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Schwägalp: das kleine Eidgenössische - Schwingerlegende Ruedi Hunsperger verstorben

In einem Jahr ohne nationalen Grossanlass legen die Schwinger ein besonderes Augenmerk auf die Bergkranzfeste. Weil auf der Schwägalp die drei stärksten Teilverbände am Start sind, avanciert der Schwinget zum bestbesetzten Fest der Saison.
Ives Bruggmann
Das Bergschwingfest auf der Schwägalp ist ein Publikumsmagnet. (Bild: Urs Bucher)

Das Bergschwingfest auf der Schwägalp ist ein Publikumsmagnet. (Bild: Urs Bucher)

Das Bergkranzfest am Fusse des Säntis gehört in der Schwingeragenda ohnehin zu den Höhepunkten. In diesem Jahr wird der Schwägalp-Schwinget aber noch zusätzlich aufgewertet, weil kein eidgenössischer Anlass die Aufmerksamkeit der Schwinger und deren Zuschauer auf sich zieht. Gar in noch hellerem Glanz erstrahlt das Bergfest, weil heuer die drei derzeit stärksten Teilverbände gegeneinander antreten: Die Gastgeber aus der Nordostschweiz empfangen die Innerschweizer und die Berner Schwinger. Vor diesem Hintergrund dürfte der Schwägalp-Schwinget für den einen oder anderen Teilnehmer als Probelauf oder Standortbestimmung hinsichtlich des Eidgenössischen Schwingfests in einem Jahr in Zug dienen.

«Für uns ist es der Höhepunkt der Saison», sagt Beat Abderhalden. Der Technische Leiter der Nordostschweizer gibt sich trotz starker Gäste zuversichtlich, wenn es um einen Heimsieg geht. «Wir schicken mit Samuel Giger, Daniel Bösch, Roger Rychen oder Martin Hersche Schwinger ins Rennen, die an einem guten Tag allesamt obenaus schwingen können.» Dennoch ist sich Abderhalden der offenen Ausgangslage bewusst. «Es wird spannend, denn ich sehe die drei Verbände auf einem ähnlichen Niveau.» Derzeit gebe es keinen Teilverband, der weit vor den anderen stehe. Ein Umstand, der ihm das Einteilen erleichtere. «Es ist einfacher für mich, wenn viele starke Schwinger auf der Liste stehen.»

Die Absagen wiegen schwer

Einteiler Abderhalden präsentiert den Zuschauern zum Auftakt des Schwägalp-Schwingets gleich einen ersten schwingerischen Höhepunkt. Die beiden derzeit stärksten Schwinger der Nordostschweiz und der Innerschweiz treffen aufeinander: Samuel Giger und Joel Wicki. Die beiden Berner Christian Stucki und Kilian Wenger bekommen es mit dem St. Galler Bösch respektive dem Glarner Rychen zu tun. «Ich habe mich nicht gescheut, meinen Schwingern starke Gegner hinzustellen», sagt Abderhalden. Der Blick auf die Spitzenpaarungen gibt ihm recht. Jedoch wiegen aus Ostschweizer Sicht die Absagen von Armon Orlik und Michael Bless schwer. Dies zeigt sich auch anhand der einzigen Gästepaarung zwischen dem Berner Matthias Aeschbacher und dem Innerschweizer Christian Schuler. An einem Bergkranzfest seien Gänge zwischen Gästen aber durchaus an der Tagesordnung, so Abderhalden.

Am letzten Kranzfest der Saison geht der Blick bereits voraus auf das Eidgenössische Schwingfest in Zug vom kommenden Jahr. Doch wie sehr beeinflussen die Resultate am Schwägalp-Schwinget die Vorbereitung auf Zug 2019? «Ich denke, dass der Effekt nicht sehr gross sein wird. In einem Jahr kann viel passieren», sagt etwa Abderhalden. Jedoch könne es den Schwingern durchaus ­einen Motivationsschub verleihen, wenn sie den einen oder anderen unbequemen Gegner bodigten.

Ausgangslage «offen wie nie»

Deutlich mehr als Abderhalden gewichtet Thedy Waser, der Technische Leiter der Innerschweizer, das Schwingfest auf der Schwägalp als Testlauf für Zug. «Das ist ein grosser Punkt. Es ist von Vorteil, wenn du den Gegner kennst. Da können meine Schwinger einige Erfahrungen in die neue Saison mitnehmen. Für Waser ist die Ausgangslage nicht nur für den Schwägalp-Schwinget «offen wie nie». Auch in Zug sieht er die drei Verbände als «ziemlich ausgeglichen» an. «Wenn alle gesund bleiben, gibt es ein tolles Eidgenössisches», sagt Waser.

Sowohl für die Inner- und die Nordostschweizer als auch für die Berner ist das bestbesetzte Kranzfest der Saison zwar ein wichtiger Schritt in Richtung «Eidgenössisches». Jedoch hatte die Vorbereitung darauf schon längst begonnen. Eines ist jedoch sicher: wie auch immer der Sieger morgen heisst, er wird in einem Jahr in Zug zu den meistgenannten Favoriten zählen.

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