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Copa América: Neymar fehlt, der Kokser ist dabei und auch Katar spielt mit

In der Nacht auf Samstag beginnt die Copa América. Gastgeber Brasilien eröffnet gegen Bolivien, der Final findet am 7. Juli statt. Ein Blick auf die zwölf Teilnehmer – inklusive zweier Exoten.
Sergio Dudli
In der brasilianischen Stadt Salvador sind zumindest die Künstler bereit für die Copa América. (Bild: AP)

In der brasilianischen Stadt Salvador sind zumindest die Künstler bereit für die Copa América. (Bild: AP)

Gruppe A

Brasilien

Der Gastgeber durchlebt schwierige Zeiten: An der WM 2014 setzte es das 1:7 gegen Deutschland ab, ein Jahr später folgte das Aus an der Copa gegen Paraguay. Zuletzt unterlag Brasilien an der WM in Russland den Belgiern in den Viertelfinals. Der Druck am Heimturnier ist hoch, dazu fehlt Superstar Neymar verletzt. Aber das Team ist in Form, zuletzt gab es neun Siege aus zehn Spielen.

Bolivien

Seine Heimspiele trägt Bolivien in La Paz auf 3700 m über Meer aus – dank einer Sondergenehmigung der Fifa. Zuhause sind die Bolivianer dank der Höhenluft fast unbezwingbar. Je näher der Meeresspiegel kommt, desto mehr geht ihnen die Luft aus. Einen Star gibt es nicht, die grosse Stärke ist die Kampfbereitschaft. Einzig in Europa bekannter Spieler: Marcelo Moreno Martins. Er gewann während seiner Zeit bei Schachtar Donezk die Europa League.

Peru

Gruppenplatz zwei hinter Brasilien ist für Peru machbar. Das Team war vergangenes Jahr zum ersten Mal seit 36 Jahren an einer WM dabei und kann auf eine erfahrene Mannschaft zurückgreifen. Eckpfeiler sind die Routiniers Jefferson Farfan und Paolo Guerrero. Letzterer kehrte erst im April nach einer Dopingsperre wegen Kokainkonsums zurück. Der Grat zwischen Genie und Wahnsinn verschwimmt bei Guerrero, aber von seiner Form hängt vieles ab.

Venezuela

Vor einigen Jahren war Josef Martinez bei Thun und den Young Boys engagiert. In der nordamerikanischen MLS avancierte der Stürmer zum Star. Mit 31 Toren aus 34 Partien wurde er Torschützenkönig. Im Nationalteam bildet er mit Salomon Rondon (elf Tore für Newcastle in der Premier League) ein gefährliches Sturmduo. Treffen sie, kann Venezuela zum Überraschungsteam werden.

Gruppe B

Argentinien

Ein Platz im Final ist Argentinien praktisch garantiert – zumindest gemäss Statistik. Bei den vergangenen fünf Austragungen stand der zweifache Weltmeister viermal im Endspiel – und verlor stets. Eng verknüpft mit dieser Negativserie ist Lionel Messi, der weiterhin auf einen Titel mit Argentinien wartet und im Nationalteam nicht auf Touren kommt. Diese Copa ist vielleicht seine letzte Chance.

Kolumbien

Die Kolumbianer mauserten sich in den vergangenen Jahren zu einer der besten Equipen aus Südamerika. In jeder Linie verfügen sie über Spieler von internationaler Klasse wie Yerri Lima von Barcelona, Duvan Zapata von Bergamo (23 Tore in der Serie A) oder James Rodriguez und Radamel Falcao. Grösstes Fragezeichen ist, ob Trainer Carlos Queiroz seit seinem Amtsantritt im Februar genug Zeit hatte, seinen Spielideen zu vermitteln.

Paraguay

An der Copa 2015 schaltete Paraguay die Brasilianer aus. Im Jahr darauf schied das Team an der Copa América Centenario, einer Sonderausgabe des Turniers mit Teilnehmern aus Nordamerika und der Karibik, mit einem Zähler in der Gruppenphase aus. Trainer ist seit Februar Eduardo Berizzo. Sein Vorgänger Juan Carlos Osorio trat nach nur einem Spiel zurück. Vor Osorio hatte Paraguay fast ein Jahr lang keinen Trainer. Kontinuität sieht anders aus.

Katar

Wie bei jeder Copa seit 1993 sind zwei Gastmannschaften dabei. Eine davon ist Asienmeister Katar. Während sich das Land im Handball durch grosszügig verteilte Staatsbürgerschaften zur Weltmacht aufschwang, blieb ihm dieser Weg im Fussball aufgrund des Einschreitens der Fifa versagt. Nun fliessen die Unsummen in den Nachwuchs. Trotz ersten Erfolgen bleibt Katar Aussenseiter.

Gruppe C

Uruguay

Uruguay ist mit 15 Copa-Titeln Rekordhalter vor Argentinien. Im Gegensatz zu den meisten südamerikanischen Mannschaften überzeugt das Team vor allem auf der taktischen und physischen Ebene. Angeführt von Captain und Abwehrchef Diego Godin sind die Uruguayer extrem robust. Und mit Luis Suarez und Edison Cavani verfügt Uruguay über eines der besten Sturmduos der Welt.

Ecuador

Die Ecuadorianer sind Aussenseiter in der Gruppe C. Seit dem Vorstoss in die Achtelfinals an der WM 2006 gelang ihnen kein grosser Sprung mehr. Die langjährigen Leistungsträger wie der 33-jährige Antonio Valencia von Manchester United oder der gleichaltrige Christian Noboa von Zenit St. Petersburg sind in die Jahre gekommen. Das U20-National-team gewann die Copa auf Nachwuchsebene. Doch der Generationenwechsel wird andauern.

Japan

Japan ist die zweite Gastnation. An der WM in Russland standen die Japaner kurz vor einer Sensation, führten im Achtelfinal gegen Belgien mit 2:0, ehe sie die Partie noch aus der Hand gaben. Seit der Endrunde befindet sich Japan im Umbruch, als grösstes Talent gilt Takefusa Kubo. Der 18-Jährige durchlief den Nachwuchs des FC Barcelona, ehe er nach Japan zurückkehren musste, weil die Spanier gegen Transferregeln für Minderjährige verstossen hatten.

Chile

Vor nicht allzu langer Zeit war Chile das Mass aller Dinge in Südamerika: Gewinner der Copa 2015, Sieger der Copa América Centenario 2016. Dann aber verpasste das Team die Qualifikation für die WM in Russland. Die Generation um Arturo Vidal und Alexis Sanchez ist in die Jahre gekommen, das wollen die Platzhirsche aber nicht einsehen. Gibt es ein letztes Aufbäumen der Altstars?

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