Der FC Luzern verlost unter den Saisonkarten-Inhabern je 30 Tickets für jedes der restlichen Saisonheimspiele

Etwa 60 Fans können beim FCL mitfiebern: Der FC Luzern lässt bei den verbleibenden sieben Heimspielen und im Cup eine kleine und bunt gemischte Zuschauerschar ins Stadion.

Daniel Wyrsch
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Wie der FC Luzern am Montagabend informiert hat, wird der Innerschweizer Super-League-Verein zum Neustart der Meisterschaft am nächsten Sonntag (16 Uhr) gegen den FC Basel etwa 60 Zuschauern den Eintritt ins Stadion gewähren. Das Fan-Konzept wird erst am Dienstagmorgen definitiv fertiggestellt sein und anschliessend öffentlich gemacht. Jetzt aber steht bereits fest: Auf der Haupttribüne wird eine bunt gemischte Schar aus Kurvenfans, treuen Supportern, Sponsoren und Angehörigen von Spielern sitzen.

Fussball vor (fast) leeren Rängen in der Swisspor-Arena: Luzerns Francesco Margiotta (links) gegen Lausannes Gabriel Bares (Mitte) und Noah Loosli.

Fussball vor (fast) leeren Rängen in der Swisspor-Arena: Luzerns Francesco Margiotta (links) gegen Lausannes Gabriel Bares (Mitte) und Noah Loosli.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 10. Juni 2020)

Platz wird die exklusive Gruppe mehr als genug haben. Selbst im 6884 Zuschauern fassenden Rheinpark in Vaduz, wo der FCL am vergangenen Samstag das letzte Testspiel vor dem Re-Start austrug, verloren sich die eingelassenen 70 Fans auf der Haupttribüne.

Hunger und Nachfrage für Fussball im Stadion nicht zu bedienen

Den Glücklichen, die Zutritt zur Swisspor-Arena (Kapazität rund 16'500 Zuschauer) erhalten, wird das triste Ambiente egal sein. Nach dem viermonatigen Ligaunterbruch ist der Hunger auf Fussball im Stadion enorm. Die Nachfrage nach Eintrittskarten ist gross, kann aber wegen des Corona-Schutzkonzepts nicht annähernd befriedigt werden. Immerhin verlost der FC Luzern 15 Mal zwei Tickets unter den Saisonkarteninhabern der laufenden Spielzeit. «Auch wenn wir natürlich sehr gerne mehr Fans in der Swisspor-Arena begrüssen würden, sind wir dennoch froh, zumindest die Möglichkeit einer Verlosung von einigen wenigen Plätzen bieten zu können», sagt FCL-Kommunikationschef Markus Krienbühl. Vielleicht wird die Anzahl der zugelassenen Zuschauer im Verlauf dieser letzten 13 Runden der Super-League-Meisterschaft und im Cup noch grösser.

Rund 200 Personen im Schutzkonzept definiert

Der K.o.-Wettbewerb wird mit Ausnahme des bereits ausgetragenen Spiels Lausanne gegen Basel (2:3 n.V.) erst ab dem 5. August unter anderem mit dem Viertelfinal Luzern gegen die Young Boys zu Ende gespielt. Derzeit dürfen in der Schweiz an Veranstaltungen höchstens 300 Personen teilnehmen. Rund 200 Leute davon sind im Schutzkonzept definiert: Spieler, Trainer, Staff, Schiedsrichter, Balljungen, Ordner, Sanitäter, Techniker, Kameraleute, Fotografen, Journalisten. Über die restlichen 100 Plätze kann der gastgebende Club frei verfügen. Weil auch noch verletzte und nicht im Aufgebot stehende Spieler, Offizielle sowie Klubangestellte und Zusatzpersonal einen Sitz beanspruchen, verbleiben die rund 60 Tickets. Die Geisterspiel-Atmosphäre werden auch sie nicht verhindern können.

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