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Der Nummerncode des Rugby oder wie das intensive Ballspiel funktioniert

Am Freitag startet die Rugby-WM in Japan. So funktioniert der körperbetonte Ballsport.
Ives Bruggmann (Text) und Rosina Mayer (Grafik)

Regeln und Punkte

Zwei Teams mit je 15 Spielern versuchen, das «Ei» aneinander vorbeizutragen. Gepasst werden darf nur rückwärts, kicken ist erlaubt. Fünf Punkte gibt es, wenn der Ball im gegnerischen Malfeld abgelegt wird. Die Erhöhung danach ist zwei Punkte wert. Aus dem Spiel bekommt drei Punkte, wer ein Goal per Dropkick durch die Stangen erzielt. Für einen geglückten Penaltykick gibt es deren drei.

Für jede Rückennummer eine Aufgabe

Die Position des Haklers, die Nummer 2, gilt als gefährlichste im Rugby. Im Gedränge entsteht am meisten Druck auf den Hakler, weshalb er eine besonders starke Nackenmuskulatur braucht und nicht zu gross sein darf. Bei der Gasse wirft er den Ball ins Spiel.

Die Nummern 1 und 3, der linke und der rechte Pfeiler, müssen besonders stark sein für das Gedränge, weil die Verletzungsgefahr gross ist. Ein Pfeiler im internationalen Rugby wiegt meist über 120 kg.

Die Nummern 4 und 5 heissen Zweite-Reihe-Stürmer und sind im besten Fall die grössten Spieler des Teams. Damit kommt ihnen bei der Gasse eine Hauptrolle zu. Mit ihrer Kraft nehmen sie zudem eine wichtige Rolle im Gedränge ein.

Die Flügelstürmer (Nummern 6 und 7) müssen vielseitig sein. Ihre Qualitäten sind vor allem im Tackling und im Passspiel gefragt. Die Nummer 8 steuert das Gedränge und vereint die Fähigkeiten von Stürmern und Verteidigern.

Der Gedrängehalb (Nummer 9) ist meist der erste Spieler, der den Ball nach einer Standardsituation erhält. Er sollte flink sein und das Spiel schnell machen. Die Nummer 10, der Verbinder, ist der Dreh- und Angelpunkt und beherrscht das Kick- und Passspiel perfekt. Die Nummern 12 und 13 sind wichtig in der Defensive und geben in der Offensive meist den letzten Pass vor einem Versuch.

Die Flügel mit den Nummern 11 und 14 sind oft die schnellsten Spieler und schliessen die Angriffe im besten Fall mit einem Versuch im Malfeld ab. Die Nummer 15 ist der defensive Schlussmann und leitet mit einem Lauf oder Kick den nächsten Angriff ein.

Gasse

Diese typische Standardsituation wird angeordnet, wenn der Ball ins Seitenaus gelangt. Vom gegnerischen Team wird der Ball mittels Einwurf in die Gasse zwischen den beiden Teams geworfen. Er darf nicht schräg geworfen werden. Dafür dürfen Spieler hochgehoben werden. Die Teams benutzen einen Code, um anzusagen, wo der Ball hinkommt.

Penaltykick

Bei groben Regelverstössen ordnet der Schiedsrichter einen Penaltykick an. Versenkt der Spieler den den auf einer Vorrichtung am Boden liegenden Ball zwischen den Stangen, erhält das Team drei Punkte. Gute Kicker haben eine Reichweite von knapp 50 Metern und eine hohe Erfolgsquote. In engen Spielen machen Penaltys oft den Unterschied.

Gedränge

Je acht Stürmer eines Teams verbinden sich zu einem Paket, das im internationalen Rugby über 900 kg wiegt. Der Gedrängehalb, die Nummer 9, rollt den Ball in die Mitte. Beide Pakete versuchen, sich gegenseitig wegzuschieben und den Ball mit den Füssen nach hinten zu befördern. Ein Gedränge wird nach einem kleinen Regelverstoss angeordnet.

Erste Rugby- WM in Japan

Die Rugby-WM in Japan startet übermorgen Freitag und endet am 2. November in Yokohama. 20 Teams ermitteln in vier Fünfergruppen die Viertelfinalteilnehmer. Die erste WM in Asien soll die Sportart in ein neues Zeitalter führen. Die Rugby-WM ist nach Olympischen Sommerspielen und Fussball-WM das drittgrösste Sportereignis der Welt.

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