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Daniel Yule: «Ich schwebe immer noch auf meiner Wolke»

Am Samstag feierte Daniel Yule in Madonna di Campiglio den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Es war einerseits ein Schweizer Triumph mit Ansage, andererseits kam er angesichts der Dominanz von Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen unerwartet - auch für Yule.
Champagnerdusche für Daniel Yule auf dem Podest. Bild: Alessandro Trovati (Madonna Di Campiglio, 22. Dezember 2018))

Champagnerdusche für Daniel Yule auf dem Podest. Bild: Alessandro Trovati (Madonna Di Campiglio, 22. Dezember 2018))

«Ich schwebe immer noch auf meiner Wolke», sagt Daniel Yule einige Stunden nach seinem Triumph im italienischen Trentino. «Als ich mich für den Skisport entschied, hätte ich nie gedacht, dass ich mich eines Tages Weltcupsieger nennen kann.»
Der Daniel Yule von damals konnte auch nicht wissen, dass er einst in der Ära von Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen auf seinem höchsten Niveau angekommen sein würde. In einer Ära, in der die Hoffnung auf Siege fast Science-Fiction ist und es darum geht, dann zur Stelle zu sein, wenn die beiden einmal nicht zuvorderst sind - so wie André Myhrer an den Olympischen Spielen in Pyeongchang oder Felix Neureuther 2017 in Levi.

Als Vierter nach dem ersten Durchgang mit 0,66 Sekunden hinter dem Führenden Hirscher war Yule auf einen guten zweiten Lauf, aber auch auf Fehltritte der vor ihm liegenden Fahrer angewiesen. «Als Marco Schwarz hinter mich zurückfiel, freute ich mich über den Podestplatz. Weil oben noch die Ausserirdischen standen, ging ich vom 3. Platz aus. Damit, dass die beiden ausfallen würden, rechnete ich nicht.»

Die Geschichte vom ersten Schweizer Slalom-Triumph seit 2007 ist noch schöner vor dem Hintergrund des Vorjahres, als Yule und die Schweizer in Madonna di Campiglio im Hundertstel-Pech waren. Hirscher gewann damals vier Hundertstel vor Luca Aerni, Yule wurde Vierter mit sieben Hundertsteln Rückstand. «Dieser 4. Platz nervte», sagt Yule rückblickend - obwohl Thierry Meynet, einer der Trainer im Team von Swiss-Ski, das Resultat mit einem Sieg gleichstellte.

Yule wird sich nun ein paar Tage Zeit für sich nehmen und mit der Familie Weihnachten feiern. «Ich werde mich aber definitiv nicht auf den Lorbeeren ausruhen», verspricht er. (sda)

Champagnerdusche unter den besten Drei des Abends. (Bild: EPA/Andrea Solero (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))Champagnerdusche unter den besten Drei des Abends. (Bild: EPA/Andrea Solero (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
So sehen Sieger aus: Daniel Yule mit nach seinem ersten Weltcupsieg. (Bild EPA/Andrea Solero (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018)) So sehen Sieger aus: Daniel Yule mit nach seinem ersten Weltcupsieg. (Bild EPA/Andrea Solero (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
Rot-Weisses Podest: Von links nach rechts der zweitplatzierte Österreicher Marco Schwarz, der Gewinner Daniel Yule aus der Schweiz und der Dirttplatzierte Michael Matt aus Österreich. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018)) Rot-Weisses Podest: Von links nach rechts der zweitplatzierte Österreicher Marco Schwarz, der Gewinner Daniel Yule aus der Schweiz und der Dirttplatzierte Michael Matt aus Österreich. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
Gebannte Blicke: Die vielen Zuschauer verfolgen Marcel Hirschers (AUT) Abfahrt. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))Gebannte Blicke: Die vielen Zuschauer verfolgen Marcel Hirschers (AUT) Abfahrt. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
Loïc Meillard aus Neuenburg schaffte es diesmal nicht aufs Podest. Er belegt Platz 19. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018)) Loïc Meillard aus Neuenburg schaffte es diesmal nicht aufs Podest. Er belegt Platz 19. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
Luca Aerni am steilen Hang von Madonna di Campiglio. Er belegt den 42. Platz des ersten Laufs. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018)) Luca Aerni am steilen Hang von Madonna di Campiglio. Er belegt den 42. Platz des ersten Laufs. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
Der Walliser Ramon Zenhäusern fuhr im ersten Lauf auf Platz 43. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))Der Walliser Ramon Zenhäusern fuhr im ersten Lauf auf Platz 43. (Bild: AP Photo/Alessandro Trovati (Madonna di Campiglio, 22. Dezember 2018))
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Erster Weltcupsieg für Daniel Yule

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