Der HC Kriens-Luzern siegt gegen Schlusslicht Basel ohne Probleme

Leichtes Spiel für die Handballer des HC Kriens-Luzern beim Tabellenletzten RTV Basel: Der 27:21-Sieg lässt keine Wünsche offen.

Roland Bucher
Drucken
Teilen

Der HC Kriens-Luzern markierte schnell, wer die Chefrolle auf dem Platz übernehmen würde, führte nach wenigen Minuten 4:1, zog die Pace durch – und Coach Goran Perkovac grüsste eine Stunde später freundlich: «Wir waren resolut, wir haben gezeigt, dass wir ein Spitzenteam sind.»

Diesen Beweis anzutreten, dazu brauchte es indes wenig: Gegner Basel war deutlich überfordert, den Willen zur Gegenwehr konsequent durchzuziehen. Trotzdem gab’s von Perkovac ein Kompliment für sein Team: «Sich in die Defensivarbeit reinzuknien, wenn das Spiel längst entschieden ist, das braucht immer ein bisschen Überwindung. Meine Leute haben das aber wirklich gut gemacht.»

HCK-Trainer Goran Perkovac. (Bild: Boris Bürgisser)

HCK-Trainer Goran Perkovac. (Bild: Boris Bürgisser)

Sein Team zeigte in der Umkehrrichtung zwar keinen berauschenden Handball; zu viel ruhte in der Offensive auf den Schultern des individuell einmal mehr überragenden Liga-Topskorers Hleb Harbuz (13 Würfe, 11 Tore), der immerhin auf der rechten Aufbauerposition von Jungtalent Tomas Piroch gute Unterstützung erhielt. Die beiden bildeten zusammen mit Goalie Paul Bar (Abwehrquote beeindruckende 40 Prozent) einen Dreizack, der die Basler – mit den früheren HCK-Leuten Willimann und Engler angetreten – resolut aus dem Fugen nahm. «Wir haben uns als Favorit gegen den Tabellenletzten so aufgeführt, wie es sich gebührt», anerkannte Perkovac.

Jetzt beginnt der Ernst des Lebens

Die Souveränität der den als Qualifikationsvorgabe deklarierten Rang 4 erneut untermauernden Innerschweizer erstaunt insofern, als mit Captain Tom Hofstetter, der Dreh- und Angelscheibe, mit Rechtsaufbauer Papez und dem Internationalen Flügel Severin Ram­seier erneut drei Schlüsselspieler verletzt fehlten. «Wir haben uns daran gewöhnt, mit dieser Situation umzugehen», erklärt Perkovac, «es ist bemerkenswert, wie wir diese heikle Phase bewältigen.»

Am Mittwoch im Cup gegen Schaffhausen

Leichter wird’s in den kommenden Wochen für die Krienser kaum. An diesem Mittwoch bittet Ligakrösus Kadetten Schaffhausen zum Cup-Viertelfinal, bei welcher Gelegenheit, fordert der Trainer, «wir beweisen wollen, dass wir unsere Ambitionen zu Recht hoch angesetzt haben».

In der Meisterschaft hat sich Kriens auch dank dem Sieg bei Basel ein kleines Polster angespeckt, doch die Brocken wie – noch einmal – Schaffhausen oder Winterthur, stehen Anfang Dezember im Wege. «Solche Spiele wie in Basel, wo das Team meine Anforderungen und Ideen beinahe optimal umgesetzt und die Fehlerquote ex­trem tief gehalten hat, stimmen mich aber sehr zuversichtlich», schweifen Perkovacs Blicke in eine Zukunft, in welcher sich Kriens definitiv in Richtung Tabellenspitze orientieren will. «Wir sind auf gutem Weg», sagt Perkovac, «unsere Arbeit beginnt sich jetzt langsam, aber sicher auszuzahlen.»

RTV Basel - Kriens-Luzern 21:27 (9:13)
250 Zuschauer. – SR Keist/Winkler.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen RTV Basel, 6mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.
RTV Basel: Willimann (8 Paraden)/Dennis Wipf (1); Voskamp (2), Engler (4), Langhein (3), Berger, Ebi (3), Jurjevic (2), Basler, Ahmetasevic, Skusa (2), Attenhofer (3/3), Krause (2).
Kriens-Luzern: Bar (11 Paraden)/Rast (1); Harbuz (11/3), Christian Wipf, Blättler (2), Piroch (5), Gavranovic (2), Oertli (2), Schlumpf (1), Delchiappo, Lavric (2), Idrizi (2).
Bemerkungen: Verschossene Penaltys: 0:1.