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Keinen Regentropfen seit 33 Jahren: das Hoch über den Eidgenössischen

Es ist so legendär wie unerklärlich: das Wetterglück der Eidgenössischen Schwingfeste. Seit dem letzten Regentropfen an einem Eidgenössischen sind 33 Jahre vergangen. Und der Wetterbericht für das Wochenende in Zug verheisst nur Gutes.
Auch am Esaf-Wochenende in Zug dürften die Schwinger - im Bild Matthias Glarner am Oberlaendischen Schwingfest - Abkühlung nötig haben. (Bild: Marcel Bieri/Keystone (Interlaken, 14. Juli 2019))

Auch am Esaf-Wochenende in Zug dürften die Schwinger - im Bild Matthias Glarner am Oberlaendischen Schwingfest - Abkühlung nötig haben. (Bild: Marcel Bieri/Keystone (Interlaken, 14. Juli 2019))

(sda) Das Eidgenössische findet alle drei Jahre fast immer am letzten August-Wochenende statt. Man könnte schliessen, dass dieses Wochenende generell das hiesige meteorologische Vorzeigewochenende ist. Doch das wäre ein Trugschluss, wie ein weiterer Blick in die Chronik der grossen Schwingfeste zeigt. Der Kilchberger Schwinget und das Unspunnenfest, die traditionellen Revanchen, finden jeweils ein Jahr nach einem Eidgenössischen in aller Regel ebenfalls Ende August statt. Die Kilchberger Schwinget 1996 und 2002 waren verregnet, ebenso das Unspunnenfest 2011, bei dem es zudem sehr kalt wurde. 2005 musste das Unspunnenfest gar um ein Jahr verschoben werden, nachdem schwere Unwetter über das Bödeli zwischen dem Brienzer- und dem Thunersee gezogen waren.

Fast zu schön, um angenehm zu sein

So scheint denn also über den Eidgenössischen Festen ein Hoch zu schweben, das sich von nichts verjagen lässt. Am frühen Samstagmorgen des Eidgenössischen 1986 entlud sich über Sitten ein fürchterliches Gewitter. Gerade als um 8 Uhr die ersten Schwinger zusammengriffen, drehte jemand den Hahn zu. Seither haben kein Schwinger und kein Zuschauer am grössten und bedeutendsten Fest einen Tropfen vom Himmel gespürt. Wasser können die Schwinger seither nur aus den Holzbrunnen neben den Plätzen und aus den Mineralwasserflaschen beziehen.

Manchmal ist es an einem Eidgenössischen fast zu schön, um angenehm zu sein. Nämlich dann, wenn es schier unerträglich heiss wird. Aussergewöhnlich hohe Temperaturen machten allen in der Arena an den letzten zwei Eidgenössischen Festen in der Romandie zu schaffen, 2001 in Nyon und 2016 in Estavayer. Die Verantwortlichen schauten in Estavayer dafür, dass sich die Athleten zwischen den Gängen abkühlen und erholen konnten. Ohne begleitende Massnahmen hätte es gefährlich werden können.

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