Der FC Basel packt seine Chance

Der FC Basel erreicht dank des 1:0-Heimsieges gegen Vitesse Arnheim die Playoffs der Europa League. Die Basler bleiben damit auch im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Marcel Koller makellos.

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Basler Jubel nach dem 1:0, von links: Fabian Frei, Luca Zuffi, Torschütze Albian Ajeti. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Basel, 16. August 2018))

Basler Jubel nach dem 1:0, von links: Fabian Frei, Luca Zuffi, Torschütze Albian Ajeti. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Basel, 16. August 2018))

Vier Spiele, vier Siege: Der neue Trainer Marcel Koller bleibt mit dem FC Basel auf Erfolgskurs. Nach dem knappen und spät herausgeschossenen Auswärtssieg vor einer Woche mussten die Basler im Rückspiel kaum zittern – auch weil sie über eine Stunde lang in Überzahl spielen konnten. Das entscheidende Tor erzielte Mittelstürmer Albian Ajeti in der 30. Minute – und damit nur zwei Minuten nachdem der englische Vitesse-Innenverteidiger Jake Clarke-Stalter nach einem strengen Entscheid des Schiedsrichters die rote Karte gesehen hatte. Ajeti war mit einem Kopfball nach einem Corner von Luca Zuffi erfolgreich.

Der FCB war über die gesamten 180 Minuten der richtige Sieger in diesem Duell gegen den letztjährigen Sechsten der niederländischen Meisterschaft. Im Rückspiel verdienten sich die Basler den Sieg vor allem dank einer guten Leistung in der ersten halben Stunde. In dieser Phase zeigten sie sehenswerte Kombinationen, Höhepunkt war eine Direktabnahme von Valentin Stocker, die allerdings vom Bein eines Gegenspielers abprallte.

Noch ist nicht alles Gold

Mit dem Vorsprung im Rücken und in Überzahl brillierte der FCB nicht mehr. Er beschränkte sich auf die Kontrolle des Gegners und stand defensiv gut organisiert, überliess aber den Ball weitgehend den dezimierten Gästen. «Wir haben wenig zugelassen und haben doch einige Chancen herausgespielt», urteilte Stocker nach dem Spiel. «Es hat die Effizienz gefehlt.»

Eine Zwischenbilanz nach den ersten vier Spielen unter Koller ist noch nicht möglich. Die Ergebnisse stimmen, doch noch ist nicht alles Gold, was auf dem Resultatblatt glänzt. Festzuhalten bleibt immerhin, dass der FCB unter dem Zürcher Trainer das Wettkampfglück wieder auf seine Seite zwingt. Gegen die Grasshoppers (4:2) verschoss der Gegner zwei Penaltys, auswärts gegen Vitesse (1:0) fiel das entscheidende Tor in der Nachspielzeit, gegen Sion (3:2) mittels Eigentor, und nun im St.-Jakob-Park gegen Vitesse lief alles für die Basler: erst der Platzverweis gegen die Niederländer, dann das Tor durch Ajeti. Wenn es gegen Apollon Limassol so weitergeht, erreicht der FC Basel zum 15. Mal in Folge im Europacup die Gruppenspiele. (sda)

Basel – Vitesse Arnheim 1:0 (1:0)

12 334 Zuschauer. – SR Sieber (GER). – Tor: 30. Ajeti (Corner Zuffi) 1:0.

Basel: Omlin; Widmer, Cümart, Balanta, Petretta; Serey Die, Frei; Van Wolfswinkel (93. Bua), Zuffi, Stocker; Ajeti (46. Oberlin).

Vitesse Arnheim: Eduardo; Karawajew, Van der Werff, Clarke-Stalter, Büttner; Beerens (82. Van Bergen), Serero, Foor, Linssen; Bero (28. Thelander), Matavz (71. Darfalou).

Bemerkungen: Basel ohne Kuzmanovic und Suchy (beide verletzt) sowie Riveros (nicht im Aufgebot). 28. Rote Karte gegen Clarke-Stalter wegen Fouls. – Verwarnungen: 78. Petretta (Foul). 92. Balanta (Foul).

3. Qualifikationsrunde, Rückspiele (wichtigste Partien): Luzern – Olympiakos Piräus 1:3; Hinspiel 0:4. Basel – Vitesse Arnheim/NED 1:0; 1:0. AEK Larnaca/CYP – Sturm Graz 5:0; 2:0. Progrès Niederkorn/LUX – Ufa/RUS (mit Salatic) 2:2; 1:2. CS Universitatea Craiova/ROU (bis 80. mit Fedele) – RB Leipzig (mit Mvogo) 1:1; 1:3. FC Kopenhagen – ZSKA Sofia 2:1; 2:1. Molde/NOR – Hibernian Edinburgh (mit Kamberi) 3:0; 0:0. Zalgiris Vilnius/LTU – FC Sevilla 0:5; 0:1. CFR Cluj/ROU – Alaschkert Martuni/ARM 5:0; 2:0. Dynamo Brest/BLR - Apollon Limassol/CYP 1:0; 0:4. Zenit St. Petersburg – Dynamo Minsk 8:1 n.V.; 0:4. LASK Linz/AUT – Besiktas Istanbul 2:1; 0:1. Bröndby/DEN – Spartak Subotica/SRB 2:1; 2:0. F91 Düdelingen/LUX – Legia Warschau 2:2; 2:1. Atalanta Bergamo (mit Freuler) – Hapoel Haifa 2:0; 4:1. Maribor – Glasgow Rangers 0:0; 1:3. Partizan Belgrad – Nordsjaelland Farum/DEN 3:2; 2:1. FCSB Bukarest – Hajduk Split/CRO 2:1; 0:0. Feyenoord Rotterdam – Trencin/SVK 1:1; 0:4. Rapid Wien – Slovan Bratislava 4:0; 1:2. Bordeaux – Mariupol/UKR 2:1; 3:1. Rijeka/CRO – Sarpsborg/NOR 0:1; 1:1. Rosenborg Trondheim – Cork City/IRL 3:0; 2:0.

Playoffs (23./30. August): Apollon Limassol – Basel.

Luzerns europäischer Tiefpunkt

Im Rückspiel zeigt der FC Luzern gegen Olympiakos Piräus nur eine leichte Steigerung: 1:3 verliert der FCL zu Hause – und scheidet sang- und klanglos in der Europa-League-Qualifikation aus.
Daniel Wyrsch