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Interview

Der neue FCL-Trainer Häberli: «Sonst hätte ich wegzügeln müssen»

Der neue Trainer Thomas Häberli (44) ist beim FC Luzern angekommen. Im Interview spricht der Ballwiler über seine neue Aufgabe, den speziellen Start in die Trainerlaufbahn, die taktische Ausrichtung und die Mannschaft.
Raphael Gutzwiller
Thomas Haeberli, neuer FCL-Trainer, beim ersten Training am Freitag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 22. Februar 2019)

Thomas Haeberli, neuer FCL-Trainer, beim ersten Training am Freitag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 22. Februar 2019)

Als Spieler klappte der Wechsel zum FC Luzern nie, nun aber dafür als Cheftrainer. Warum?

Thomas Häberli: Weil jetzt die Zeit reif geworden ist. Als Spieler hat es mehrmals die Möglichkeit gegeben, nach Luzern zu wechseln. Bereits im letzten Sommer stand ich mit dem FCL in Kontakt, damals hat es aber noch nicht gepasst. Und nun habe ich mir gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ja, dann hätte ich wohl wirklich wegzügeln müssen. (Häberli wohnt in Ballwil, Anm. der Red.).

Sie haben beim FCL nur einen Vertrag bis Ende Saison unterschrieben. Ist das für Sie nicht ein grosses Risiko, zumal Ihnen noch Geld vom FC Basel zustehen würde?

Ich bin froh, erhalte ich die Möglichkeit, mich zu beweisen. Bei den Verhandlungen bin ich an den Tisch gesessen und hatte wenige Argumente. Ich bin überzeugt, dass diese schon im April oder Mai besser sein werden und ich den Vertrag vorzeitig verlängern kann. Aber letztlich muss es für beide Parteien passen.

Sie waren als Spieler ein Spätzünder, und auch als Trainer ging es lange, bis Sie in der Super League ankamen.

Die Frage ist immer, wann man bereit ist für eine solche Aufgabe. Ich bin der Meinung, dass man nicht Fussball spielen und zwei Jahre später das Gefühl haben kann, man könne eine Mannschaft führen. Es braucht eine gewisse Reife. Darum habe ich mir die Zeit genommen – auch in Anbetracht dessen, dass die Lernjahre im Fussball wunderschön sind. Für mich war es wichtig, dass ich Erfahrungen in verschiedenen Positionen sammeln konnte, sei es als Talent-Manager, Nachwuchstrainer oder Assistenztrainer. Dank meiner Arbeit bei den zwei Klubs YB und Basel habe ich einen guten Gesamtblick erhalten. Irgendwann war dann aber klar, dass der nächste Schritt kommen muss.

Sie haben einen ungewöhnlichen Weg als Trainer genommen. Nach Ihrem Rücktritt 2009 als Spieler starteten sie in der 3. Liga beim FC Perlen-Buchrain. Wie kam es dazu?

Das Traineramt bei Perlen-Buchrain war sicher nicht meine Hauptbeschäftigung. Ich war damals bereits bei YB im Nachwuchs als Stürmertrainer tätig. Da ich aber Trainerkurse absolvierte, benötigte ich eine Mannschaft. Ich wollte jedoch für drei Monate nach Australien reisen, um meine Englischkenntnisse zu verbessern. So entstand die Idee, dass ich bei Perlen-Buchrain als Trainer einsteige. So konnte ich problemlos in den Wintermonaten für drei Monate weg. Wir sind dann sogar aufgestiegen.

Danach arbeiteten Sie jahrelang im Nachwuchs. Weshalb sind Sie der Überzeugung, dass Sie genug Erfahrung für den nicht ganz einfachen Trainerjob beim FCL haben?

Die Erfahrung in dieser Position werde ich jetzt sammeln. Aber ich nehme einen Rucksack mit Erfahrungen von meinen vorherigen Jobs mit. In Basel und Bern habe ich in Spezialistenteams gearbeitet. Es war nicht so, dass es eine One-Man-Show gewesen wäre. Und das wird jetzt in Luzern nicht anders sein. Aber klar ist, dass ich derjenige mit der ganzen Verantwortung bin und beurteilt werde. Ich habe mich akribisch auf die Aufgabe als Cheftrainer vorbereitet und freue mich sehr, dass ich diese Chance erhalte.

Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag.(Bild: Martin Meienberger/freshfocus)Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli bei seinem ersten Arbeitstag.(Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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Der neue FCL-Trainer Thomas Häberli beim ersten Training mit der Mannschaft

Wie viel wissen Sie schon Ihrer Mannschaft?

Ich hatte seit dem Januar keine tägliche Aufgabe mehr und konnte alle Spiele des FCL sehen. Ich war auch bei der letzten Partie gegen Lugano im Stadion. Die Spieler kenne ich bereits. Ich weiss zwar nicht genau, wie sie ticken, aber zumindest weiss ich, was sie fussballerisch draufhaben. Nun geht es auch darum, den Staff besser kennenzulernen.

Am Freitag haben Sie erstmals mit der Mannschaft trainiert. Was für ein Team haben Sie vorgefunden?

In der Mannschaft sind viele gute Typen. Vielleicht sind sie sogar ein bisschen zu brav, zu lieb. Aber man merkt, dass die Spieler Qualität haben. Ich bin überzeugt von diesen Jungs. Wir werden sehen, wie parat wir am Sonntag gegen den FC Zürich schon sind.

Das Team hat zuletzt nicht mehr an einem Strang gezogen. Wie wollen Sie das wieder hinkriegen?

War das so?

Ja, wir hatten diesen Eindruck.

Wenn das so ist, muss man die Gründe dafür finden. Aber man darf sich gar nicht zu stark damit beschäftigen, viel wichtiger ist die Frage, wohin wir wollen und wie die Ressourcen aussehen. Es geht immer um Menschen, um Beziehungen, um Teamdynamiken. Für mich ist zunächst entscheidend herauszufinden, wo wir stehen und wo man den Hebel ansetzen muss.

Sie waren einst Stürmer. Heisst das, Sie lassen auch offensiven Fussball spielen?

Als Spieler habe ich besser gewusst, wie man Tore erzielt als wie man sie verhindert. Aber auch das habe ich nach der Karriere gelernt, denn es braucht beides. Ob die Taktik eher offensiv oder defensiv ist, kommt auf den Matchplan an.

Ihre Vorgänger René Weiler und Gerardo Seoane setzten auf starkes Umschaltspiel. Ist das auch Ihre Taktik?

Klar gehört dies dazu. Es geht aber immer darum, die Taktik zu finden, die den Spielern am besten entspricht. Wie diese aussieht, muss ich noch herausfinden.

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