Der FCL schafft die Sensation nach sechs Niederlagen in Serie: Er besiegt Basel mit 2:1!

Bald ist Weihnachten, der FC Luzern hat vom FC Basel ausser ein paar vergebenen Chancen zu Beginn des Spiels nichts geschenkt bekommen. Doch die Innerschweizer schaffen eine unerwartete Auferstehung, feiern kurz vor Weihnachten mit dem 2:1-Sieg quasi das Osterfest.

Daniel Wyrsch
Hören
Drucken
Teilen

Die entscheidende Szene

64. Minute: Pascal Schürpf macht seinen Doppelpack perfekt, er bringt den Foulpenalty die entscheidenden Zentimeter an seinem früheren Teamkollegen Jonas Omlin vorbei zum 2:1-Siegtreffer vor 10'073 Fans.

Der Luzerner Pascal Schüpf feiert das 2:1 nach dem Penalty Tor beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel.

Der Luzerner Pascal Schüpf feiert das 2:1 nach dem Penalty Tor beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel.

Urs Flüeler, KEYSTONE

Das hat zu reden gegeben

Im Teleclub-Interview vor dem Spiel erklärt FCL-Sportchef Remo Meyer, dass er nach seiner harten Kritik an Trainer Thomas Häberli die letzten vier Spiele hat abwarten wollen, um ein Fazit zu ziehen. Daraufhin ist Pascal «Zubi» Zuberbühler im Studio in Volketswil fast der Kragen geplatzt beim Hören dieser Begründung.

Das Ergebnis

Nach sechs Niederlagen in Serie kommt dieser 2:1-Sieg gegen das zweitplatzierte Basel einer sportlichen Sensation gleich. Ein versöhnlicher Abschluss. Die grosse Frage ist nach diesem totalen Einsatzspiel gegen den FCB: Darf Trainer Thomas Häberli doch bleiben?

Die erste Halbzeit

Pascal Schürpf kann immer noch ins richtige Tor treffen. In der 10. Minute reagiert er nach einem Weitschuss von Lucas Alves, den Basel-Goalie Jonas Omlin zur Seite pariert genau richtig: Schürpf schiesst direkt in die tiefe Ecke zur 1:0-Führung. Ein ungewohntes Gefühl: Letztmals ist der FCL am 20. Oktober zu Hause gegen Sion in Führung gegangen, am Schluss siegte er 3:1 – zugleich der letzte Punktezuwachs. Anschliessend folgten sechs Niederlagen in Folge.

Der FC Basel hatte zwischen der 3. und 17. Minute allerdings vier gute Chancen. Edon Zhegrova, Silvan Widmer, Taulant Xhaka und Arthur Cabral haben das Visier bei diesen Abschüssen zu wenig genau eingestellt. 

Die Luzerner halten in der Folge mit viel Härte und unermüdlichem Kampfgeist dagegen, setzen zwischendurch Nadelstiche. Die Freude bei Goalie Marius Müller und seinen Kollegen ist gross, dass die 1:0-Führung bis zum Pausenpfiff gehalten hat.

Die Luzerner mit Paascal Schuerpf, rechts, und Ibrahima Ndiaye, links, feiern das 1:0.

Die Luzerner mit Paascal Schuerpf, rechts, und Ibrahima Ndiaye, links, feiern das 1:0.

Urs Flüeler, KEYSTONE

Die zweite Halbzeit

Sehr intensive zweite 45 Minuten. Darian Males schreitet in der 51. Minute mit einem Rush durchs Mittelfeld bis zur Sechzehnerkante, wo ihm allerdings die Ruhe fehlt, um den freistehenden Ibrahima Ndiaye zu sehen und anzuspielen.

Einen höchst umstrittenen Penalty erhält Basel zugesprochen, nachdem der VAR interveniert hat. Schiedsrichter Adrien Jaccottet schaut sich die Szene an, Silvan Widmer hatte dem Luzerner Silvan Sidler aus kürzester Entfernung an die Hand geköpfelt. Eine natürliche Handbewegung – trotzdem kann Luca Zuffi zum Penalty antreten. Er trifft in der 60. Minute zum 1:1.

Nur drei Minuten später reisst Eray Cömert Luzern-Innenverteidiger Stefan Knezevic im Strafraum um. Für Jaccottet der Impuls, um wieder einen Elfmeter zu pfeifen. Pascal Schürpf schiesst den Penalty in der 64. Minute über die ausgestreckten Arme und Hände von Jonas Omlin zum 2:1 in die Torecke. Schürpf jubelt mit den Fans im Block. 

In der Nachspielzeit macht FCL-Goalie Marius Müller zwei Riesenparaden, rettet den Sieg über die Ziellinie. Die Fans feiern Müller, Schürpf und Co.  

Mehr zum Thema

Die Noten der FCL-Spieler nach dem Sieg gegen Basel

Die Innerschweizer schaffen gegen Vizemeister Basel eine unerwartete Auferstehung. Spielerisch treten vor allem Torhüter Müller und Torschütze Schürpf hervor. Die Bilanz in der Übersicht:
Daniel Wyrsch