Das ist eine Sensation – Kriens kontert GC aus und feiert Sieg

Eigentor hin oder her: Der SC Kriens gewinnt in Zürich gegen die Grasshoppers 1:0 (0:0) und rückt auf Rang 3 vor.

Turi Bucher
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Der Krienser Marco Wiget behauptet sich gegen Aleksandar Cvetkovic.

Der Krienser Marco Wiget behauptet sich gegen Aleksandar Cvetkovic.

Bild: Claudio Thoma / freshfocus, Zürich, 14. Februar 2020

Das Krienser Märchen geht weiter: Trainerfuchs Bruno Berner hat den SCK nun sogar zum ersten Sieg gegen Super-League-
Absteiger Grasshoppers geführt. Nach den beiden Vorrundenniederlagen (0:2 und 1:2) gelang den Kriensern am Freitagabend im Letzigrund der Coup: 1:0-Sieg. Es ist ein weiteres Krienser Highlight in dieser Saison, ja, eine Sensation!

Kriens-Stürmer Asumah Abubakar lief in der 73. Minute in den GC-Strafraum und spitzelte den Ball an GC-Torhüter Mirko Salvi vorbei an den Pfosten. Der Ball sprang zurück zu GC-Verteidiger Aleksandar Cvetkovic, der das Problem nicht lösen konnte, sondern ins eigene Tor abwehrte.

Die Krienser siegten dank einem Eigentor. Na und? Dieser grosse Erfolg ist keineswegs gestohlen. Denn das Gästeteam aus der Innerschweiz hatte insgesamt die viel besseren Torchancen. Der neue GC-Trainer Goran Djuricin sprach nach dem Schlusspfiff von einem «sehr destruktiven Gegner», Kriens habe in der 1. Halbzeit «gar nichts gehabt». Wie bitte? Willkommen in der Realität, GC. Das waren die Krienser Chancen, Herr Djuricin:

  • 13. Minute: Nico Siegrist entscheidet sich in einer 4-gegen-3-Kontersituation für die falsche Lösung.
  • 17. Minute: Kriens erzielt das vermeintliche 1:0 durch einen Schuss von Enes Yesilçayir aus 16 Metern. Weil Siegrist abseits in der Schusslinie stand, wurde der Treffer annulliert.
  • 21. Minute: Nach einem Dribbling von Omer Dzonlagic kann Siegrist aufs GC-Tor schiessen. Der GC-Goalie Mirko Salvi pariert.

Und die Grasshoppers? Vor 3100 Zuschauern agierten sie in den überlegenen Phasen vor dem Kriens-Strafraum viel zu kompliziert, insgesamt schwach und weit entfernt von der Super League.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Die Grasshoppers waren nun drückend überlegen, dominierten klar. Grosse Gefahr vor dem SCK-Tor gab es aber sehr, sehr selten. Ganz anders: Siegrist verzeichnete in der
65. Minute einen Pfostenschuss für Kriens. Und in der 73. Minute folgte Abubakars 1:0-Sprint.

Kriens-Trainer Berner sagte nach dem grossen Sieg: «Phänomenal. Der Drache vom Pilatus hat zugebissen. Wir gehen mit einem grossen Lachen im Gesicht ins Wochenende. Ab Montag muss der Drache wieder bissig sein.» Und Offensivmann Omer Dzonlagic schickte hinterher: «Einfach super, ich will jetzt feiern gehen!»

Aufgepasst, die Rede ist jetzt nicht mehr vom Ligaerhalt: Der SC Kriens jagt nun definitiv den Barrageplatz.

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