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Das vorweggenommene Endspiel im Handball-Cup: Stoppt Zug die Serie der Spono Eagles?

Die Spono-Handballerinnen empfangen am Mittwochabend den LK Zug zum Cup-Viertelfinal in Nottwil.
Stephan Santschi
Zuverlässige Spono-Keeperin: Kristina Ukaj. (Bild: Hans Obertüfer)

Zuverlässige Spono-Keeperin: Kristina Ukaj. (Bild: Hans Obertüfer)

«Der Cup ist irgendwie ein Spono-Ding.» Das sagte Assistenztrainer Mirco Stadelmann vor zweieinhalb Wochen, nachdem die Nottwilerinnen im Achtelfinal den LC Brühl mit 29:28 nach Verlängerung besiegt hatten. 2018 und 2019 hatten die Spono Eagles den Schweizer Cup jeweils sogar gewonnen, und dies nicht etwa mit Hilfe von Losglück: In beiden Saisons mussten sie mit Brühl, Zug und Thun die ganze Konkurrenz aus den Top 4 des Landes selber eliminieren.

Auch im aktuellen Wettbewerb präsentiert sich die Situation ähnlich. Nach Rekord-Cupsieger Brühl gastiert heute Derbyrivale Zug in Nottwil zum Viertelfinal (19.30 Uhr).

Spono-Goalie Kristina Ukaj setzt auf Intuition

Entsprechend stimmungsvoll soll es in der SPZ-Halle werden. Die ersten 200 Zuschauer, die wie das Team in pink gekleidet erscheinen, erhalten ein Gratisgetränk. Die Guggenmusik Flachlandruugger sorgt für die musikalische Unterhaltung. Und auf dem Platz? «Erwarten wir ein sehr ausgeglichenes Spiel, das erst in der Schlussphase entschieden wird», sagt Spono-Torhüterin Kristina Ukaj.

Sie, die 20-jährige Nottwilerin, war gegen den LC Brühl im Achtelfinal eines der wichtigen Puzzlestücke auf dem Weg zum Prestigesieg – 40 Prozent der Bälle wehrte sie ab. Die 1,76-Meter grosse Kristina Ukaj fällt dabei mit einem eher unkonventionellen Stil auf, sie ist sehr explosiv. «Ich bin ein intuitiver Goalie, ich höre auf meinen Bauch», erklärt sie und mit einem Lachen fügt sie an: «Mischt sich dann der Kopf ein, kommt es meistens nicht gut.»

Obwohl das Nottwiler Eigengewächs bereits in der Saison 2016/17 als 17-Jährige im SPL-1-Team debütierte, zählt sie erst seit dieser Saison fix zum Aufgebot. «Mit 17 war ich für diese Herausforderung noch etwas zu jung. Und dann warf mich eine Knieverletzung aus dem Rhythmus», erzählt Ukaj. Ein Riss des Seitenbandes verheilte nicht wunschgemäss, eine Operation wurde nötig, womit sich die Rekonvaleszenz von sechs Wochen auf ein halbes Jahr verlängerte. «Der Weg zurück war härter, als ich gedacht hatte.» Ihre Karriere als Schweizer Nationalkeeper im Nachwuchs fand dadurch sogar ein abruptes Ende.

Nun ist die schweiz-kroatische Doppelbürgerin mit Eltern aus dem Kosovo aber zurück und bereit, den Weg nach oben weiterzugehen. Mit Laila Troxler bildet sie bisher ein zuverlässiges Goalie-Duo, beide sind nach dem Abgang der vorherigen Nummer eins Lea Schüpbach (nach Paris) in der internen Hierarchie aufgestiegen.

Neue Goalies stehen auch beim LK Zug im Fokus, dort verliessen mit Marion Ort, Marion Betschart und Daniela Kaiser sogar drei Vertreter dieser Spezies den Verein. Ersetzt werden sie durch Routinier Laura Innes, durch die neu verpflichtete Isländerin Sunna Gudrun Petursdottir und Jennifer Abt aus dem eigenen Nachwuchs. «Sie ergänzen sich sehr gut», sagt LKZ-Trainer Christoph Sahli. «Laura ist die Nummer eins, die anderen beiden kämpfen um diese Position.»

LK Zug wartet seit 2015 auf den nächsten Titel

Im Gegensatz zu den Spono Eagles haben die Zugerinnen in der jüngeren Vergangenheit jene Spiele, in denen es um alles oder nichts ging, verloren – seit dem Double 2015 warten sie in Meisterschaft und Cup auf die nächste Trophäe. «Das hat mit der Erfahrung zu tun, bei uns stehen 18-, 19-jährige Frauen in der Verantwortung», erklärt Sahli. Trotzdem fühlt sich der LKZ bereit, die starke Serie der Spono Eagles im Cup zu kappen. In einem Spiel, das als vorweggenommener Final bezeichnet werden kann.

Schweizer Cup. Frauen. Viertelfinals. Mittwoch: Spono Eagles – LK Zug (19.30, SPZ). Malters (1. Liga) – Herzogenbuchsee (20 Uhr, Oberei). – Bereits gespielt: LK Zug II (SPL 2) – Yellow Winterthur 29:21. LC Brühl II (SPL 2) – Leimental (SPL 2) XX:XX.

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