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Der Panzer und das Väterchen

Daniel Good

Apotheker bis Zarin Abseits vom Fussball reichen die Spitznamen von «The Greatest» bis zum britischen Skispringer «Eddie the Eagle». Wie «Eddie the Eagle» richtig heisst, weiss heute wohl niemand mehr. Es handelt sich um Michael Edwards, der zum Beispiel an den Olympischen Spielen 1988 in Calgary auf derart geringe Weiten kam, dass er ironischerweise als «Adler» bezeichnet wurde. Der Grossartigste (The Greatest) ist der Boxer Muhammad Ali.

Den Übernamen «The Tank» (der Panzer) erhielt der frühere sowjetische Eishockey-Superstar Wladimir Krutow in Kanada. Der 2012 mit 52 Jahren verstorbene Krutow spielte Anfang der 1990er-Jahre mit reichlich Übergewicht für den Zürcher SC. Die Tragik seiner Laufbahn wird nie in Vergessenheit geraten. Als Krutow nach dem Ende des Kommunismus nicht mehr in der Obhut seines Club- und Nationaltrainers Viktor Tichonow war, geriet sein Leben ausser Rand und Band. Der vor knapp drei Jahren gestorbene Tichonow war der wohl härteste Eishockeytrainer seiner Zeit, trotzdem wurde er «Väterchen» genannt. Die «Zarin» ist die russische Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa.

Im Skifahren machte sich Hermann Maier als «Herminator» einen Namen, ebenso erfolgreich wie der Österreicher war der Italiener Alberto «Tomba la Bomba». Weil er immer zuverlässig traf, war Karl Malone in der nordamerikanischen National Basketball Association der «Briefträger» (Mailman). Ausdauer wie eine «Lokomotive» hatte der tschechoslowakische Läufer Emil Zatopek. Der in Dopingfragen besonders bewanderte Italiener Rodolfo Massi wurde im Feld der Radrennfahrer als «Apotheker» bezeichnet. Eddy Merckx war der «Kannibale», weil er seinen Konkurrenten keine Siege gönnte. Der bald 60-jährige Beat Breu ist auch als «Bergfloh» bekannt, weil er aufwärts fast so schnell fuhr wie in der Ebene. Ferdy Kübler, der erste Schweizer Gewinner der Tour de France, brachte es sogar auf zwei Übernamen: «Ferdy National» und der «Adler von Adliswil».

Die Nordländer sind aussergewöhnlich cool. Deshalb ist der im Kanton Zug wohnende finnische Formel-1-Fahrer Kimi Räikkönen der «Ice Man». Zum «Ice Borg» wurde der frühere schwedische Tennisstar Björn Borg. Weil es sich besonders gut reimt, ist Stan Wawrinka auch «Stan the Man».

Daniel Good

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