Michael Zürcher bringt seine Pferde an die Leistungsgrenze - Platzierungen stehen dabei nicht im Vordergrund

Bei den Pferdesporttagen in Hitzkirch hatte Michael Zürcher ein Heimspiel. Für ihn zählen nicht nur Ränge.

Michael Wyss
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«Es ist ein schönes Gefühl, wieder Springen zu können. Auch die guten Gespräche unter den Reiterinnen und Reitern habe ich sehr vermisst», sagt Michael Zürcher, Familienvater zweier Kinder. Zürcher wurde mit dem Pferdesport-Gen geboren. Seine Vorfahren betrieben über Generationen einen Handelsstall in Huttwil. Er lebt heute in Hochdorf und startete am Wochenende in Hitzkirch an den Pferdesporttagen des KRV Hitzkirchertal in verschiedenen Prüfungen.

Michael Zürcher auf seinem Wallach «Valerio K» in Hitzkirch.

Michael Zürcher auf seinem Wallach «Valerio K» in Hitzkirch.

Michael Wyss (20. Juni 2020)

Bei der Teilnahme an Concours sollen seine Pferde in erster Linie Erfahrungen und Routine sammeln. «Meine Motivation und persönlichen Erfolge sehe ich darin, dass ich die Pferde bei guter Gesundheit und mit viel Freude an ihre individuellen Leistungsgrenzen bringen kann. Eine gute Platzierung steht für mich dabei nicht immer an erster Stelle.» Zürcher, gelernter Zimmermann, verdient heute seinen Lebensunterhalt als Profireiter und Reitlehrer. «Die Ausbildung und Förderung von Springpferden, sowie das Erteilen von Springtrainings sind Hauptbestandteile meiner Arbeit.» Während der concoursfreien Zeit aufgrund des Corona-Lockdowns, hat Zürcher seine Pferde weiterhin gezielt trainiert. «Zudem habe ich mich entschieden, die Leitung meines Pensionsstalles an meinen Berufskollegen Roberto Girao zu übergeben, damit ich meinen Fokus vermehrt auf die professionelle Ausbildung von Spitzenpferden richten kann.»

Das Highlight im Vereinsjahr

Wie erlebte Zürcher die Pferdesporttage in Hitzkirch, bei seinem Verein, praktisch direkt vor der Haustür? «Sehr positiv. Die Infrastruktur ist optimal für die Pferde, um Turniererfahrung zu sammeln. Es ist alles familiär hier, ich helfe bei diesem Anlass sehr gerne mit. Es ist ein Highlight im Vereinsjahr.» Bei den Pferdesporttagen in Hitzkirch gab es zwischen Donnerstag und Sonntag 1100 Starts. Der Kavallerie- und Reitverein Hitzkirchertal führte als erster Verein in der Zentralschweiz einen grösseren regionalen Anlass nach der Coronakrise durch. Wegen des Schutzkonzepts waren keine Zuschauer zugelassen. Cornelia Steiner, Co-Präsidentin des Organisationskomitees sagt: «Wir sind glücklich, dass wir die Pferdesporttage durchführen konnten. Für die Reiterinnen und Reiter war es ein echtes Bedürfnis. Es steckte für unseren Verein viel Arbeit dahinter, doch es war auch beste Werbung für uns.» Es kamen sogar Reiterinnen und Reiter aus dem Tessin und der Westschweiz nach Hitzkirch.

Die Ranglisten finden Sie unter www.krv-hitzkirchertal.ch.