Kriens lässt beim Tabellenvorletzten Endingen nichts anbrennen und gewinnt klar mit 29:24

Kriens lässt beim Tabellenvorletzten Endingen nichts anbrennen und erspielt sich einen klaren 29:24 (17:5)-Sieg.

Roli Bucher
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Die Krienser Behielten gegen Endingen die Oberhand: Hier Tomas Piroch (rechts, Kriens) gegen Milomir Radovanovic.

Die Krienser Behielten gegen Endingen die Oberhand: Hier Tomas Piroch (rechts, Kriens) gegen Milomir Radovanovic.

Bild: Alexander Wagner, Kriens, 1. Februar 2020

Die Krienser Leistung-Palette schwankte zwischen fast perfekt und desolat: «Wir haben zwei Gesichter gezeigt», bilanzierte Trainer Goran Perkovac eine Partie, welche nie und nimmer einen Eintrag in die Annalen erhalten wird, «die erste Halbzeit war grossartig, die zweite zum Abschrecken.» Aber: «Wir haben die Pflicht erfüllt», sagt Perkovac. Seine Mannschaft habe die beiden Punkte geholt – und zwar resolut. Leider hätten sie es verpasst, das Torverhältnis aufzubessern:

«Das ist schade und ärgert mich. Einen solchen Schlendrian müssen wir austreiben.»

Wesentliches gibt es ansonsten zu dieser Begegnung kaum mehr zu berichten. Der HCK führte nach 13 Minute 7:2, das Spiel bereits entschieden – erst recht, weil wenig später Claudio Vögtli, der Ex-Krienser und Endingens schnittigste Angriffswaffe, die rote Karte gezeigt bekam. Kriens allerdings zeigte nicht den Willen, durchzuziehen. So durfte sich Endingen nach der Pause immerhin noch an ein gnädiges Niederlagen-Format herantasten.

Bild: Alexander Wagner, Kriens, 1. Februar 2020

Viel Arbeit am Verhandlungstisch

So konzentriert sich dieser Tage die HCK-Thematik nicht nur auf die Frage, ob das Team tatsächlich die Klasse besitzt, sogar Branchenkrösus Schaffhausen zu bezwingen, sondern vor allem auf den Verhandlungstisch. Der wichtigste Transfer ist mit Mittelaufbauer Janus Lapajne getätigt, zu regeln indes gilt es noch die Verträge mit Kreisläufer Filip Gavranovic und Rechtsflügel Severin Ramseier. Die Zukunft der beiden Wackelkandidate werde sich nächste Woche entscheiden, erklärt Perkovac den Stand der Dinge. Gavranovic habe man einen weiteren Einjahresvertrag vorgelegt. «Wir hoffen, dass er einwilligt», sagt Perkovac.

Ramseier muss sich derweil entscheiden, ob er Prioritäten im Beruf oder Handball setzt. Perkovac: «Ich dulde keine Halbheiten, wir ziehen konsequent durch, was wir predigen.» Und das sei ein Bekenntnis zum Spitzensport.

Das angesprochene Duo machte am Samstag beste Werbung in eigener Sache: Gavranovic und Ramseier waren zusammen mit Goalie Bar (50 Prozent Abwehrquote) und Blättler, der sich diese Saison nicht leicht tut, Konstanz in sein Spiel zu zementieren, die Besten.

Oertli bricht Mittelfinger

Seine beachtlichen Zukunftsperspektiven ins gute Licht rücken konnte am Samstag Oertli (19 jährig) nur ein paar Minuten, dann verletzte sich der junge Regisseur in einem Zweikampf und musste mit Verdacht auf einen gebrochenen Mittelfinger ins Spital eingeliefert werden. Doch solchen Unbill kennt Kriens in dieser Saison zur Genüge, wird das auch wegstecken. Zumal Captain Tom Hofstetter auf dieser Position gestern das Comeback feierte. Viel zu tun hatte er nicht: Endingen war schlicht und einfach zu schwach, um die Krienser Stabilität anzugreifen.

Bild: Alexander Wagner, Kriens, 1. Februar 2020

Endingen - Kriens-Luzern 24:29 (5:17)
350 Zuschauer. - SR Keiser/Rottmeier. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Endingen, 6mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.
Endingen: Grana (9 Paraden)/Schams (3); Sudzum (1), Riechsteiner (4), Mauron, Pejkovic (1), Grau, Wittlin (4), Vögtli, Mathys (5), Schafroth (1), Radovanovic (7).
Kriens-Luzern: Eicher (1 Parade)/Bar (9); Harbuz (3), Wipf, Blättler (6), Piroch (1), Rellstab (2), Gavranovic (7), Ramseier (6), Delchiappo (2), Papez (2), Lavric, Hofstetter.
Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys: 2:0.