Der HC Kriens-Luzern bindet zwei junge Talente an sich

Kriens-Luzern bekennt sich zur Jugend: Die Verträge von Kreisläufer Gino Delchiappo (22) und Torhüter Kayoum Eicher (21) werden um zwei Jahre verlängert.

Roland Bucher
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Der HC Kriens-Luzern unterstreicht einmal mehr deutlich seine Philosophie und setzt auch in Zukunft auf die Jugend – nicht zuletzt auf die einheimische: Die Ende Saison auslaufenden Verträge von Kreisläufer Gino Delchiappo (22) und dem talentierten Keeper Kayoum Eicher (21) wurden um zwei Jahre verlängert. «Als Krienser beim HCK dabei sein zu dürfen», sagt Delchiappo, «das ehrt und freut mich.» Die Fortschritte des defensiven Ankermanns hatten auch bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten geweckt, doch der offensiv als Nummer 2 hinter Gavranovic positionierte und dank seinen Abwehrqualitäten auch für das Nationalteam interessant werdende Kreisläufer entschied sich für den HCK.

Kreisläufer Gino Delchiappo.

Kreisläufer Gino Delchiappo.

Bild: Fabienne Krummenacher

Kayoum Eicher zählt zu den grössten Goalietalenten hierzulande, näherte sich Nummer-1-Keeper Paul Bar im Frühherbst mit Riesenschritten – bis ihn ein Bänderriss zu einer Operation und längerer Pause nötigte. «Er hat den Anschluss geschafft», betont Trainer Goran Perkovac, «Kayoum bringt alle Voraussetzungen mit, um ein wirklich guter Torhüter zu werden. Ich bin froh, dass sich dieses junge Duo für Kriens entschieden hat. Sie sind wichtige Mosaiksteinchen auf dem Weg in die Zukunft.»

Torhüter Kayoum Eicher

Torhüter Kayoum Eicher

Bild: Fabienne Krummenacher 

Ramseier und Gavranovic offen

Während seit geraumer Zeit feststeht, dass Captain und Regisseur Tom Hofstetter (30) Ende dieser Saison den Handball einkellert, stehen hinter den Personalakten von Rechtsflügel Severin Ramseier und Kreisläufer Filio Gavranovic noch Fragezeichen. «Wir haben Angebote unterbreitet», erklärt Perkovac, «jetzt liegt der Ball bei ihnen.» Keine Frage ist, dass Kriens für Hofstetter Realersatz suchen wird. Eine Fährte führt nach Slowenien, doch Perkovac sagt: «Wichtig ist nicht, woher er kommt – sondern dass er gut ist und Tom vollwertig ersetzt. Das wird nicht leicht sein.» Der Trainer ist übrigens nicht abgeneigt, auch nach Skandinavien zu schielen: «Neue Impulse und Spielphilosophien tun gut.» Junges Altbewährtes wie Delchiappo und Eicher auch.