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Der Zuger Stürmer Thorell schafft es auf Umwegen an die Spitze

Erik Thorell lancierte seine Karriere in der zweiten schwedischen Liga neu.
Marco Morosoli
Klare Ansage: Der Schwede Erik Thorell will mit dem EV Zug Schweizer Meister werden. Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Sursee, 23. August 2019)

Klare Ansage: Der Schwede Erik Thorell will mit dem EV Zug Schweizer Meister werden. Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Sursee, 23. August 2019)

Er ist schnell, der neue EVZ-Ausländer Erik Thorell (27). Auf kürzester Strecke distanziert er seinen Gegenspieler im Champions-Hockey-Spiel gegen Rungsted (Dänemark) entscheidend. Die Hände des Schweden sind schnell, noch stimmt aber das Timing im Abschluss nicht ganz. Die Konsequenz: Alleine vor dem dänischen Torhüter Thomas Lillie, verzieht der Nordländer seinen Abschlussversuch. In den vergangenen zwei Saisons bei HIFK Helsinki (Liiga, Finnland) hat Erik Thorell je 55 Skorerpunkte gesammelt. In der ersten Saison ausserhalb Schwedens (2016/2017) hat es für 47 Skorerpunkte in 62 Spielen gereicht. Gute Werte für einen Akteur, der mit 21 in die zweite schwedische Liga gewechselt hat, als er auf höchstem Niveau nicht mehr vorwärtskam. Ein Rückschritt? Thorell winkt ab: «In der zweiten Liga habe ich mehr Eiszeit erhalten und Verantwortung übernehmen können. Ich habe auch sehr viel gelernt, um mein Spiel zu verbessern.»

Alles in allem seien die drei Jahre in der Allsvenskan (die zweithöchste Liga in Schweden) deshalb nicht verloren gewesen. Für den EVZ-Headcoach Dan Tangnes ist die zweite schwedische Division die beste in ganz Europa: «Diese Liga ist eine gute Plattform für junge Spieler, um ihre Mitte zu finden.» Thorell hätte es sich irgendwo gemütlich machen können, hatte er doch vor acht Jahren mit seinem Stammklub Färjestad BK schon die schwedische Meisterschaft gewonnen. Doch von diesem Titel will Erik Thorell nicht länger erzählen. Er sagt, dass er in der Spielzeit 2010/2011 nur sporadisch Unterschlupf in der ersten Mannschaft gefunden habe.

NHL-Klubs zeigten kein Interesse

Erstaunlich ist auch, dass der 1,78 Meter grosse Flügel, welcher auf der linken wie auch auf der rechten Seite eingesetzt werden kann, in seiner Karriere nie von einem NHL-Team gedraftet worden ist. Immerhin hat er zur schwedischen U20-Nationalmannschaft gehört und bei der U20-WM in Calgary und Edmonton (Kanada) mit sechs Punkten keineswegs zu den Unauffälligen gehört. Scouts dürfte es dort sicher genügend gegeben haben. Aber über das Wieso, dass er nicht in der National Hockey League gelandet ist, mag Thorell gar nicht mehr nachdenken. Im Kopf hat er derzeit nur den Job beim EV Zug. Auf Schweizer Eis hat er Grosses vor: «Ich will mit Zug Schweizer Meister werden.» Er wisse, dass er noch härter arbeiten müsse, um Torchancen zu kreieren. Gern hören wird der EVZ- Headcoach Dan Tangnes, wie Thorell die Meinung vertritt, dass sich ein jeder im Team in allen Belangen verbessern könne. Das sei quasi lebenslanges Lernen auf zwei Kufen.

Er landet selten auf der Strafbank

Der Norweger attestiert Erik Thorell auch, ein exzellenter Schlittschuhläufer zu sein. Mehr noch, wie Tangnes anfügt: «Hat er unser Spielsystem verinnerlicht, kann er auch in diesem Jahr 50 Skorerpunkte erreichen.» Pluspunkte sammeln kann der Schwede auch mit einer anderen Fähigkeit: Er ist keiner, der mit unsauberen Mitteln kämpft. Deshalb landet er selten auf der Strafbank. Der EVZ plant längerfristig mit Erik Thorell und hat ihn mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet – dem ersten seiner Karriere. Gut zu wissen ist auch, dass der flinke Schwede von Zug hellauf begeistert ist. Es stimmt also alles in allem, was über Erik Thorell in einer «Eishockeybibel» zu lesen ist: «Er ist bereit, hart und entschlossen zu spielen. Physisch ist er keine Bedrohung, aber er ist ein Teamplayer mit einer aussergewöhnlichen Arbeitsethik und einer guten Einstellung.» Was will ein Trainer mehr?

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