der 2. Halbzeit ausgewechselt. Geärgert hat ihn dies nicht. «Es hat mir nur leid getan, dass ich auf dem Bitz (Berndeutsch für «Fussballplatz», Anm. d. Red.) nicht mehr helfen konnte.» Dzonlagic ist aktuell durchaus in Form. «Ich konnte der Mannschaft in den vergangenen Spielen schon einige Male helfen, ich habe mich auch defensiv verbessert.» Wie beurteilt Dzonlagic seinen ­Verein in einer Skala von 1 bis 10? «Ich gebe eine 9! Kriens ist nahezu perfekt. Natürlich bin ich am­bitioniert, möchte noch in der Super League spielen. Wäre Kriens in der Super League, wäre es mein Traumverein.»

Am Samstag (18.30, Kleinfeld) steht der Kampf gegen den FC Aarau auf dem Programm. Die Partie beginnt eine Stunde später als zur üblichen SCK-Anstosszeit. «Die Aarauer sind angeschlagen, die müssen jetzt auch liefern», sagt Dzonlagic. Und er ist fest davon überzeugt, dass Kriens sich auch diese Saison in der Challenge League halten kann: «Wir sind ein Team. Ich kann in jedem einzelnen Gesicht lesen, dass wir ­zusammen an einem Strang ziehen.»

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