Detroit feiert Brunner als Penaltyheld

In seinem erst zweiten NHL-Spiel stellt Damien Brunner (26) gegen Columbus die Entscheidung im Alleingang sicher. Dank seinem herrlichen Penaltytreffer feiern die Red Wings ihren ersten Sieg der Saison.

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Im Shootout erzielt Red-Wings-Stürmer Damien Brunner gegen Sergei Bobrovsky den entscheidenden Treffer beim Sieg von Detroit über die Columbus Blue Jackets. (Bild: Keystone)

Im Shootout erzielt Red-Wings-Stürmer Damien Brunner gegen Sergei Bobrovsky den entscheidenden Treffer beim Sieg von Detroit über die Columbus Blue Jackets. (Bild: Keystone)

Nach dem missglückten Saisonauftakt vom Samstag in St. Louis (0:6) hatten die Detroit Red Wings um Damien Brunner Besserung gelobt. Und tatsächlich zeigte sich das Team von Coach Mike Babcock (49) stark verbessert. Nach 35 Minuten führten die Gäste in der ausverkauften Nationwide Arena mit 2:0, machten sich in der Folge mit etlichen unnötigen Strafen jedoch selber das Leben schwer und mussten nach 65 Minuten und dem Skore von 3:3 ins Penaltyschiessen.

Ein Tor für jede Sport-Highlight-Sendung

Und dort sollte die grosse Stunde von Damien Brunner schlagen. Nachdem sämtliche sieben Schützen vor ihm vergeben hatten, verlud der Ex-Zuger den russischen Columbus-Keeper Sergei Bobrowski souverän und wendete dabei jenen Trick an, den er sich von seinem Linienkollegen (und Vorbild) Pawel Dazjuk abgeschaut und bereits beim EVZ mehrfach angewendet hatte. Der Kommentator des übertragenden TV-Senders NBC war derart begeistert, dass er sagte: «Ich bin sicher, dass dieses Tor in jeder Sport-Highlight-Sendung in der Schweiz gezeigt werden wird.» Da dürfte er Recht haben, aber wir haben ja auch nur «Sport aktuell». In Übersee sorgte der Treffer bereits für zahlreiche Reaktionen. NHL.com titelte in Anlehnung an den Kultfilm Bladerunner: «Blade Brunner» und zeigte den Angreifer, wie er die Scheibe gerade im Tor versenkte. Und auf Twitter war sein Treffer gar eines der meistkommentierten Themen.

Brunners Tor war entscheidend, aber wichtiger war, dass er auch in den 65 Minuten zuvor auffällig agierte. Im Gegensatz zum Spiel vom Samstag harmonierte die Linie mit ihm, Dazjuk und Zetterberg glänzend. Brunners Statistik: In 17:45 Minuten (5:10 im Powerplay) schoss er sechs Mal aufs Tor, checkte einen Gegenspieler und musste sich eine Minus-1-Bilanz notieren lassen.

Puck als Trophäe

«Ich bin einfach froh, dass es funktioniert hat», sagte ein strahlender Brunner nach dem Spiel. Als Lohn für die Sicherstellung der zwei Punkte wurde ihm von den Teamkollegen der von ihm verwertete Puck überreicht. Kurz darauf sassen Brunner und Co. bereits wieder im Flieger Red Bird III. In der Nacht auf Mittwoch (1.30 Uhr) steht gegen Dallas das erste Heimspiel des Jahres auf dem Programm.

Nicola Berger, Columbus