Der FCL wehrt sich tapfer beim Leader YB - verliert aber durch ein Eigentor mit 0:1

Der FC Luzern hat in Bern gegen die Young Boys alles rausgehauen, was in diesem stark dezimierten Team steckt. Trotzdem müssen die Innerschweizer mit dem 0:1 die sechste Niederlage in Folge einstecken.

Daniel Wyrsch
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YB's Saidy Janko im Duell mit Luzerns Pascal Schürpf.

YB's Saidy Janko im Duell mit Luzerns Pascal Schürpf.

Peter Schneider, KEYSTONE

Die entscheidende Szene

Die zweite Halbzeit läuft noch keine Minute, da gehen die Berner 1:0 in Führung. Es ist ein Eigentor von FCL-Captain Pascal Schürpf. Er lenkt eine Flanke von Ulisses Garcia mit seiner Hüfte unhaltbar für Keeper Marius Müller in die tiefe Torecke (46.).

Das hat zu reden gegeben

Ist der Meister wirklich nicht in Form? Die Niederlagen in der Europa League zu Hause gegen Porto (1:2) und in der Liga beim Meisterschafts-Hauptrivalen Basel (0:3) haben bei den Bernern tatsächlich ihre Spuren hinterlassen. Das ist bei weitem nicht der BSC YB gewesen, den man sich gewöhnt ist. Ganz deutlich fehlt auch der verletzte Berner Captain Fabian Lustenberger, der frühere Profi des FCL und von Hertha BSC aus Nebikon.

Das Ergebnis

Trotz toller Gegenwehr unterliegt Luzern im Stade de Suisse mit 0:1. Die sechste Niederlage in Serie ist brutal für die Gäste. Weil Xamax zu Hause gegen Lugano 1:1-unentschieden spielt, beträgt der Vorsprung auf den Barrage-Platz (9.), auf dem die Neuenburger stehen, nur noch zwei Punkte.

Die erste Halbzeit

Bereits in der 1. Minute hat der Tabellenführer die erste Chance, doch FCL-Goalie Marius Müller wehrt den Flachschuss von Jean-Pierre Nsame (15 Saisontore) gekonnt mit dem Fuss ab. Danach zeigen die Gäste aus der Innerschweiz aber, dass sie sich trotz fünf Niederlagen in Serie nicht aufgegeben haben. In der 18. Minute ist ein Prellball von Ryder Matos nur knapp am YB-Tor vorbei an die dahinter stehende Werbebande geflogen.

Müller hält seinen Kasten bis zum Pausentee rein, der FCL agiert genau so, wie Simon Grether vor dem Spiel gefordert hat: «Für uns gibt es gegenwärtig nur eines: Um jeden Ball kämpfen, beissen, kratzen und zerren.»

Bei Luzern kommt der Obwaldner Marco Burch zu seinem Debüt in der Super League. Der 19-Jährige ist zusammen mit den zentralen Mittelfeldspielern Lorik Emini (20) und David Mistrafovic (18) einer aus der FCL-Jugend-Fraktion, die gegen den Meister von Anfang an spielen dürfen. Zu Spielbeginn sitzt Darian Males (18) auf der Bank - neben Francesco Margiotta. Auf den Luzern-Topskorer (3 Tore, 5 Assists) verzichtet Trainer Thomas Häberli zum dritten Mal in Folge in der Startelf.

Die zweite Halbzeit

Das frühe Tor direkt nach dem Seitenwechsel, welches Pascal Schürpf in die eigenen Maschen lenkt, entscheidet die Partie. Marius Müller zeigt gegen die Schüsse von Marvin Spielmann (51.) und des eingewechselten Felix Mambini (86.) gute Reaktionen.

Für die Luzerner hat der erst in der 78. Minute eingewechselte Francesco Margiotta mehrere Abschlussmöglichkeiten. Die beste in der Nachspielzeit mit einem Freistoss, den YB-Goalie David von Ballmoos mirakulös in Corner lenkt.