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Der neue Zuger Flügel Bachofner sagt: «Ich musste hartes Brot essen»

Jérôme Bachofner gehörte letzte Saison zu den Aufsteigern. Nun beginnt für ihn ein neues Kapitel.
Sascha Fey
Die Anfangs-Nervosität hat sich bei Jérôme Bachofner mittlerweile gelegt. Bild: Pius Amrein (Zug, 19. August 2019)

Die Anfangs-Nervosität hat sich bei Jérôme Bachofner mittlerweile gelegt. Bild: Pius Amrein (Zug, 19. August 2019)

Jérôme Bachofner ist im Eishockey ein Spätzünder. Er liess aber nie locker, auch nicht in der schwierigen Zeit, in der er neben dem Sport eine Ausbildung zum Auto-Spengler machte. «Es waren harte vier Jahre, die mich menschlich sehr weit gebracht haben», blickt der 23-Jährige zurück. Mittlerweile ist der Knopf aufgegangen, die vergangene Saison war die erste, in der er die gesamte Zeit in der höchsten Liga spielte. Während neun Partien war er gar Topskorer der Lions – insgesamt verzeichnete er zehn Tore und sechs Assists. Am 10. November debütierte er am Deutschland Cup gegen den Gastgeber (4:3 n. P.) im Nationaldress. Dennoch entschied sich Bachofner für eine neue Herausforderung. Warum? «Ich musste beim ZSC auch hartes Brot essen. Zudem wollte ich mit anderen Augen angeschaut werden, nicht nur als der Junge, der für alles den Kopf hinhalten muss.»

Die Integration beim EVZ verlief problemlos, allerdings sei er am Anfang ziemlich nervös gewesen, da er zum ersten Mal gewechselt habe, gibt er zu. Einzelne Spieler kannte er schon von früher oder vom Nationalteam.

Der EV Zug gab ihm das richtige Gefühl

Für Bachofner war nicht nur die Mannschaft neu, er lebt auch zum ersten Mal alleine – in einer Wohnung in Steinhausen. Mittlerweile hat er sich daran gewöhnt. «Ich würde nie mehr zurück wollen zu den Eltern.» Zwischendurch kocht er auch gerne: «Ich bin nicht der Sternekoch, kann aber mehr als Teigwaren und Wienerli.» Bachofner hatte auch Angebote von anderen Vereinen, er merkte jedoch bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen der Zentralschweizer, dass sie ihn unbedingt wollten. Ein weiterer Grund für den EVZ war das in Cham entstehende Kompetenzzentrum für Spitzenleichtathletik und Forschung (OYM). «Das ist für einen jungen Spieler wie mich top.»

Bachofner bezeichnet sich selber als «lustigen, kommunikativen, aufgestellten Typ. Ich bin nie schlecht gelaunt.» Damit er funktioniert, muss immer etwas laufen. Auch deshalb wählte er die Lehre zum Auto-Spengler anstatt ein KV zu machen: «Ich bin nicht gerne achteinhalb Stunden am Computer, sondern brauche etwas in den Händen.» Bei anderen Personen ist es Bachofner wichtig, dass sich diese nicht verstellen. Es stellt für ihn kein Problem dar, wenn es mal einen «Knall» gibt. Er erhält auch gerne konstruktive Kritik. «Ich mag es nicht, wenn man mich in den siebenten Himmel lobt, man soll mir sagen, wenn ich etwas falsch mache. Das brauche ich. Es muss mir keiner Feuer unter dem Arsch machen, aber es geht in diese Richtung», erklärt Bachofner.

Wenn er jedoch von etwas überzeugt ist, dann setzt er es in die Tat um. Auf seinem Unterarm steht geschrieben: «Mach, was du für richtig hältst, hör nicht auf die anderen, es ist deine eigene Entscheidung.» Es ist eines von vielen Tattoos, die für ihn fast schon zu einer Sucht geworden sind. Was will er auf dem Eis ins Team bringen? «Dorthin zu gehen, wo es weh tut.» Die NHL ist für Bachofner weiterhin ein Traum, er hat jedoch das Gefühl, dass die beste Liga der Welt für ihn «weit entfernt ist. Zunächst will ich mich in der National League etablieren, dann schaue ich, was herauskommt. Ich bin momentan zufrieden, so wie es ist.» Sein Ziel mit dem EVZ ist klar: der Meistertitel.

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