Der Innerschweizer Leichtathletikverband ist gerettet

Wegen Personalmangels drohte die Auflösung. Nun kann der ILV neue Vorstandsmitglieder präsentieren.

Simon Wespi
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Es wird weiter gelaufen beim ILV: Im Bild das nationale Fruehjahrsmeeting auf der Leichtathletik-Anlage Allmend in Zug. (Bild: Patrick Huerlimann, Zug, 4. Mai 2019)

Es wird weiter gelaufen beim ILV: Im Bild das nationale Fruehjahrsmeeting auf der Leichtathletik-Anlage Allmend in Zug. (Bild: Patrick Huerlimann, Zug, 4. Mai 2019)

Gross waren sie – die Personalsorgen beim Innerschweizer Leichtathletikverband ILV. Im Januar an der Delegiertenversammlung legten der Präsident und die Finanzchefin ihre Ämter im Vorstand nieder. Für beide wurden keine Nachfolger gefunden. Damit war der Verband gemäss Statuten nicht mehr beschlussfähig. Eine Auflösung des Verbandes drohte.

Dieses Szenario konnte nun abgewendet werden. Gerade mal drei von acht Vorstandsposten waren Anfang Jahr noch besetzt. Eine Projektgruppe wurde einberufen, um zusammen mit den übrig gebliebenen Vorstandsmitgliedern eine Lösung zu finden. Inzwischen konnten drei weitere Funktionen im ILV bekleidet werden – die Positionen Chef-Leistungssport (Ueli Koch), Finanzchef (Markus von Flüe) und Präsident (Dominik Lötscher). Letzterer hat die Projektgruppe geleitet und wird dem Verband ein Jahr als Präsident zur Verfügung stehen. «Wir sind sehr glücklich, können wir bereits neue Kandidaten für den Vorstand präsentieren», sagt Markus Fähndrich, der für die Technische Koordination im Verband zuständig ist. Komplettiert wird der Vorstand mit den bisherigen Mitgliedern Eliane (Sekretariat) und Brendan Rühli (Vizepräsident).

Strukturen wurden überarbeitet

In den vergangenen zehn Monaten haben die Projektgruppe und der verbleibende Vorstand stark am Transformationsprozess des Verbandes gearbeitet. «Wir haben sehr viele und gute Gespräche geführt», sagt Fähndrich. Die Strukturen wurden überarbeitet und modernisiert. Die Funktionen und Aufgaben wurden neu definiert und geordnet. «Wir haben den Fokus nicht auf die Besetzung des Präsidiums gesetzt, sondern auf die Strukturen des Daily-Business, denn diese müssen schliesslich funktionieren», erklärt Fähndrich. So wurde beispielsweise das Pflichtenheft im Ressort Leistungssport, vor allem die notwendigen Aufnahmebedingungen in das Regionalkader mit Limiten sowie die Funktion der Kadertrainer und Stützpunkttrainer, ausgearbeitet und definiert. Weiter wurde der Bereich der Finanzen neu strukturiert und vereinfacht. Insgesamt geht der Verband mit schlankeren Strukturen in die Zukunft.

Anfang November konnten die positiven Nachrichten an der Vereinsleiter-Konferenz präsentiert werden. «Der Verband lebt weiter», freut sich Fähndrich. Doch er macht keinen Hehl daraus, dass es auch künftig eine Herausforderung sein werde, Frauen und Männer für Vorstands-Funktionen zu gewinnen: «Es ist ein permanenter Prozess.» Wie bei vielen Vereinen, arbeiten auch beim ILV alle ehrenamtlich. Bis zur Delegiertenversammlung am 24. Januar, an welcher der designierte Vorstand gewählt wird, verbleiben noch einige Wochen. Zeit um die Verbandsmitglieder über die Änderungen der Strukturen und Statuten zu informieren. Auch wird die Zeit weiter genützt, um noch offene Ämter wie Kadertrainer und Stützpunkttrainer zu besetzen. «Um all die Anpassungen der Verbandsstrukturen kompetenzgerecht einpflegen zu können, müssen die Statuten zwingend angepasst werden», sagt Markus Fähndrich, ehemaliger Langläufer. Diese werden der DV zur Vernehmlassung im Januar vorgetragen.