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DARTS: Stefan Bellmont: Ein Traum ist in Erfüllung gegangen – ein anderer offen

Der Chamer Stefan Bellmont (28) hat am Team-World Cup in Japan die Bronzemedaille ­erreicht und auch an einem Einzelturnier überzeugt. Diese Erfolge spornen ihn zu weiteren Grosstaten an.
Martin Mühlebach
Stefan Bellmont arbeitet in einem Dartlokal. (Bild: Maria Schmid (Inwil, 22. November 2017))

Stefan Bellmont arbeitet in einem Dartlokal. (Bild: Maria Schmid (Inwil, 22. November 2017))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Übermorgen Donnerstag beginnen die Darts-Weltmeisterschaften in London des Verbands PDC, die bis zum Neujahrstag Millionen vor dem Fernseher begeistern. Dazu zählt auch der Chamer Stefan Bellmont. Er hat einen näheren Zugang zum Kneipensport als viele andere Fans: Im vergangenen Oktober gewann er mit dem Schweizer Nationalteam im japanischen KobeWorld Cup-Bronze des Verbands World Darts Federation (WDF).

Die Mannschaft mit Bellmont, Thomas Junghans, Tobias Anliker, Patrick Rey hat Historisches geleistet: Es war das erste Mal in der Geschichte, dass die Schweiz an einem World Cup auf dem Podest stand. Der 28-jährige Teamneuling Bellmont erzählt mit leuchtenden Augen: «Allein schon mit dem erstmaligen Aufgebot ging für mich ein Traum in Erfüllung. Dass ich zum Gewinn der Bronzemedaille meinen Beitrag leisten durfte, freut mich natürlich ganz besonders.»

Bellmont gesteht: «Kurz vor dem Wettkampf war ich ziemlich nervös. Beim Einspielen lief es gar nicht rund.» Von Teamleader Junghans habe er wertvolle Tipps erhalten, deren Wirkung sich bereits beim ersten Einsatz positiv ausgewirkt hätte. Er habe die Nervosität abgelegt und auf Anhieb das Maximum von 180 Punkten geworfen. Junghans lobte später zu Recht: «Stefan war von Beginn an die Ruhe selbst.»

Unterstützung von den Eltern

An der eingangs erwähnten PDC-WM spielen Profis, die gutes Geld verdienen. Das ist auch das Stichwort für Stefan Bellmont. Er sagt: «Als Amateur kann ich mit Dartspielen kein Geld verdienen», zeigt er auf. Um über die Runden zu kommen, arbeitet er zu 40 Prozent als Koch in der «InBar», einem typischen Dartlokal im luzernischen Inwil. «Mein grösster Traum ist es, dereinst meine Brötchen als Dartspieler verdienen zu können.»

Bellmont ist darauf angewiesen, bei seinen Eltern in Cham wohnen zu können. Sie greifen ihm hilfreich unter die Arme und unterstützen ihn tatkräftig. «Wünschenswert ist natürlich», so Bellmont, «einen Sponsor zu finden, der für die Reisen ins Ausland und den damit verbundenen Spesen aufkommt.»

Er will sich nicht mit seinen bisherigen Erfolgen begnügen. Der Spieler des Teams Phantoms, das in der vergangenen Saison Schweizer Meister wurde und in der laufenden bereits wieder als Leader der A-Liga thront, betont: «Um noch besser zu werden, strebe ich die vermehrte Teilnahme an Spielen im Ausland an, um gegen starke internationale Gegner antreten zu können. Ich bin überzeugt, dass ich damit meine Leistungsfähigkeit entscheidend zu steigern vermag.» Darüber hinaus hat er zum Ziel, in der Schweizer Nationalmannschaft zu bleiben und mit ihr im kommenden Jahr an den WDF-Europameisterschaften in Budapest teilzunehmen.

Eine fachkundige Freundin

Stefan Bellmont schildert, was den Erfolg im Darts ausmacht: «Man braucht Ruhe, Geduld, Coolness und ein geschärftes Auge. Das im gemeinsamen Training mit Kollegen unter Beweis stellen zu können, fasziniert mich.» Da er nebst seiner beruflichen Tätigkeit und den täglich zwei- bis dreistündigen Darttrainings auch noch an der Seite von Tobias Arnold die F-Fussball-Junioren des SC Cham trainiere, sei seine Freizeit sehr knapp bemessen. Wenn irgendwie möglich, möchte er auch ein wenig mehr Zeit für sich finden.

Ganz so einfach dürfte dies nicht sein, zumal Stefan Bellmont seit einem Jahr mit Sarah Speck aus Oberrohrdorf AG liiert ist. Sie haben sich – wie könnte es anders sein – beim Dartspielen kennen und lieben gelernt. Speck ist die Tochter der Betreuerin des Schweizer Frauen-Nationalteams: «Sarah tut mir gut. Sie ist stets gut gelaunt und gibt mir den nötigen Rückhalt», sagt Bellmont.

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