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Der vielseitige «FCL-Kaká» aus Georgien fühlt sich in Luzern pudelwohl

Beim 3:1-Heimsieg über Sion brillierte der FCL-Angriff. Aber auch die Abwehr mit Otar Kakabadse erfüllte bis auf das VAR-Gegentor ihren Job.
Daniel Wyrsch

Alle Spieler des FC Luzern verdienten sich beim 3:1-Heimtriumph über den FC Sion gute Noten. So auch Otar Kakabadse. Der 24-jährige Rechtsverteidiger steigerte sich in der zweiten Halbzeit mit der ganzen Mannschaft. Die Innerschweizer waren nicht mehr wiederzuerkennen. Vorne zauberten die Schützlinge von Thomas Häberli, angeführt von Francesco Margiotta (ein Tor, zwei Assists) mit drei Treffern innert 20 Minuten, hinten liess die Abwehr mit dem konstanten Rückhalt Marius Müller im Tor nichts mehr zu.

Aus Sicht des Georgiers Otar Kakabadse waren die Luzerner jedoch schon in der ersten Halbzeit das bessere Team. «Das Gegentor zum 0:1 hat dazu geführt, dass die Leistungen von Sion und uns nicht richtig zur Geltung kamen», fand er.

Otar Kakabadse im Heimspiel gegen Sion. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Otar Kakabadse im Heimspiel gegen Sion. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Die Sittener Führung hatte der dreifache Super-League-Torschützenkönig Seydou Doumbia (31) in der 19. Minute erzielt, obwohl die Schiedsrichter den Treffer wegen Abseits aberkannt hatten. Der Video Assistant Referee (VAR) überstimmte diesen Entscheid, die TV-Bilder zeigten, dass FCL-Innenverteidiger Lucas Alves auf gleicher Höhe wie Doumbia gestanden hatte. «Ein solcher Abwehrfehler ist schnell passiert», sagte Kakabadse.

Anderer Verteidigertyp als Christian Schwegler

Der Abwehrmann agierte im Gespräch nach der Partie ähnlich wie er spielt. Kakabadse ist ein smarter Typ, er spricht gut Englisch, kann sich ausdrücken. Auf dem Feld ist er im Team des FCL ein technisch überdurchschnittlich begabter Profi. Mit seinen spielerischen Möglichkeiten hat er unter Häberli im 3-5-2-System auch schon im rechten Mittelfeld agiert – und in der Offensive eine gute Figur abgegeben. Den Spitznamen «Kaká» hat er gleichwohl nicht vom brasilianischen Weltfussballer von 2007 und Ex-Milan-Star mit eben diesem grossen Künstlernamen. Es ist nur die Abkürzung von Kakabadse.

Kritik erntet der Georgier regelmässig, weil ihm die Härte in den Zweikämpfen und die letzte Disziplin im Abwehrverhalten etwas abgeht. Darum musste er lange hinter dem aggressivsten Luzern-Profi Christian Schwegler (35) zurückstehen. Der älteste Feldspieler der Liga ist gerade längere Zeit am Knie verletzt.

Zu Fuss ins Training

Kakabadse verpasste in bislang 14 Monaten beim FCL wegen einer Innenbandverletzung ebenfalls Spiele. Im Einsatz stand er 22 Partien in der Super League plus je 4 Europa-League-Qualikations- und Cupmatches. Im Cup schoss er zuletzt in Wohlen mit dem 1:0 sein erstes Tor. Gegen Sion wäre ihm beinahe der erste Liga-Assist gelungen, doch Blessing Eleke köpfelte an den Innenpfosten. «Nun will ich im nächsten Spiel am Samstag gegen Xamax Torvorlagen geben», bleibt er gelassen.

Diese Flanke von Kakabadse führte zu keinem Tor, doch im Spiel gegen Xamay will der Georgier einen Assist liefern. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Diese Flanke von Kakabadse führte zu keinem Tor, doch im Spiel gegen Xamay will der Georgier einen Assist liefern. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Im Klub und in Luzern fühlt sich Kakabadse pudelwohl. «Ich kann nur positive Dinge sagen.» Mit seiner Ehefrau wohnt er in einem der Allmend-Hochhäuser. «Das ist bequem, ich kann zu Fuss ins Training gehen.»

Mit Landsmann und Ex-FCL-Profi «Vako» Gvilia (jetzt Legia Warschau) hat er oft Kontakt. Auf ein Highlight mit ihm freut er sich am 15. November in St.Gallen gegen die Schweiz. «Für uns geht’s dann nicht mehr ums EM-Ticket, aber um die Ehre für unser Land Georgien.»

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