Das einst hochgelobte FCL-Talent Filip Ugrinic ist zurück im Training – bekommt er unter Celestini eine neue Chance?

Filip Ugrinic trainiert seit Anfang Juli wieder beim FC Luzern. Für diese Saison ist der einst hochgelobte Mittelfeldspieler in der Schweiz nicht qualifiziert. Beim FC Emmen in den Niederlanden erlebte er eine eher schwierige Leihsaison.

Daniel Wyrsch
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Bekommt ein Luzern-Rückkehrer unter Fabio Celestini eine neue Chance? Filip Ugrinic (21) ist seit dem 1. Juli im Training auf der Allmend. Sein Leihvertrag beim FC Emmen in den Niederlanden endete tags zuvor am 30. Juni. In der im März abgebrochenen Ehrendivision-Saison kam er zu nur 13 Einsätzen.

Für diese Saison ist Filip Ugrinic beim FCL nicht mehr qualifiziert, sein Vertrag mit Luzern läuft noch ein Jahr bis zum 30. Juni 2021. Fabio Celestini trainiert den Mittelfeldspieler seit einer Woche. Der Trainer winkt ab, wenn er gefragt wird, ob er den Luzerner mit 52 Super-League-Spielen (1 Tor, 4 Assists) im Kader der neuen Saison haben will. «Derzeit kann ich dazu nichts sagen. Mein Fokus ist auf die restlichen Partien dieser Spielzeit gerichtet.» Fabio Celestini und Sportchef Remo Meyer müssen die Kaderplanung für 2020/21 irgendwann abschliessen.

Luzerns Mittelfeldspieler Filip Ugrinic ist zurück in der Swisspor-Arena – bekommt er eine Chance beim FCL?

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Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 27.August 2017)

Mitte Oktober 2016 hatte Filip Ugrinic seinen vielbeachteten Super-League-Einstand beim FC Luzern in Basel (0:3-Niederlage) gegeben – als 17-Jähriger. Der damalige FCL-Trainer Markus Babbel hatte ihn zuvor in der Luzerner U21 beobachtet. Der deutsche Europameister von 1996 sagte über die Leistungen des Talents im Nachwuchs: «Er ist ein absoluter Leistungsträger, der sehr präsent ist.» Und zum Debüt in der Super League: «Das ist seit langem ein junger Spieler, der körperlich extrem weit ist und der das Spiel kapiert hat. Er gefällt mir sehr.»

Die Entwicklung von Ugrinic kam in der Folge ins Stocken. Nur selten spielte er unter Babbel-Nachfolger Gerardo Seoane, deutlich mehr unter René Weiler. Nach einer Verletzung konnte er unter Celestinis Vorgänger Thomas Häberli allerdings nicht mehr Fuss fassen. Der begabte Jungprofi wurde zum FC Emmen in die niederländische Ehrendivision ausgeliehen. Jetzt ist er zurück beim FCL.

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Daniel Wyrsch