Der SC Kriens scheitert an der Chancenauswertung und unterliegt zu Hause dem FC Winterthur 0:2

Der SC Kriens kommt zu Hause gegen den FC Winterthur erst in der zweiten Halbzeit in die Gänge, trotzdem bleibt’s nach den Gästetoren von Davide Callà (15.) und Ousmane Doumbia (27.) bis zum Schluss 0:2.

Daniel Wyrsch
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Ein Aktivposten: Der Krienser Dario Ulrich (rechts) im Zweikampf mit dem Winterthurer Pascal Schüpbach.

Ein Aktivposten: Der Krienser Dario Ulrich (rechts) im Zweikampf mit dem Winterthurer Pascal Schüpbach.

Bild: Pius Amrein (Kriens, 3. Oktober 2020)

In der Nachspielzeit vergaben die Krienser die dritte hochkarätige Möglichkeit der zweiten Halbzeit. SCK-Präsident Werner Baumgartner verwarf auf der Tribüne die Hände und meinte hadernd: «Wir könnten wohl noch eine paar Stunden spielen, ohne ein Tor zu schiessen.»

Damit brachte Baumgartner die allgemeine Stimmung im Kleinfeld auf den Punkt. Die Gastgeber betrieben während der zweiten 45 Minuten einen enormen läuferischen und spielerischen Aufwand, belohnten sich allerdings nicht. Die Gäste aus Winterthur hingegen brachten ihren komfortablen 2:0-Vorsprung aus der ersten halben Stunde dieser Partie über die Zeit. Sie profitierten von einem SCK, der sehr vorsichtig ins Spiel gegangen war – und sich in der ersten Phase zu viele Aussetzer leistete.

Erst die zweite Krienser Heimniederlage im Jahr 2020

«Der Gegner war abgeklärter und reifer, wir begingen zudem individuelle Fehler», analysierte Kriens-Coach Bruno Berner nach der zweiten Heimniederlage im Kalenderjahr 2020. Nutzniesser der Unordnung in der Krienser Hintermannschaft waren die Winterthurer Routiniers Davide Callà (15.) und Ousmane Doumbia (27.), welche die Mannschaft von Ralf Loose mit ihren Treffern 2:0 in Führung schossen.

Immerhin hatten die Krienser in der 22. Minute mit Amel Rustemoski eine Kopfballchance und in der 35. Minute durch Asumah Abubakar eine noch grössere Gelegenheit mit dem Fuss. Doch der 23-jährige Stürmer aus Ghana zeigte sich nicht in Bestform, er verwertete das Zuspiel von Flügelspieler Dario Ulrich nicht, sondern verzog den Schuss aus guter Position.

SCK-Trainer Berner fasst die richtigen Entschlüsse

Bruno Berner stellte direkt nach der Pause auf eine Dreierabwehr um, ersetzte Innenverteidiger Souare Baba durch den selbstbewusst auftretenden Liridon Berisha. Im Angriff brachte der Coach gleichzeitig Maloku Progon für Rustemoski. Die Massnahmen griffen, der SCK war fortan das dominante Team, die Winterthurer wurden in ihre Platzhälfte zurückgedrängt. Nur der unverwüstliche 35-jährige Callà sowie Doumbia liessen im Mittelfeld immer wieder ihre Klasse aufblitzen. In der Abwehr stellte der frühere Luzern-Profi Remo Arnold für Abubakar ein praktisch unüberwindbares Hindernis dar.

Der eingewechselte Berisha vergab das 1:2 (72.). Vier Minuten später brachte der ebenfalls eingewechselte Progon seinen Kopfball aus kurzer Distanz nicht an FCW-Keeper Dario Marzino vorbei. Flankengeber war Ulrich, der formstärkste SCK-Offensivmann. «Wir müssten in so einem Match treffen, mit dem Anschlusstor hätte die Partie einen anderen Verlauf nehmen können», fand der frühere FCL-Junior Ulrich – und war damit ganz bei SCK-Boss Baumgartner. Trotz nur drei Punkten aus drei Spielen ist Ulrich sicher: «Wir haben genug Qualität.»

Kriens – Winterthur 0:2 (0:2)

Kleinfeld. – 700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kanagasingam. 

Tore: 15. Callà 0:1. 27. Doumbia 0:2.

Kriens: Zbinden; Urtic, Alessandrini, Baba (46. Berisha), Costa; Ulrich, Sadrijaj (72. Mistrafovic), Kukeli (89. Dieng), Mulaj (81. Yesilcayir); Rustemoski (46. Progon), Abubakar.

Winterthur: Marzino; Lekaj, Arnold, Kamberi, Schüpbach; Callà (91. Gantenbein), Pepsi, Doumbia (85. Hamdiu), Ramizi (87. Rama); Buess (91. Isik), Alves (91. Omerovic).

Bemerkungen: Kriens ohne Fanger, Tadic, Aliu und Busset (alle verletzt). Winterthur ohne Spiegel, Tolino, Roth, Gonçalves, Costinha, Ltaief, Kriz, Volkart und Pauli (alle verletzt) und Mahamid (krank). Verwarnungen: 26. Mulaj (Unsportlichkeit). 37. Sadrijaj (Foul). 74. Ramizi (Foul). 78. Lekaj (Foul). Debüt von Kriens-Goalie Rafael Zbinden.

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