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Der FCL muss sich gegen Servette «warm anziehen»

Der FC Luzern spielt heute Samstag (19.00) in der Swisspor-Arena gegen den punktgleichen Aufsteiger Servette.
Turi Bucher
Servette-Session: FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) und Spieler Idriz Voca. (Bild: Alexandra Wey/Keystone Luzern, 12. Mai 2019)

Servette-Session: FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) und Spieler Idriz Voca. (Bild: Alexandra Wey/Keystone Luzern, 12. Mai 2019)

Es regnet in diesen Tage bissig und aggressiv, bald kommt der Schnee, die kalte Jahreszeit ist definitiv da – und beim FC Luzern müssen sie sich definitiv «warm anziehen»: Nur drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den Barrageplatz (Xamax Neuchâtel). Heute wird der FCL vom offensichtlich wieder erwachten, punktgleichen Servette herausgefordert.

Es war schon eindrücklich, wie die Genfer am vergangenen Sonntag den aktuellen Leader und Schweizer Meister Young Boys in der zweiten Halbzeit vom morastigen Platz fegten. Varol Tasar (2), vor noch nicht langer Zeit auch beim FCL im Gespräch, sowie Sébastien Wüthrich schossen die schönen Tore zum hochverdienten Servette-Sieg. «Servette hat eine sehr gute Mannschaft», sagt Luzerns Trainer Thomas Häberli, «wir wissen das, sie wissen das, alle im Schweizer Fussball wissen das.»

FCL beim 0:1 in Genf «auf dem Zahnfleisch»

Man habe, so Häberli weiter, den starken Servette-Auftritt gegen YB mittels diversen Videoszenen analysiert, und mit «man» ist der Trainer gemeinsam mit der Mannschaft gemeint. «Servette hat mit diesem Sieg eine Serie beendet», sagt Häberli warnend, denn er spricht damit die sieglose Zeit der Genfer seit der 6. Runde nach dem 4:0-Auswärtssieg in Thun an. Danach folgte für die Mannschaft von Trainer Alain Geiger die von Häberli angesprochene Durststrecke von 3 Niederlagen, 4 Unentschieden, aber keinem Sieg.

Die Servettiens stehen nach 13 Runden mit 3 Siegen zu Buche, und einer davon war jener in der 3. Runde gegen den FCL. Miroslav Stevanovic, der bescheidene Servette-Star, schoss damals auf Zuspiel von Sébastien Wüthrich den entscheidenden 1:0-Siegtreffer. «Es war kein guter Auftritt von uns anfangs August in Genf», erinnert sich FCL-Trainer Häberli, «wir liefen auf dem Zahnfleisch.»

Das hat übrigens auch Servette-Trainer Alain Geiger erkannt beziehungsweise bestätigt. Er sagte im Interview (in unserer Freitagausgabe): «Man kann das Spiel vom August überhaupt nicht mit jenem von diesem Samstag vergleichen. Ich erwarte einen viel stärkeren Gegner. Der FCL hatte damals Probleme wegen der Belastung durch die Europa League. Das wird unterschätzt. Wir zum Beispiel könnten mit unserem Kader in dieser Saison unmöglich europäisch spielen.»

Schafft es Luzerns Voca mit Kosovo an die EM?

Immer noch europäisch spielt übrigens FCL-«Mittelfelddrehscheibe» Idriz Voca. Der 22-jährige Schweiz-Kosovare reist nach dem Match gegen Servette am Montag nach Pristina zum Kosovo-Team. Am Donnerstag tritt die Mannschaft von Nationaltrainer Bernard Challandes in Pilsen gegen Tschechien an. Voca hat mit dem Kosovo immer noch die Chance, historisch zu erreichen, das Land erstmals für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Nur einen Punkt liegt Kosovo hinter den zweitplatzierten Tschechen. Morgen in einer Woche empfangen Voca und Co. Tabellenleader England zum finalen Spiel. Wir erinnern uns: Das turbulente Hinspiel in South­ampton hatten die Kosovaren 3:5 verloren, FCL-Spieler Voca stand eine Stunde lang im Einsatz.

«Servette versucht immer etwas Konstruktives»

Doch zuerst ist Vocas Konzentration auf das Duell mit Servette gerichtet. Voca sagt zum heutigen FCL-Gegner: «Einerseits ist Servette ein spielstarker Gegner, andererseits aber auch ein robuster. Die Genfer versuchen immer, etwas Konstruktives abzuliefern und sind zudem physisch sehr präsent. Und sie haben mit dem eindrücklichen 3:0-Sieg gegen die Young Boys eine mühevolle Zeit überwunden.»

Ein Pullover, zwei Pullover, Wintermantel, Schal und Pelzmütze? Die Partie gegen Servette wird auf jeden Fall zeigen, wie warm sich der FC Luzern in den kommenden Wochen anziehen muss ...

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