Cup-Aus für den HC Kriens-Luzern

Der HC Kriens-Luzern verliert sein Cup-Viertelsfinalspiel gegen Meister Kadetten Schaffhausen letztlich klar mit 25:31 (10:15). Die Zentralschweizer zogen einen schlechten Tag ein.

Benedikt Anderes / Hc Kriens-Luzern
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Enttäuschte Krienser-Spieler nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Enttäuschte Krienser-Spieler nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Das Cup-Abenteuer 2012/13 ist für den HC Kriens-Luzern zu Ende. Gegen Meister Kadetten Schaffhausen  war der HCK auf verlorenem posten und verlor das Spiel mit 25:31 (10:15). Dabei hinterliessen die Einheimischen einen ehr zwiespältigen Eindruck. Denn auch wenn der Gegner alles andere uns unwiderstehlich war - wirklich schien beim Gastgeber niemand an den Sieg gegen einen vom Potential her übermächtigen Gegner zu glauben.

Der Krienser Daniel Fellmann beim Abschluss. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
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Der Krienser Benjamin Steiger (links) beim Abschluss gegen Schaffhausens Christian Dissinger. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser Fabio Baviera (mitte) bleibt an den Schaffhausern Aleksandar Stojanovic (links) und Nik Tominec hängen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser Tobias Baumgartner (mitte) gegen die Schaffhauser Julius Emrich (links) und Nik Tominec. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Boris Stankovic (vorne) im Duell gegen Prieto Carlos. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Benjamin Steiger (hinten) gegen Rares Jurca. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser Boris Stankovic bleibt an der Schaffhauser Abwehr hängen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Kriens-Trainer Thorben Winter nimmt ein Timeout. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Kein Durchkommen von Boris Stankovic (mitte) gegen Prieto Carlos (links) und Ivan Ursic. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser Fabio Baviera beim Abschluss. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser Tobias Baumgartner (mitte) gegen die Schaffhauser Andrija Pendic (links) und Elio Bucher. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Die Enttäuschung ist Yves Petrig, Daniel Fellmann und Sven Hess (von links) nach dem Schlusspiff anzusehen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Enttäuschte Krienser Spieler nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Die Krienser Spieler Benjamin Steiger und Yves Petri nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Der Krienser Daniel Fellmann beim Abschluss. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Das Problem an diesem Abend lag aus Sicht des HCK fast überall: Chancenauswertung, Kreativität und Überraschungsmomente fehlten ebenso wie in der Deckung die konsequente Überzeugung, auch gegen hochkarätige Ausland-Profis vernünftig dagegen zu halten. So entwickelte sich ein Spiel, das anfänglich noch von der Spannung lebte. Gleichzeitig aber zeigte gerade diese Anfangsphase, dass die Schaffhauser an diesem Abend zu viel und der HCK zu wenig Potenzial hatte, um ernsthaft an eine Überraschung zu glauben. Auf 5:4 und 6:5 war der HCK weggezogen. Da legte Schaffhausen den Hebel wieder um und drehte das Spiel auf 10:7. In der Folge verwaltete der Gast diese Distanz clever, wechselte durch und liess alle Spieler zu Einsatzzeiten kommen.

Beim HCK aber wollte der Einstieg ins Spiel nie so richtig gelingen. Defensiv musste das Team zu viele leichte Tore einstecken und kam so immer wieder um die Chance, dem Gegner den Ball nehmen zu können. In der Offensive bissen sich die Zentralschweizer an einer guten Schaffhauser Deckung und einem starken Torhüter Vaskevicius die Zähne aus. Baumgartner und Steiger blieben zwar Aktivposten. Doch die taktischen Möglichkeiten, aber auch die Breite im Kader fehlte nach den Ausfällen von Raemy und Båverud. Das war eigentlich während der gesamten Spieldauer bitter zu spüren. 

So blieb dieser Abend in der Krauerhalle ohne viele prickelnde Momente. Zu viel lief nach Schema «F». Vom berühmten Cup-Spirit, mit dem sich Berge versetzen lassen, war eigentlich nie etwas zu spüren. Das Fing bei den Spielern an und hörte bei den Fans auf den Rängen auf.

Bleibt die Hoffnung, dass mit dem Cup-Aus nun die Mission Meister-Playoff definitiv eingeläutet ist. Denn die beginnt am kommenden Samstag. Und da geht es darum, die laufende Saison  an ein gutes Ende zu bringen. Wenn es dem Team gelingt, den «Fighting spirit» auch wieder etwas spürbar werden zu lassen in der Krauerhalle, dann werden auch die Fans auf den Rängen wieder erwachen. Denn auch am Samstag gastiert ein Team in der Krauerhalle, das dem HCK vom Potential her überlegen wäre. Da gilt es, mit noch mehr Leidenschaft dagegenzuhalten.

HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 25:31 (10:15)

Krauerhalle, Zuschauer. SR Jergen/Zaugg.

Spielverlauf: 0:2, 1:3, 2:4, 5:4, 6:5, 6:9, 7:10, 8:11, 9:13, 10:15; 10:16, 12:17, 15:18, 16:19, 17:20, 18:21, 19:22, 21:23, 21:25, 22:27, 24:28, 24:30, 24:31.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (30.-49.); Fellmann, Mühlebach (3), Willisch (2), Petrig (1), Steiger (7/2), Jeremias, Baviera (2), Hess (3), Stankovic (2), Baumgartner (5).

Kadetten Schaffhausen: Vaskevicius/Quadrelli (43.); Cvjetic, Kukucka (2), Emrich (2), Muggli, Pendic (9), Mamic (2), Starzcan, Stojanovic (1), Prieto (1),  Jurca (7), Bucher, Ursic (1), Tominec (4), Dissinger (2).

Strafen: HCK 4x2 Minuten, Schaffhausen 8x2 Minuten inkl. rote Karte Dissinger (49., 3x2 Minuten).

Bemerkungen: HCK ohne Reamy und Båverud (verletzt), Schaffhausen ohne Goepfert und Schelbert. Penalties: Schelbert (HCK) hält 2 Penalties von Pendic (17., 6:6) und 28. (9:14). J.P. Chenet Best Player Award: Pendic (Kadetten) und Baumgartner (HCK).