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Die Eishockey-Nati am Deutschland Cup: Die erste Station auf dem Weg zur WM

Am Deutschland Cup steht das Schweizer Nationalteam am Donnerstag erstmals seit dem Gewinn der WM-Silbermedaille wieder in Einsatz. Für Trainer Patrick Fischer die Chance, neue Spieler zu testen.
Sergio Dudli
Patrick Fischer und der St.Galler Lukas Frick im Training. (Bild: Freshfocus)

Patrick Fischer und der St.Galler Lukas Frick im Training. (Bild: Freshfocus)

Patrick Fischer ist ein Mann, der sagt, was er denkt. «Irgendwann wird die Schweiz Weltmeister», antwortet der Nationaltrainer vor dem Deutschland Cup auf die Frage, was in Zukunft auf der internationalen Bühne möglich sei. Diese Ehrlichkeit und Geradlinigkeit zeichnete den 43-Jährigen bereits als Spieler aus. Doch manchmal büsst er für solche Aussagen. So nach den Olympischen Spielen im Februar, als er im Vorfeld eine Medaille als Ziel ausgab – und dann mit seinem Team in der Vorrunde ausschied. Folglich wurden Stimmen laut, dass der Zuger nicht der richtige Trainer sei, um die Schweiz näher an die Weltspitze zu führen. Doch die Verantwortlichen hielten an Fischer fest.

Mit einer Handvoll Silber-Helden

An der WM in Dänemark nur wenige Monate nach den Spielen in Südkorea stand Fischer aber in der Bringschuld – und lieferte. Orchestriert von NHL-Spielern wie Roman Josi, Nino Niederreiter oder Timo Meier überzeugte die Schweiz und erreichte unter Fischers Regie den Final. Der grosse Triumph blieb dem Team aber verwehrt, die Schweden setzten sich im Penaltyschiessen durch. Doch mit dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille hat Fischer seine Kritiker zum Verstummen gebracht. Und sich selbst Luft im Amt als Nationaltrainer verschafft. Fischer sagt:

«In dieser Saison beginnt aber alles wieder bei null. Das Einzige, das wir von der WM mitnehmen, ist das Selbstvertrauen und das Wissen, was wir zu leisten imstande sind, wenn alles stimmt»

Am Deutschland Cup steht das Schweizer Nationalteam erstmals seit dem verlorenen Final wieder im Einsatz. Allerdings erinnert beim Blick auf die Namen der aufgebotenen Spieler nicht vieles an die WM. Mit Gilles Senn, Michael Fora, Damien Riat, Noah Rod und dem Ostschweizer Lukas Frick sind nur fünf Akteure im Kader, die bereits an der Endrunde in Dänemark dabei waren. Doch das Turnier in Deutschland, an dem neben der Schweiz und dem Gastgeber auch die Slowakei und Russland antreten, ist für Fischer ohnehin kein Anlass, um auf bewährte Kräfte zu setzen:

«Es bringt einem Routinier wie unserem Captain Raphael Diaz nichts, wenn er zehn Länderspiele mehr auf dem Buckel hat.»

Mit Gauthier Descloux von Servette, Andrea Glauser von Langnau sowie den drei ZSC-Spielern Roger Karrer, Jérôme Bachofner und Marco Miranda stehen fünf Neulinge vor ihrem Début im Nationalteam. Keiner von ihnen ist älter als 22 Jahre. «Von aussen denken viele, dass dieses Turnier keinen interessiert. Aber junge Spieler profitieren von jeder Partie auf diesem Niveau», so der Nationaltrainer. Und er ergänzt: «Wir hätten nicht das erreicht, was wir erreicht haben, wenn wir immer nur dieselben Spieler aufgeboten hätten. So findet keine Entwicklung statt.»

«Kleine Schweiz» macht einen guten Job

Den jungen Spielern eine Chance geben, sie in ihrer Entwicklung voranbringen – das ist Fischers Devise für den Deutschland Cup. «Durch Einsätze an solchen Turnieren gelingt es uns, die jungen Spieler schneller auf WM-Niveau zu bringen», so Fischer. Die nächste Endrunde findet im Mai 2019 in der Slowakei statt. Zusätzlichen Druck durch den Gewinn der Silbermedaille spürt der Nationaltrainer nicht. Die Anforderungen an Spieler und Trainer seien immer dieselben: Jedes Spiel müsse gewonnen werden. Dies geht mit Fischers Vorstellungen und Selbstverständnis einher:

«Wir wollen uns unter den sechs besten Nationen der Welt etablieren.»

Derzeit liegt die Schweiz auf Rang sieben. Um die Topnationen in Zukunft zu fordern, brauche das Team mehr Konstanz. «Seit ich hier bin, haben wir zweimal mindestens den Viertelfinal eines Grossanlasses erreicht, sind aber auch zweimal in der Vorrunde ausgeschieden. Das muss besser werden», so Fischer. Dabei seien die Schweizer Fans kritischer als neutrale Beobachter. «Manche denken vielleicht, dass wir nicht so gut sind. Im Ausland hingegen wissen alle: Die kleine Schweiz macht einen guten Job.»

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