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Der Traum der Schweizer U19-Frauen droht zu platzen

Für die Schweizer U19-Frauen wird der Halbfinal-Einzug ein sehr schwieriges Unterfangen. Das Team von Coach Nora Häuptle verlor das zweite Gruppenspiel gegen Spanien 0:2.
René Barmettler
Die Stanserin Géraldine Reuteler (Mitte) kämpft gegen die Spanierinnen vergeblich. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 21. Juli 2018)

Die Stanserin Géraldine Reuteler (Mitte) kämpft gegen die Spanierinnen vergeblich. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 21. Juli 2018)

In der 76. Minute drohte es knüppeldick für die Schweizerinnen zu kommen. Die Spanierin Nerea Eizaguirre trat zu einem Strafstoss an. Doch Elvira Herzog, die Torhüterin des FC Zürich, hielt diesen harmlosen Schuss. Trotzdem sah sich die U19-Auswahl zu diesem Zeitpunkt bereits einem 0:2-Rückstand ausgesetzt. Das musste indes noch nichts bedeuten, denn im Startspiel holte die Schweiz gegen Frankreich nach einem 0:2 noch ein 2:2. Doch diesmal blieb ein Erfolgserlebnis aus, Spanien brachte den Vorsprung über die Zeit, die Schweiz droht an der Heim-EM das frühzeitige Aus. «Wir hatten eine gute Startphase», resümierte Nora Häuptle hinterher, «gehen wir 1:0 in Führung, nimmt das Spiel eine andere Richtung. Leider begingen wir naive Fehler und zeigten in den Momenten vor den Gegentoren, dass wir noch etwas grün hinter den Ohren sind.»

So blieb am Ende die Partystimmung aus, obwohl, von Fussballverdrossenheit in Zug war keine Spur auszumachen: Die Hertiallmend bot eine würdige Kulisse für dieses zweite Spiel der Schweizerinnen. Die Tribüne war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Platzspeaker, sonst für Zug 94 tätig, quälte sich durchs Englische, und die Aufstellung der Spanierinnen verkam für ihn zu einer wahren Tortur. Dann aber brandete Jubel auf, als die Spielerinnen den Platz betraten. Auch einige spanische Anhänger feuerten ihre Lieblinge mit «Vamos Chicas» an.

Tyara Buser vom FC Basel wirbelte auf der rechten Seite und holte im Kampf gegen zwei Spanierinnen in der 12. Minute einen Penalty heraus. Malin Gut, der Captain, setzte den Schuss zwar hoch an, aber Goalie Echezarreta Fernández wehrte spektakulär zum Eckball ab.

Entäuschung nach einer verpassten Chance: Die Schweizerin Fiona Huber (Bildmitte). Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Die Schweizerin Alisha Lehmann (Mitte) setzt sich gegen die Spanierin Laia Codina Panedas durch. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Die Schweizerin Tyara Buser am Boden. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Verwirft die Hände: Trainerin Nora Häuptle. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Malin Gut (links) gegen Ana Marcos Moral. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Unmittelbar nach dem Spiel treten die Spielerinnen zusammen und besprechen die Lage. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Enttäuschung bei Alisha Lehmann nach der Niederlage. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Die Schweizer Bank. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Chantal Wyser (rechts) gegen Abilleira Duenas. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
Spektakulär: Geraldine Reuteler. Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 21. Juli 2018)
10 Bilder

U19 in Zug: Schweiz - Spanien 0:2

Nun braucht es einen hohen Sieg gegen Norwegen

Kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde brachte eine weitere Druckphase der Schweizerinnen nichts Zählbares ein, im Gegenteil: Fiona Hubler von GC vertändelte an der gegnerischen Strafraumgrenze einen Ball, die Spanierinnen setzten zu einem Konter drei gegen zwei an. Hubler hätte noch die Chance zu einem taktischen Foul gehabt, doch sie liess die Gegnerinnen den Gegenangriff erfolgreich zu Ende spielen. Olga Carmona liess Goalie Herzog keine Abwehrchance – 1:0. Danach vergab Buser nach schöner Vorarbeit der Stanserin Géraldine Reuteler eine Riesenchance zum 1:1, wiederum glänzte Echezarreta Fernández mit einer Parade. Ein verlorener Zweikampf im eigenen Strafraum führte die Vorentscheidung herbei: Nach einer Stunde traf Marquez Baena im Nachschuss zum 2:0. Die Schweiz kämpfte wacker bis zum Schlusspfiff weiter, doch es war ein Tag zum Vergessen. Und Géraldine Reuteler, zuletzt für den FC Luzern im Einsatz, hätte sich ihren wohl letzten Auftritt für längere Zeit in der Zentralschweiz anders vorgestellt. Nach der EM wechselt sie in die Bundesliga nach Frankfurt und würde der Schweiz zuvor gerne zum EM-Titel verhelfen. «Das Glück war bisher nicht auf unserer Seite», monierte Reuteler, «nun müssen wir halt gegen Norwegen hoch gewinnen und auf einen Sieg von Frankreich hoffen.»

U19-Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz. 2. Spieltag. Gruppe A. In Zug: Schweiz – Spanien 0:2. Norwegen – Frankreich 1:0. – Rangliste(je 2 Spiele): 1. Norwegen* 6. 2. Spanien 3. 3. Frankreich 1 (2:3). 4. Schweiz 1 (2:4). – Norwegen vorzeitig für die Halbfinals qualifiziert. – Letztes Schweizer Gruppenspiel: Norwegen – Schweiz (Dienstag um 18.15 Uhr in Wohlen).

Gruppe B. In Yverdon: Dänemark – Italien 1:0. Niederlande – Deutschland 1:0. – Rangliste (je 2 Spiele): 1. Niederlande* 6. 2. Deutschland und Dänemark, je 3 (1:1). 4. Italien 0. – Niederlande vorzeitig für die Halbfinals qualifiziert.

Schweiz – Spanien 0:2 (0:1)

Zug. – 2345 Zuschauer. – Tore: 29. Carmona 0:1. 60. Marquez Baena 0:2. – Schweiz: Herzog; Wyser (74. Guede Redondo), Stahl, Gut, Marti; Hubler (74. Piubel), Tschopp; Lehmann, Messerli (62. Riesen), Buser; Reuteler. – Echezarreta Fernández; Hernández, Codina Panedas (85. Jiménez), Torrodá; Abilleira Dueñas; Marquez Baena, Eizaguirre (78. Marcos Moral), Serrano, Carmona; Carla (62. Mrabet Slack). – Bemerkungen: 12. Echezarreta Fernández wehrt Foulpenalty von Gut ab. 60. Lattenschuss Carla. 76. Herzog hält Foulpenalty von Eizaguirre.

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