Der Untergang von Djokovic

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Viertelfinals Es war eine Niederlage mit Ansage für Novak Djokovic. Der Serbe hatte weder in der ersten Hälfte dieses Jahres noch in den ersten Matches in Paris überzeugt. Dass er aber im gestrigen Viertelfinal gegen den 23-jährigen Niederösterreicher Dominic Thiem gleich mit 6:7 (5:7), 3:6, 0:6. untergehen würde, überraschte dann doch. Nach dem umkämpften ersten Satz brach Djokovic völlig ein. Im letzten Durchgang gewann er gerade noch acht Punkte. Dabei machte er einen rat- und teilnahmslosen Eindruck. «Es ist hart, diesen dritten Satz zu kommentieren», suchte Djokovic nach Worten.

Thiem trifft auf Nadal

Seit er vor einem Jahr nach seinem ersten French-Open-Sieg auf dem absoluten Höhepunkt stand, passte bei Djokovic nicht mehr viel zusammen. Er gewann noch zwei (kleinere) Turniere. Am Montag wird er in der Weltrangliste auf Platz 3 oder 4 zurückfallen. Djokovic ist sich im Unklaren, wie es weitergehen soll. Der 30-Jährige schliesst auch eine längere Pause nicht aus. «Wir werden sehen. Ich muss schauen, wie ich mich nach den French Open fühle.»

Thiem zeigte in seinem zweiten Grand-Slam-Viertelfinal eine fast perfekte Leistung. Er trifft am Freitag auf Rafael Nadal. Dem Spanier wird regelrecht der rote Teppich ausgerollt. Im Viertel­final gab Gegner Pablo Carreño Busta wegen einer Verletzung nach 51 Minuten auf. Nadal brauchte für die fünf Spiele bis zum Halbfinal nicht einmal acht Stunden. Er gab dabei 22 Games ab, so wenige wie noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier auf dem Weg in den Halbfinal. (sda)