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Die EVZ Academy und der Glaube an die Sensation

Die EVZ Academy trifft am Dienstagabend (19.45/Bossard-Arena) im Cup auf den Schweizer Meister SC Bern.
Michael Wyss
EVZ Academy: Corsin Camichel an der Bande im Spiel gegen Ajoie. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 18. August 2019)

EVZ Academy: Corsin Camichel an der Bande im Spiel gegen Ajoie. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 18. August 2019)

«Die Spieler sollen diesen Moment geniessen, denn es wird auch für sie ein ganz grosses Highlight ihrer noch jungen Karriere darstellen, weil man ja nicht jede Woche gegen einen Schweizer Meister spielt», sagt Corsin Camichel, der neue Assistenztrainer der EVZ Academy. Der Bündner zeigt sich auch kämpferisch, angesprochen auf eine mögliche Überraschung gegen den Meister SC Bern im Sechzehntelfinal des Swiss Ice Hockey Cups. «Man muss immer an ein Wunder glauben. Es ist ein Spiel und wir starten mit einem 0:0. Eine Chance haben wir, wenn wir das Spiel offen gestalten können. Das Schlimmste wäre sicher, wenn wir nach 10 Minuten 0:3 in Rückstand wären.»

Dass die Academy ein ganz unbequemer Gegner im Cupwettbewerb darstellen kann, erlebten auch Ambri-Piotta (2017/18) und Genf-Servette (2018/19). Die beiden Oberklassigen mussten mehr beissen, als ihnen lieb war. Die Tessiner siegten 3:2 nach Verlängerung, die Westschweizer konnten beim letztlich souveränen 6:1-Sieg erst bei Spielmitte mit dem 3:0 für die Entscheidung sorgen.

Augenzwinkerndes Emoji nach der Auslosung

Camichel sagt: «Der Cup kennt eigene Gesetze und bringt immer wieder Überraschungen hervor. Wieso nicht auch heute? Der Druck liegt bei den Bernern. Wir haben eine junge, willige Truppe und können unbelastet in das Duell gehen, vielleicht ist das genau der Vorteil für uns. Wer weiss, wie sich das Spiel entwickelt.» Stellt sich auch die Frage, ob sich der SCB mit seinem finnischen Trainer Kari Jalonen (59) überhaupt für den Cup motivieren kann. Denn Bern ist derzeit auch in der Champions Hockey League (ChL) beschäftigt und steht kurz vor dem Meisterschaftsstart in der National League. Gut möglich, dass der SCB das Spiel in Zug vielleicht (zu) locker nimmt. Camichel: «Sie können nur verlieren und sich im schlimmsten Fall blamieren, was sicher eine undankbare Aufgabe für den Meister ist.»

Die Vorfreude auf den Cup-Knüller ist seit einigen Tagen in Zug spürbar und Gesprächsstoff. «Als uns im Frühling der SC Bern zugelost wurde, hatte ich unserem Headcoach Roger Hansson gleich eine WhatsApp-Nachricht mit einem augenzwinkernden Emoji gesendet. Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können», freut sich der 38-jährige frühere Eishockeyprofi Camichel, der unter anderem auch beim EV Zug spielte. Und wie wichtig erachtet Camichel den Swiss Ice Hockey Cup? Eher eine Belastung neben der Meisterschaft? «Nein, absolut nicht. Das ist sogar eine Bereicherung, gerade für die Teams der unteren Ligen. Für unser junges Team mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren ist jeder Ernstkampf wichtig, um Erfahrung auf diesem Niveau zu sammeln.»

EVZ startet beim HC Thurgau

Heute bestreitet der EV Zug gegen den HC Thurgau die erste Hauptrunde im Cup. Das Team von Dan Tanges hat gute Erinnerungen an den Wettbewerb. «Es war gut, dass wir den Cup letzte Saison gewinnen konnten. Das zeigte, dass wir einen Titel holen können», erklärt Captain Raphael Diaz. «Man kommt eine Runde weiter oder scheidet aus – einen schlechten Tag kann man sich nicht leisten.» Der Cup werde von Jahr zu Jahr wichtiger, sagt Diaz. «Wir arbeiten täglich sehr hart, wir sind extrem ehrgeizig und wollen den Titel wieder – gleich wie andere auch, es wird wohl wieder ein riesiger Kampf.» Für Zug ist das heutige Spiel die dritte Auswärtspartie in Folge.
Auf Seiten der Thurgauer freut man sich auf das Duell gegen den Titelverteidiger. HCT-CEO Martin Büsser spricht von einem sensationellen Los. «Dieses Star-Ensemble hier zu haben, ist ein toller Event. Sportlich sind unsere Chancen gegen andere Teams grösser. Bisher sind wir im Cup noch nie eine Runde weiter gekommen.» (dgo)

Schweizer Cup. Sechzehntelfinals. Heute, 19.45: EVZ Academy – Bern. Kloten – Rapperswil-Jona. Visp – La Chaux-de-Fonds. – 20:00: GCK Lions – Langnau. Valais Chablais (MSL) – Fribourg. Winterthur – ZSC Lions. Wiki-Münsingen (MSL) – Ajoie. – 20.15: Thurgau – Zug. Sierre – Lausanne.

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