Dezimierter HCK scheitert an der Qualität der Kadetten

Der HC Kriens-Luzern verliert das Spitzenspiel gegen Kadetten Schaffhausen mit 27:35. Zwar holte sich der HCK trotz klarer Niederlage Sympathiepunkte. Von Zählbarem fürs Konto aber war der «Runner-Up» der Saison weit entfernt.

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Für Kriens gabs vor eigenem Publikum schliesslich kein Durchkommen gegen den Leader: hier der Krienser Nicolas Rämy, links, gegen Schaffhausens Leszek Starczan. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Für Kriens gabs vor eigenem Publikum schliesslich kein Durchkommen gegen den Leader: hier der Krienser Nicolas Rämy, links, gegen Schaffhausens Leszek Starczan. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Dazu fehlte angesichts einer langen Verletztenliste (vor dem Spiel kamen mit Hess und Yalciner zwei weitere Aufbauspieler dazu!) zu lang. Und vor allem: Dazu war bei Kadetten Schaffhausen die Klasse schlicht zu gross.

Die Kriener starteten furios in die Partie. Ein starker Aleksejev vor einer dichten Abwehr, ein brillanter Steiger und ein frecher Hofstetter als Antreiber im Angriff waren die Faktoren, die dem Gastgeber einen 7:3-Vorsprung ermöglichten. Dann aber riss der Faden. Und verantwortlich dafür war ein Team-Timeout, das Kadetten-Coach Hrachovec schon nach 12 Minuten nahm. Zurück kam ein anderer Gast: Aggressiver, frecher und nicht zuletzt auch dynamischer. Und dagegen hatte das HCK-Ensemble zunehmend weniger auszurichten.

Immer wieder verzweifelten die Gastgeber in der Schaffhauser Deckung, die nun immer besser stand. Quadrelli war für Gustavsson ins Spiel gekommen, Bucher ersetzte als Mittelmann Kukucka.

Da war bei HCK-Coach Torben Winther der Spielraum deutlich kleiner. Er brachte zwar zwischendurch auch neue Spieler. Aber während beim Gast die Ersatzleute ebenfalls Nationalteamerfahrung mitbrachten, war das beim HCK der 18jährige U19-Spieler Samuel Lingg, der seine NLA-Feuertaufe gegen den Liga-Primus zu bestehen hatte. Andere Ersatzspieler waren nicht mehr im Aufbau: Hess und Yalciner mussten das Spiel nach Verletzungen im Training ebenso als Zuschauer absolvieren wie das Trio Schmid / Schlegel / Nyffenegger.

So fehlte es dem HCK an Kostanz und an Qualität, um gegen einen international ausgerichteten, hochkarätig besetzten Gegner etwas auszurichten zu haben. Mit zunehmender Spielerdauer wurde das enorme Potenzial im Kader der Nordostschweizer immer offensichtlicher.

Keine Frage: In dieser Partie wurden dem HCK in der aktuellen Besetzung die Grenzen aufgezeigt. Dass die Siegesserie vom amtierenden Meister in einer klar aufsteigenden Form beendet wurde, macht die Niederlage etwas weniger schlimm. Beim HC Kriens-Luzern wogen die Ausfälle letztlich klar zu schwer.


HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 27:35 (15:17)

Krauerhalle, 1200 Zuschauer. SR Sager/Styger.
Spielverlauf: 0:1, 2:1, 2:3, 7:3, 7:5, 8:8, 10:9, 10:11, 11:13, 12:14, 13:16, 14:17, 15:17; 15:18, 17:19, 18:23, 19:25, 20:28, 21:29, 22:30, 23:30, 24:32, 25:33, 26:34, 27:35.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev / Schelbert (ab 31.); Steiger (6), Raemy (3), Portmann, Lengacher, Stankovic (1/1), Vukelic (3/1), Zimmermann, Podvrsic (4), Hofstetter (8), Lingg.

Kadetten Schaffhausen: Gustavsson/Quadrelli (12.-30.); Kukucka, Goepfert (2), Graubner (8), Patrail (1), Filip (4/1), Straczan (4), Cvjietic (2), Baviera, Jurca (4), Stojanovic (2), Bucher (4), Ursic (5/2).

Bemerkungen: Kriens ohne Schlegel, Schmid und Nyffeneger (alle rekonvaleszent) sowie ohne Yalciner (Muskelverletzung im Donnerstagstraining) und Hess (Knieverletzung im Freitagstraining), Stankovic scheidet nach 30 Minuten verletzt aus. Penalties: 4. Patrail scheitert an Aleksejev (2:1), 37. Filip verschiesst gegen Schelbert (17:21). Strafen: Kriens 3, Kadetten 2 x 2 Minuten.

J.P. Chenet Best Player Award: Beni Steiger (HC Kriens-Luzern), David Graubner (Kadetten).