Corona stoppt die Meisterschaften im Breitensport

Die meisten Teamsportarten haben ihre Meisterschaften im Breitensport wegen der Pandemie abgebrochen. Im Volleyball müssen die Gerichte über den Fortgang der NLB-Saison entscheiden.

Stephan Santschi
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Die 1.-Liga-Saison der Handballer, im Bild der Altdorfer Mario Jelinic beim Schuss, wird abgebrochen.

Die 1.-Liga-Saison der Handballer, im Bild der Altdorfer Mario Jelinic beim Schuss, wird abgebrochen.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 19. September 2020)

Während im Fussball verschiedene Optionen für eine Fortsetzung der Meisterschaft im Regionalbereich diskutiert werden, haben andere Ballsportarten wie Handball, Volleyball oder Basketball ihre Meisterschaften abgebrochen. Im Handball ergab eine Umfrage des nationalen Verbands, dass mehr als zwei Drittel der Vereine aus dem Aktivbereich (1. Liga und tiefer) die Meisterschaft nicht aufnehmen wollen. Die zweithöchsten Ligen (NLB, SPL 2) sollen nach Ostern allerdings wieder loslegen, sofern es die behördlichen Vorgaben erlauben. Das Gleiche gilt für den NLB-Betrieb im Unihockey und Basketball.

Im Volleyball ist derweil auch die NLB-Saison aufgrund von Planungsunsicherheit annulliert worden. Dagegen wehrt sich nun Volero Züri Unterland mit rechtlichen Schritten. Der aufstiegswillige Klub in der NLB der Frauen hat beim Regionalgericht Bern-Mittelland ein Gesuch um «Anordnung vorsorglicher Massnahmen» eingereicht. Swiss Volley soll verpflichtet werden, die NLB-Saison mit sofortiger Wirkung fortzusetzen. Das Urteil ist noch ausstehend.

Unihockey lanciert Mini-Turniere für Nachwuchs

Zur Kompensation sind verschiedene Bemühungen um alternative Spielformen im Gange. So werden Zentralschweizer Volleyballklubs animiert, Turniere und Spiele im Nachwuchs- und Aktivbereich zu organisieren, sofern erlaubt. Im Unihockey fanden am vergangenen Wochenende bereits die ersten Mini-Turniere der Juniorenliga Zentralschweiz statt.