DALE MCTAVISH: «Ich bin bereit für Spiel sieben!»

Dale McTavish ist der EVZ-Topskorer der regulären Saison. In den Playoffs traf er indes erst dreimal. Der Kanadier erklärt dies mit der defensiveren Spielweise.

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Will heute wieder jubeln: EVZ-Topskorer Dale McTavish. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Will heute wieder jubeln: EVZ-Topskorer Dale McTavish. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Dale McTavish, wie schwer lag die dritte Niederlage in Folge gegen Davos auf dem Magen?

Dale McTavish: Davon habe ich mich erholt. Ich bin bereit für Spiel sieben.

Spurlos geht diese Niederlage doch nicht vorbei. Schliesslich erhielt Davos dadurch seinen ersten Matchpuck.

McTavish: So schlimm ist das nicht. Allen von uns ist klar, wie eng die Serie ist.

Ihre Schweizer Playoff-Erinnerungen sind keine guten: Bislang schieden Sie jeweils in der ersten Runde aus. Setzen Sie sich dadurch unter grösseren Druck?

McTavish: Nein. Wir hatten unsere Chancen, den vierten Sieg zu erringen. Wir müssen einfach diese vierte Chance nützen. In den ersten drei Spielen lag das Glück auf unserer Seite, in den letzten drei auf Davoser Seite. Die Serie ist extrem eng - ein kleines Detail kann letztlich entscheidend sein.

Sie schieden letzte Saison mit dem ZSC bereits einmal gegen Davos aus. Ein schlechtes Omen?

McTavish: Nein, absolut nicht. Es ist egal, gegen welches Team wir spielen. Jedes hat sich seither verändert, somit sind die Voraussetzungen nie gleich.

Der EVZ hat am Dienstag beim 1:2 nur ein Tor erzielt, Ihre Playoff-Bilanz mit drei Treffern ist ebenfalls bescheiden. Woran liegt es?

McTavish: Wir müssen mehr Druck auf den Torhüter ausüben und vor allem die Abpraller verwerten. Allerdings ist zu sagen, dass beide Teams defensiv sehr gut agieren und beide Torhüter hervorragend halten.

Und weil beide Teams wenige Risiken eingehen?

McTavish: Das ist so. Die Davoser ziehen sich sofort mit drei Leuten zurück, wie wir übrigens auch. Das macht die Sache für die Stürmer enorm schwierig, stehen doch die zwei Angreifer immer einer Überzahl von Verteidigern gegenüber.

Macht es Sie nicht ein wenig nervös, im siebten Spiel vor dem so erwartungsvollen Publikum anzutreten?

McTavish: Nicht wirklich. Es kann zwar alles passieren und ich werde im Vorfeld der Partie bestimmt ein wenig die Anspannung spüren. Ich glaube aber, das Heimrecht, und somit unser Publikum, könnte unser entscheidender Vorteil sein.

Sie waren letzte Saison lange verletzt. In Zug blieben Sie dagegen von Blessuren verschont. Haben Sie dafür eine Erklärung?

McTavish: Ich arbeite sehr gut mit Stan Mostard, unserem Physiotherapeuten, zusammen. Die häufigen Rückenübungen bewährten sich. Zudem trainierte ich im Sommer gut. Es braucht aber auch etwas Glück - passieren kann ja immer etwas, das gehört zu unserem Beruf. In den Playoffs ist wohl aber kein einziger Spieler mehr zu hundert Prozent fit. Jeder hat die eine oder andere Blessur.

Der SC Bern ist sogar im Stolz verletzt. Verfolgten Sie das Out des Meisterschaftsfavoriten in Fribourg?

McTavish: Das ist eine gewaltige Überraschung. Sébastien Caron, der Torhüter von Gottéron, hat überragend gespielt.

Ist das Ausscheiden Berns eine Chance für Zug, den Titel zu holen?

McTavish: Bis dahin ist noch ein weiter Weg. Zuerst konzentrieren wir uns nun auf das siebte Spiel, dann schauen wir weiter.

Interview: Charly Keiser