Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Der Aufstieg ist für den Tischtennisclub St.Gallen nicht genug

Das Fanionteam des Tischtennisclubs St.Gallen spielt ab morgen um die Promotion in die dritthöchste Liga des Landes. Für Spielertrainer Michal Kubat ist die NLC allerdings nur eine Zwischenstation.
Pascal Koster
Teamcaptain Michal Kubat (links) und St.Gallens Nummer drei Noah Mamié beim Training. Bild: Urs Bucher

Teamcaptain Michal Kubat (links) und St.Gallens Nummer drei Noah Mamié beim Training. Bild: Urs Bucher

Nach einer Saison und 14 langen Runden ist es endlich soweit: Der TTC St.Gallen könnte das wenig ruhmreiche Kapitel «1. Liga» abschliessen. Eine Liga, die für das Fanionteam des grössten Ostschweizer Tischtennisvereins schlicht zu tief ist. Nach den beiden Aufstiegsspielen vom Samstag (siehe Kasten unten) steht fest, ob die Mannschaft um Spielertrainer Michal Kubat künftig wieder auf nationaler Ebene, sprich in der NLC, antreten wird.

St.Gallen trifft in der Aufstiegsrunde in Lenzburg auf Cortaillod II und Collombey/Muraz. Die beiden Westschweizer Teams haben sich ebenfalls über die regionale 1.-Liga-Meisterschaft qualifiziert.

Kubat kennt die Gegner zwar nicht, sieht seine Mannschaft mit Blick auf die Klassierungen der einzelnen Spieler aber im Vorteil. «Trotzdem müssen wir aufpassen. Das Ranking kann täuschen. Je nach Tagesform und Trainingsaufwand kann man auch von schlechter klassierten Spielern überrascht werden», sagt Kubat.

Ein Nationalspieler als Notnagel

Der 27-jährige Tscheche führt St.Gallen als Nummer eins in die Aufstiegsspiele. Mit nach Lenzburg kommen auch die Nummer drei Noah Mamié sowie Marc Schreiber und Max Lunzer. Die eigentliche Nummer zwei, Kyriakos Pentarakis, fehlt dem Team.

Schreiber ist schon lange Mitglied des TTC St.Gallen, spielte früher gar für die Schweizer Nationalmannschaft. Zuletzt kam er aus beruflichen Gründen aber kaum zu Einsätzen. Wenn Not am Mann ist, hilft er jeweils im Fanionteam aus. Durch die Abwesenheit von Pentarakis wird der 43-Jährige wohl auch im Doppel an der Seite von Kubat eingesetzt werden.

Kadermutationen im Sommer

Unabhängig vom Ausgang der Aufstiegsspiele muss der TTC St.Gallen im Sommer einige Kadermutationen vornehmen – auch um solche Not-Aufgebote, wie jenes von Schreiber, künftig zu vermeiden. Kubat: «Wir brauchen sicher noch ein paar Spieler. Vor allem, wenn wir aufsteigen und dann auf nationaler Ebene antreten.»

Einige Gespräche wurden bereits gemacht. Kubat, Pentarakis und Mamié werden voraussichtlich bleiben. Zudem steht eine Rückkehr von Nick Rütter, der sich in Deutschland bestens entwickelt hat, im Raum. Noch sei aber nichts offiziell, so Kubat.

Gewinnt das Kader über den Sommer tatsächlich noch einmal an Qualität, könnten die St.Galler auch in der NLC an der Spitze mittun. So schätzt zumindest Kubat die Lage ein:

«Das Ziel ‹Klassenerhalt› gibt es für mich nicht. Unser Ziel muss der Aufstieg in die NLB sein.»

Das Niveau der NLC sei ohnehin nur minim höher als jenes der 1. Liga, sagt der Spielertrainer.

Auf der anderen Seite der Gefühlsskala

Für Kubat wäre der Aufstieg auch eine persönliche Genugtuung. Der Halbprofi ist mit St.Gallen seit 2017 gleich zweimal in Folge abgestiegen. Gerade deshalb kann er das Niveau der beiden Ligen wohl am besten einordnen. Und so würde er nur allzu gerne einmal auf der anderen Seite der Gefühlsskala stehen.

So steigt St.Gallen auf

Sämtliche NLC-Aufstiegsspiele werden am Samstag in der Turnhalle Angelrain in Lenzburg ausgetragen. In der Gruppe B trifft St.Gallen um
10 Uhr auf Cortaillod II und um 13 Uhr auf Collombey/Muraz. Die zwei besten Teams der Gruppe stehen morgen Abend als Aufsteiger fest. Ein hoher Sieg dürfte also bereits genügen. Sollten die St.Galler hingegen nur Gruppendritte werden, könnten sie tags darauf gegen die anderen Gruppenschlechtesten um den letzten freien Aufstiegsplatz spielen. (pak)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.