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Davide Morandi ist der neue Trainer des SC Kriens

Der SC Kriens hat einen neuen Trainer: Davide Morandi wird Nachfolger von Bruno Berner im Kleinfeld.

Turi Bucher
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Davide Morandi löst Bruno Berner beim SC Kriens ab.

Davide Morandi löst Bruno Berner beim SC Kriens ab.

Archivbild: Carlo Reguzzi / TI-PRESS

Lange hat es gedauert, bis der SC Kriens seinen neuen Trainer verpflichten konnte. Sogar der SCK-Trainingsstart fand ohne ihn statt. Interimistisch wurden die ersten Übungseinheiten für die Saison 2021/22 von Erich Föllmi geleitet. Nun hat Kriens den Nachfolger von Bruno Berner endlich: Es ist der 56-jährige Tessiner Davide Morandi.

Die Unterschrift von Morandi hatte unter anderem so lange auf sich warten lassen, weil Morandi zuerst die Verpflichtungen bei seinem vorherigen Arbeitgeber regeln musste. Über die Laufdauer des Vertrags will der einzige Zentralschweizer Challenge-League-Klub keine Auskunft geben. Der Vater des GC-Fussballers Giotto Morandi ist im Moment noch für das Tessiner Fernsehen in Budapest als Experte an der Fussball-Europameisterschaft unterwegs und wird ab Donnerstag – in schweizerdeutscher Sprache – das Krienser Training leiten. Nach dem Abgang von Aurélien Mioch (YB-Frauen) ist der neue SCK-Assistenztrainer noch nicht bekannt. Am Mittwochnachmittag spielt der SC Kriens sein erstes Saison-Testspiel in Bern gegen Schweizer Meister Young Boys. Nächste Woche folgen die Tests gegen den FC Luzern und gegen Thun.

«Er passt menschlich und emotional zum SC Kriens»

Davide Morandi war zuvor als Klubtrainer nur im Tessin tätig, zuletzt in der Promotion League bei der AC Bellinzona. Der frühere Spieler von Locarno und Chiasso (Nationalliga A und B) begann seine Trainerkarriere in der 4. Liga und arbeitete danach mit den Vereinen Ascona sowie GC Biaschesi. 2008 leitete er das U18-Team Ticino und übernahm im Sommer 2010 den
FC Locarno in der Challenge League. Im Sommer 2012 wurde Morandi für ein Jahr Trainer des FC Lugano, ebenfalls in der Challenge League. Danach war er für drei Jahre Technischer Direktor des Tessiner Fussballverbandes.

Kriens-Sportchef Bruno Galliker sagt über den neuen Kriens-Trainer: «Wir kennen uns schon seit 14 Jahren. Er passt menschlich und emotional zum SC Kriens.»

«Beim ersten Gespräch schon Feuer und Flamme»

Morandi hatte sich nicht beim SCK beworben, Galliker war nach dem Abschied von Bruno Berner (immer noch vereinslos!)auf ihn zugegangen. «Schon beim ersten Gespräch waren wir Feuer und Flamme», schwärmt Galliker. «Morandi bringt grosse Erfahrung mit nach Kriens. Er kennt die Challenge League wie seine Westentasche, nicht zuletzt deshalb, weil sein Sohn mit GC in der Challenge League gespielt hat. Und Morandi ist einer, der gerne mit jungen Spielern arbeitet.»

Morandi ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen, die alle entweder als Trainer oder Spieler tätig sind. Mit seiner Familie wohnt er in Ascona.

Und was sagt der neue Kriens-Trainer selber vor seinem Start beim SCK? «Ich glaube, dass die Geschichte des SC Kriens in den letzten Jahren viel Respekt verdient. Ich werde alles dafür tun und wir werden zusammen dafür arbeiten, damit wir diese Geschichte erfolgreich weiterführen können.»

Nur der SC Kriens hat den Trainer gewechselt

Erstaunlich: Der SC Kriens ist bei aktuellem Stand der einzige Challenge-League-Klub, der mit einem neuen Trainer in die Saison startet. Der Auftrag des Italien-Schweizers Davide Morandi in Kriens ist klar und lautet nicht anders als jener von Vorgänger Berner in den vergangenen drei Jahren: Morandi muss mit dem SC Kriens in der neuen Saison wieder den Ligaerhalt schaffen, den Abstieg verhindern.

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