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Lukas Frick: Der unbekannte Ostschweizer Eishockey-Held

Mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille ist Lukas Frick in das Bewusstsein vieler Anhänger gerutscht. Jetzt will der Ostschweizer auch mit Lausanne Erfolge feiern.
Sergio Dudli
Der 24-jährige Lukas Frick stand bereits über 250-mal in der NLA auf dem Eis. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Der 24-jährige Lukas Frick stand bereits über 250-mal in der NLA auf dem Eis. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Mathias Seger? Den Flawiler kennt jeder Eishockey-Anhänger in der Schweiz. Timo Meier und Kevin Fiala? Die Ostschweizer sind gestandene NHL-Spieler und in Nordamerika bekannte Gesichter. Ramon Untersander? Der Rheintaler war beim Gewinn der Silbermedaille an der WM in Dänemark einer der Leistungsträger des Schweizer Teams. Und Lukas Frick? Auch er kommt aus der Ostschweiz, spielt Eishockey und hat zu Hause eine WM-Silbermedaille hängen.

In Lausanne angekommen

Bis vor wenigen Monaten war der 24-Jährige aus dem st. gallischen Züberwangen aber nur der Eishockey-interessierten Bevölkerung bekannt. Selbst in seiner beschaulichen Heimat war der Verteidiger von Lausanne ein unbeschriebenes Blatt. Frick sagt:

«Während der WM haben Kollegen von mir ein Plakat zwischen Züberwangen und Zuzwil aufgehängt. Erst dadurch haben viele Leute realisiert, dass einer aus dem Dorf an der WM dabei ist»

Im eigenen Dorf ein Unbekannter. Dabei spielt Frick bereits seit sechs Jahren in der NLA. Seine ersten Pflichtspiele absolvierte er in der Saison 2012/2013 für Kloten. Nach rund 200 Einsätzen für die Zürcher wechselte der Ostschweizer in der vergangenen Saison zu Lausanne. «Ich hatte das Glück, bereits ein paar Spieler im Team zu kennen. Sie haben mich super aufgenommen und waren für mich da», so Frick. Das habe ihm den Wechsel zu einem anderen Club und in eine andere Sprachregion erleichtert.

Das Playoff als Minimalziel

Sportlich gesehen war die erste Saison mit den Waadtländern eine Enttäuschung. Lausanne verpasste das Playoff deutlich und musste den Gang in die Platzierungsrunde antreten. «Das war hart», so Frick. Und ergänzt: «Natürlich bist du da enttäuscht. Für dieses Ziel arbeitest du die ganze Saison. Aber trotzdem war es für mich persönlich eine gute Saison.» Als grössten Fortschritt bezeichnet Frick die gewonnene Ruhe, mit der er in Scheibenbesitz agiert. Der 24-Jährige sagt:

«Wenn du nicht unter Druck oder Stress gerätst, kannst du dich viel besser auf den ersten Pass und die Angriffsauslösung konzentrieren.»

Die vergangenen Freitag gestartete Saison hat Lausanne derweil mit zwei Siegen aus drei Spielen eröffnet. An der Bande steht mit Trainer Ville Peltonen ein neuer Mann – der dritte Coach innerhalb eines Jahres. Frick nennt ihn «einen echten Teamplayer». Peltonen lege sehr viel Wert auf den Geist, der innerhalb der Mannschaft herrsche. «Wir haben im Sommer mit vielen Teambildungsmassnahmen an dieser Chemie gearbeitet. Es ist im Sport entscheidend, ob jeder für den anderen geht oder nicht», so Frick. Als Ziel haben die Verantwortlichen in Lausanne die Teilnahme am Playoff ausgerufen. «Mein persönliches Ziel geht darüber hinaus», sagt der Verteidiger.

Der NHL-Traum «ist doch völlig normal»

Das Fernziel von Lukas Frick heisst Nordamerika. Im Sommer trainierte er mehrere Wochen in einem Camp in den USA. Mit dabei waren gestandene NHL-Spieler wie der Russe Nikita Kucherov, der vergangene Saison für Tampa Bay Lightning in 97 Partien herausragende 117 Punkte gesammelt hatte. «Das ist schnell erzählt: Es ist einfach toll, so einem Spieler zuzuschauen. Von solchen Erfahrungen kannst du unheimlich profitieren», so Frick, der an der WM in Dänemark in jedem Spiel zum Zug kam.

Lukas Frick (rechts) im Kampf um die Scheibe. (Bild: KEY)

Lukas Frick (rechts) im Kampf um die Scheibe. (Bild: KEY)

Der Ostschweizer macht auch kein Geheimnis daraus, dass der Aufenthalt in den USA keine Eintagsfliege gewesen sein soll. «Von der NHL träumt jeder kleine Junge, das ist die beste Eishockeyliga der Welt. Es ist doch völlig normal, das Ziel zu haben, einmal dort zu spielen», sagt Frick. Trotz des Erfolgs mit der Schweizer Nationalmannschaft und den persönlichen Fortschritten ist Frick nicht gleich bei erstbester Gelegenheit nach Nordamerika gegangen:

«Ich will zuerst in der Schweiz richtig Fuss fassen. Alles, was danach kommt, ist Zugabe.»

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