Der HCK gewinnt gegen Gossau mit 26:23

10 Minuten, 10 Tore – das waren für den HC Kriens-Luzern gegen Fortitudo Gossau die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Am Schluss reichte das, um einen unbequemen Gegner mit 26:23 zu bezwingen.

Drucken
Teilen
Boris Stankovic vom HC Kriens-Luzern setzt zum Schuss an gegen Gossau. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Boris Stankovic vom HC Kriens-Luzern setzt zum Schuss an gegen Gossau. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Wie in den bisherigen Spielen startete der HCK erneut langsam. Und bis zur Pause lag der Gastgeber stets zurück. «Kommt schon, die Zeit des HCK» glaubten viele der Fans zu wissen. Doch von Wende vorerst keine Spur. Im Gegenteil. Forti zog frech davon und führte nach 41 Minuten mit 7 Toren. Als Näf nach seinem 13:20 zurücklief, glaube man bei den Gossauern so etwas wie Siegessicherheit zu sehen. «Nur ruhig, wir führen ja» beschwichtigte Fotis Keeper Holger Hug.

Doch sie hatten die Rechnung ohne den Gastgeber gemacht. Jetzt lief Goalie Roman Schelbert plötzlich zu seiner gewohnten Superklasse auf, parierte Schuss und Schuss (darunter drei Siebenmeter) und trieb damit den Gegner zur Verzweiflung. So sehr, dass Gossau auf Halblinks den offensichtlich noch nicht ganz wiedergenesenen Daniel Stahl brachte. Doch auch das brachte nichts. Denn in der Offensive hatte HCK-Coach Heiko Grimm längst jene Formation gefunden, die griff. Tobi Baumgartner zog auf dem mittleren Rückraum die brillant Fäden, und Sven Hess, der dankbare Allrounder, lief auf Linksaussen seine Bahnen – mit Erfolg. In dieser Formation fand das Team auch defensiv zu jener Leistung, die es braucht, um gegen Gossaus wirbliges Spiel die richtigen Gegenmittel bereit zu haben.

So dauerte es 10 Minuten, und das Spiel war aus Sicht des Gastgebers gedreht. Aus dem 15:21-Rückstand hatte der HCK eine 25:21-Führung gemacht. Ein unglaublicher Lauf, der mit viel Kampfgeist und Optimismus am Schluss doch noch zum Sieg verhalf.

HC Kriens-Luzern – TSV Fortitudo Gossau 26:23 (11:13)

Krauerhalle Kriens, 500 Zuschauer. SR Sager/Styger

Spielverlauf: 0:1, 1:2, 2:4, 3:5, 4:6, 6:10, 7:11, 10:11, 10:12, 11:13 (21.50); 11:14, 12:16, 13:20 (41.), 15:21 (44.), 25:21 (57.), 26:22, 26:23.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Ineichen, Fellmann (1), Raemy (7/3), Blättler, Spengler (2), Delhees, Baviera, Hess (1), Stankovic (4/2), Baumgartner (4), Schramm (3), Hofstetter (4)

Fortitudo Gossau: Meier/Hug/Masina; Misteli (1), Engeler (1), Ham, Näf (6), Usik (3), Geisser (7), Bucher (2), Bossart, Würth (3), Bösch, Stahl

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern