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«Das ist meine grosse Chance»

Cilic Marin Cilic weiss, wie man Roger Federer schlägt. Er tat es auf dem Weg zu seinem bisher grössten Erfolg, dem Sieg bei den US Open 2014. «Unreal» sei Cilics Vorstellung gegen ihn im Halbfinal gewesen, erinnert sich Federer, «er liess mir keine Chance». Nun hat Federer die leise Befürchtung, dass der Kroate sich auch in Wimbledon in einen Spielrausch gesteigert hat, in eine selbstbewusste Verfassung, «in der er nur schwer zu bremsen ist, genau so wie Stan Wawrinka zuletzt in solchen Endspielen».

Der Triumph von Cilic in New York war der kaum erwartete Paukenschlag einer Comeback-Mission, die er mit seinem berühmten Landsmann Goran Ivanisevic unternommen hatte. Gemeinsam verblüfften sie die Tenniswelt, der ehemalige «Herr der Asse» und sein Schützling, der 2013 wegen der Einnahme eines Stimulanzmittels eine viermonatige Dopingsperre abgesessen hatte. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte den Bann zwar reduziert, weil er den Aussagen Cilics teilweise Glauben schenkte, die Aufputschsubstanz habe sich in Glukosetabletten befunden. Aber Ivanisevic erinnerte sich: «Wir haben auf einem Scherbenhaufen begonnen. Ich musste Marin erst mal klarmachen, dass ihn nicht alle für einen Betrüger und Verbrecher halten.»

Stärkeres Selbstwertgefühl

Die Wege von Ivanisevic und Cilic haben sich inzwischen getrennt, aber eins ist geblieben: das stärkere Selbstwertgefühl des eleganten Technikers und die härtere Wettkampfmentalität. Cilic war früher oft zu nett, er verteilte unfreiwillig zu viele Geschenke. «Ich habe ihm gesagt: Du musst deine Zähne zeigen, du musst eine Aggressivität da draussen ausstrahlen. Freundlich kannst du sein, wenn das Spiel vorbei ist.» Manchmal sei er in Gefahr, in die alten Zeiten zurückzufallen, sagte Cilic. Dann folgt aber schnell der Zwischenruf des neuen Coachs, des Schweden Jonas Björkman: «Marin soll jemand sein, vor dem man Respekt und auch Angst auf dem Platz hat», sagt der frühere Doppelspezialist.

Letztes Jahr war Cilic nahe dran, Federer zu stürzen. Er hatte drei Matchbälle im Viertelfinal, er verlor dann das Tiebreak dieses vierten Durchgangs 9:11 und fand nicht mehr heraus aus dem Frust über die vergebenen Chancen. «Roger ist ein guter Freund», sagt Cilic, «aber am Sonntag ruht die Freundschaft, wenn wir auf den Platz gehen. Das ist meine grosse Chance, das kann der Sieg meines Lebens werden.» (all)

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